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Darmkrebs – Symptome

 

Was sind die Anzeichen von Darmkrebs?

Am Anfang des Darmkrebses liegen meist noch keine oder nur sehr wenige Krankheitsbeschwerden (Symptome) vor. Im weiteren Verlauf können veränderte Stuhlgewohnheiten (Wechsel von Verstopfung und Durchfall, Veränderungen von Stuhlkonsistenz, -farbe, -geruch oder gehäufter Stuhldrang) oder Blut im Stuhl als erste Beschwerden auftreten. Der Nachweis von Blut im Stuhl bedeutet nicht zwangsläufig Darmkrebs, viel häufiger liegen andere Ursachen wie Hämorrhoiden, Polypen oder Entzündungen vor. Jedoch sollte in diesen Fällen immer eine Abklärung erfolgen! Weitere Warnzeichen sind ein plötzlicher Leistungsabfall, Gewichtsabnahme, nächtliches Schwitzen und Fieber. Da derartige Beschwerden aber keinesfalls beweisend für einen Darmkrebs sind und auch bei anderen Erkrankungen auftreten können, ist eine genaue Abklärung empfohlen.

 

Darmkrebs-Diagnostik und -Vorsorge

Die Heilungschancen für Darmkrebs sind umso besser, je früher er erkannt und behandelt wird. Durch regelmäßige Vorsorge-Untersuchungen könnte Darmkrebs nahezu komplett verhindert bzw. geheilt werden.

Das von den gesetzlichen Krankenkassen angebotene Darmkrebs-Vorsorgeprogramm kann und sollte ab dem 50. Lebensjahr genutzt werden. Bis zum 55. Lebensjahr hat man Anspruch auf eine Tastuntersuchung des Enddarmes und einen Test auf verstecktes Blut im Stuhl pro Jahr. Nach dem 55. Geburtstag wird zusätzlich eine Darmspiegelung (Koloskopie) als Vorsorge angeboten, auch wenn keine Beschwerden vorliegen. Sind in der Familie Darmkrebs-Erkrankungen bekannt, sollte die Koloskopie unter Umständen schon früher durchgeführt werden. Denn früh erkannt, hat Darmkrebs eine sehr gute Prognose und kann komplett geheilt werden.

 

Untersuchungsmethoden zur Vorsorge oder zum Nachweis des Darmkrebses:

 

  1. Tastuntersuchung des Enddarmes (digitale rektale Untersuchung). Der Enddarm, der Schließmuskel und die Prostata können mit dem Finger ausgetastet und beurteilt werden. Ein auffälliger Tastbefund muss mittels einer Darmspiegelung abgeklärt werden.
  2. Test auf verstecktes Blut im Stuhl (Okkultbluttest, Hämokkult). Drei aufeinander folgende Stuhlproben werden im Labor auf mit dem bloßen Auge nicht erkennbares Blut untersucht. Bei Nachweis von Blut im Stuhl muss sich zur weiteren Klärung eine Darmspiegelung anschließen.
  3. Darmspiegelung (Koloskopie). Nur durch die Darmspiegelung, in Verbindung mit der Entnahme einer Gewebeprobe, kann ein Darmkrebs sicher nachgewiesen werden. Zudem können Darmpolypen als mögliche Krebsvorstufen erkannt und sogleich entfernt werden. Die Darmspiegelung kann je nach dem untersuchten Darmabschnitt und dem verwendeten Endoskop (Kamera- und Lichtinstrument) noch weiter unterteilt werden in: Koloskopie (flexible Spiegelung des gesamten Dickdarms), Sigmoidoskopie (flexible Spiegelung des unteren Dickdarmes und des Enddarmes), Rektoskopie (starre Spiegelung des Enddarmes bis ca. 15-20cm).
  4. Virtuelle Darmspiegelung (CT- oder MR-Kolonographie) oder Röntgen-Untersuchung (Kolon-Kontrasteinlauf). Diese radiologischen Verfahren gehören nicht zur Routine-Vorsorge, können aber bei speziellen Fragestellungen wichtig sein. Bei der Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) werden Schichtaufnahmen des Körperinneren angefertigt und mit speziellen Computerprogrammen zu einer dreidimensionalen Ansicht des Darminneren weiterverarbeitet. Beim Kolon-Kontrasteinlauf wird der Dickdarm über den After mit Kontrastmittel gefüllt und auf Röntgenbildern dargestellt. Allerdings sind Entzündungen und kleinere Polypen schlechter beurteilbar als bei einer Koloskopie. Hinzu kommen die Strahlenbelastung und die eingeschränkte Anwendbarkeit des CT/MRT für Patienten mit Metallimplantaten, Herzschrittmachern oder Platzangst. Der größte Nachteil der virtuellen Darmspiegelung ist jedoch, dass verdächtige Befunde weder entfernt noch durch Entnahme einer Gewebeprobe weiter untersucht werden können. Die konventionelle Darmspiegelung bleibt somit die Methode der Wahl in der Diagnostik von Darmkrebs.

