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Tinnitus

Tinnitus (Ohrgeräusche) – und die orthomolekulare Medizin

Ein Ergebnis aus der Praxis:

Am 1.10.1999 erlitt ich meienn zweiten Hörsturz. Der Verlust des Hörvermögens auf meinem rechten Ohr betrug zunächst 99%. Es folgte die übliche schulmedizinische, stationäre Behandlung + Akupunktur + Heilmassagen. Dies brachte nach 11 Tagen eine Rückkehr des Hörvermögens bis auf minus 30%, und es blieb ein hässliches Ohrgeräusch, was mich psychisch sehr belastete. Fortsetzung der therapeut. Anwendungen mit manueller Therapie, Infusionen und Akupunktur, 14 Tage, wenig Erfolg. Nach 4 Wochen habe ich dann die Anwendung durch die orthomolekulare Medizin angefangen. Ich spürte jedesmal nach drei, vier Minuten im Ohr, wie ein Rauschen und Knistern begann. Daneben empfahl man mir eine Entgiftung wegen dem von mir eingenommenen Cortison, denn durch die widerlichen Orgeräusche konnte ich äußerst schlecht schlafen und war genervt. Medikamente setzte ich einvernehmlich mit den Ärzten ab. Ich hörte damals auch sofort auf zu rauchen, da mein Hausarzt vermutete, das Tinnitus unter Umständen auch eine Durchblutungsstörung sein kann.
Fazit: Nach drei Wochen war das Ohrgeräusch erträglich, ich erholte mich nervlich sehr schnell und gut. Nach zwei Monaten (Kontrolle) war das Hörvermögen wiederhergestellt. Das Ohrgeräsch ist seither Verschwunden. Ich nehme keinerlei Medikamente und erfreue mich größter Vitalität und Lebensfreude.

Christiane Empacher
Peter Loyda

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Tinnitus (Ohrgeräusche) – Diagnose

Besteht der Verdacht auf Tinnitus (Ohrgeräusche), werden verschiedene Untersuchungen durchgeführt, um die Ursache zu ergründen beziehungsweise die Diagnose zu festigen:

  • Befragung zu Art und Häufigkeit der Geräusche, Berufsanamnese (Lärm, Verletzungen), Unfälle mit Kopfverletzungen, Ohrenerkrankungen (z.B. Hörsturz, Operation), Operationen am Kopf
  • Blutdruckmessung
  • Hals-Nasen-Ohren-Untersuchung, Ohrmikroskopie mit speziellen Mikroskopen für den Gehörgang
  • Hörtests: mit einer Stimmgabel, Registrierung des noch wahrnehmbaren Frequenzbereichs mittels Audiogramm, um eine Innenohrschwerhörigkeit auszuschließen
  • Tympanogramm/Stapediusreflexe: Prüfung des Paukendrucks im Ohr, Fortleitung von rhythmischen Kontraktionen der Mittelohrmuskeln, Funktionsprüfung der Gehörknöchelchen
  • Prüfung der Verdeckbarkeit: Bestimmung der Frequenz, bei der die Geräusche am stärksten sind, und Bestimmung ihrer Lautstärke mit einem so genannten Audiometer; anschließend Beschallung des erkrankten Ohrs mit so genanntem weißen Rauschen, wobei ein Tonrauschen erzeugt wird, in dem alle für das Ohr hörbare Frequenzen enthalten sind (Verdeckung)

Weitere Untersuchungen können sich anschließen:

  • Gleichgewichtsprüfung mit der Frenzel-Brille (eine Brille, die verhindert, dass der Betroffene einen Punkt mit den Augen fixieren kann), da Tinnitus in mehr als 20 Prozent der Fälle mit einer Gleichgewichtsstörung kombiniert ist
  • Blutuntersuchungen: Differentialblutbild und Entzündungsparameter; ferner Serologie, um Infektionen mit Herpes simplex, Masern, Mumps oder Syphilis auszuschließen
  • Magnetresonanztomographie (MRT), um einen Tumor am Hörnerv auszuschließen
  • Funktionsuntersuchungen der Halswirbelsäule

Die subjektiv wahrgenommenen Töne (subjektiver Tinnitus) müssen von objektivierbaren Ohrgeräuschen (objektiver Tinnitus) unterschieden werden. Letztere können vom untersuchenden Arzt mitgehört werden und entstehen beispielsweise durch ein rhythmisches Anspannen der Gaumenmuskulatur.

Tinnitus (Ohrgeräusche) – Symptome

Ein Tinnitus (Ohrgeräusche) kann sich in Form von Tönen oder Geräuschen verschiedenster Art (z.B. Pfeifen, Klingeln, Rauschen, Brummen, Sägen) äußern. Die Geräusche können kontinuierlich oder unterbrochen wahrgenommen werden, an- und abschwellen sowie in ihrer Frequenz modulieren.

Viele Betroffene erleben einen Tinnitus als sehr belastend. Häufige Folgen sind Schlafstörungen, Angstzustände und Depressionen, die den Lebensalltag einschränken und bis zur Arbeitsunfähigkeit führen können. Die Leistungsfähigkeit lässt nach, es kommt zu Gereiztheit und Konzentrationsstörungen. Es entsteht oft ein Teufelskreis, da diese Symptome zu weiterem Stress führen und den Tinnitus verstärken.