Ziel dieser Untersuchungen ist es festzustellen, ob tatsächlich ein Darmkrebs vorliegt (Tumornachweis), und wenn nachgewiesen, wie weit dieser fortgeschritten ist (Tumorstaging). In einem ausführlichen Gespräch mit dem behandelnden Arzt werden außerdem sowohl die aktuellen Beschwerden als auch die Begleiterkrankungen und Risikofaktoren erfasst.

 

Untersuchungsmethoden zur Erfassung des Krankheitsausmaßes bei Darmkrebs

 

  1. Ultraschalluntersuchung des Bauchraums. Der Ultraschall (Sonographie) ist eine einfache und risikolose Untersuchungsmethode, um innere Organe wie Leber, Nieren oder Milz darzustellen. Mit der Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes (Abdomen) wird geklärt, ob Darmkrebs-Metastasen in anderen Bauchorganen (z.B. Leber) vorliegen.
  2. Röntgenbild der Lunge und Computertomographie (CT). Das Röntgen der Lunge dient neben der allgemeinen Beurteilung von Herz und Lunge zusätzlich der Suche nach möglichen Darmkrebs-Metastasen in der Lunge. Die Computertomographie ist eine spezielle Röntgenuntersuchung, mit der der menschliche Körper in Schnittbildern dargestellt wird. Mit dieser Technik kann nicht nur der Tumor selbst sondern es können auch mögliche Lymphnotenvergrößerungen oder Metastasen abgebildet werden.
  3. Magnetresonanztomographie (MRT). Die Magnetresonanztomographie, auch Kernspintomographie genannt, ermöglicht ebenfalls eine schichtweise Darstellung des Körpers, wobei hier keine Röntgenstrahlen sondern wechselnde Magnetfelder verwendet werden. Mit dieser Technik ist die exakteste Darstellung der Ausdehnung und Anatomie eines Tumors möglich (wichtig zum Beispiel für die OP-Planung beim Enddarmkrebs). Wie beim CT, kann man auch hier vergrößerte Lymphknoten oder sonstige Organmetastasen (besonders in der Leber) gut erkennen.
  4. Blutuntersuchungen, inklusive Tumormarker (CEA). Neben den allgemeinen Blutuntersuchungen zur Funktionsprüfung einzelner Organe wie Nieren oder Leber, können im Rahmen der Behandlung von Krebserkrankungen zudem sogenannte Tumormarker bestimmt werden. Tumormarker sind Substanzen, die zwar verstärkt von Tumorzellen gebildet werden, jedoch auch bei Gesunden vorkommen können. Ein negativer oder normaler Tumormarker schließt eine Krebserkrankung weder aus, noch beweist ein erhöhter Tumormarker eine Krebserkrankung. Diese Werte dienen also hauptsächlich der Kontrolle des Krankheitsverlaufs (z.B. würde ein Anstieg der Werte nach erfolgter Tumoroperation auf ein Wiederauftreten der Krankheit hinweisen). Der wichtigste Tumormarker für Darmkrebs ist das CEA (carcino-embryonales Antigen).
  5. Positronen-Emissions-Tomographie (PET). Krebszellen wachsen schneller und verbrauchen deshalb mehr Energie und Zucker als normale Zellen. Bei der Positronen-Emissions-Tomographie wird dies sichtbar gemacht. Dazu wird ein markierter Zucker gespritzt, der von den aktiven Krebszellen stärker aufgenommen wird als von normalen Zellen. Auf einem speziellen Untersuchungsbild wird die unterschiedliche Verteilung des markierten Zuckers dann sichtbar gemacht. Die PET gehört nicht zu den Routineuntersuchungen bei Darmkrebs, sondern wird nur bei speziellen Fragestellungen (z.B. Ansprechens auf eine Chemo- oder Strahlentherapie oder Rezidivdiagnostik) eingesetzt.

Anhand der Untersuchungsergebnisse ist zugleich eine Risikoabschätzung für einen operativen Eingriff möglich (Operabilität). Dazu gehört auch, dass die lebenswichtigen Organe wie Herz und Lunge gründlich auf ihre Funktion überprüft werden.

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