Tinnitus (Ohrgeräusche) – Ursachen

Die möglichen Ursachen für Tinnitus (Ohrgeräusche) sind zahlreich. Tinnitus kann als Begleiterscheinung unterschiedlicher Erkrankungen auftreten und verschiedene Bereiche des Ohrs betreffen, wie beispielsweise:

  • Gehörgang: Verschluss des Gehörgangs durch Ohrenschmalz oder Fremdkörper (z.B. Watte), vorspringende Knochen im Gehörgang (Exostosen)
  • Mittelohr: Trommelfelldefekt durch Riss oder Durchlöcherung, Tubenfunktionsstörung, Paukenerguss, Mittelohrentzündung, Trommelfellunbeweglichkeit
  • Innenohr: lärmbedingte Gehörstörung wie Knalltrauma oder Lärmschwerhörigkeit, Hörsturz, Morbus Menière (anfallsartiger Drehschwindel mit Schwerhörigkeit und Ohrgeräusch), Altersschwerhörigkeit, Medikamente, starker Blutdruckabfall mit nachfolgender Minderdurchblutung des Innenohrs
  • Zentrale oder unklare Lokalisation: Hirnhautentzündung, Hirntumoren, Akustikusneurinom (Tumor des Hörnerven), Bluthochdruck, zu niedriger Blutdruck, Multiple Sklerose, Blutarmut
  • emotionale Belastungssituationen (Stress, Überforderung, Angst)

Ohrgeräusche können auch bei Problemen mit der Halswirbelsäule, den Kiefergelenken oder durch Zähneknirschen auftreten. Die tatsächliche Ursache muss jedoch im individuellen Fall von einem HNO-Arzt abgeklärt werden.

Tinnitus (Ohrgeräusche) – Definition

Bei einem Tinnitus (Ohrgeräusche), auch Tinnitus auriumfg genannt, handelt es sich um die anhaltende oder wiederkehrende subjektive Wahrnehmung eines Tons oder Geräuschs ohne akustische Stimulation von außen. Der Auslöser für die Ton- beziehungsweise Geräuschempfindung kann im Innenohr oder im Gehirn liegen. In Abhängigkeit von der Dauer der Ohrgeräusche werden drei Formen von Tinnitus unterschieden:

  • akuter Tinnitus: bis zu drei Monaten anhaltend
  • subakuter Tinnitus: drei bis zwölf Monate anhaltend
  • chronischer Tinnitus: länger als zwölf Monate anhaltend

Desweiteren kann ein Tinnitus in unterschiedliche Schweregrad eingeteilt werden:

  • kompensierter Tinnitus(Grad I bis II): der Betroffene nimmt das Ohrgeräusch wahr, kann jedoch damit umgehen, es kommt nicht zu gesundheitlichen Problemen
    • Grad I: kein Leidensdruck
    • Grad II: Ohrgeräusch vorwiegend in Stille, störend bei Stress und Belastung
  • dekompensierter Tinnitus(Grad III bis IV): schwere Auswirkungen auf Gesundheit, hoher Leidensdruck
    • Grad III: anhaltende Beeinträchtigung, Störungen im emotionalen, kognitiven, körperlichen Bereich
    • Grad IV: Berufsunfähigkeit

Häufigkeit

Akute Ohrgeräusche sind ein häufiges Phänomen. Schätzungen zufolge hatten etwa 25 Prozent der Bevölkerung schon einmal ein Ohrgeräusch, das jedoch nur vorübergehend auftrat.

Ein “richtiger” Tinnitus, also anhaltende Ohrgeräusche, ist dagegen erheblich seltener. Er kann in jedem Lebensalter auftreten und betrifft rund vier Prozent aller Erwachsenen. Frauen erkranken häufiger daran als Männer. Wegen der zunehmenden Lärmbelastung, etwa durch laute Musik, tritt Tinnitus zunehmend häufiger auch unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis zum 30. Lebensjahr auf.

Tinnitus (Ohrgeräusche) – Überblick

Unter Tinnitus (Ohrgeräuschen) versteht man die anhaltende oder wiederkehrende subjektive Wahrnehmung eines Tons oder Geräuschs. Andere Personen können den Ton oder das Geräusch nicht hören.

Ohrgeräusche

Lärmbelastung und Stress erhöhen das Risiko für einen Tinnitus. Die Gründe dafür sind nicht vollständig aufgeklärt. Zur Diagnose müssen andere Erkrankungen ausgeschlossen werden. Außerdem finden eine gründliche Untersuchung und regelmäßige Blutdruckkontrollen statt. Die Therapie des Tinnitus besteht im Wesentlichen aus der Gabe von entzündungshemmenden (Glukokortikoiden) und durchblutungsfördernden Wirkstoffen in Form von Infusionen oder Tabletten. Außerdem sollten Entspannungstechniken erlernt werden. Die Erfolge der Therapie sind umso besser, je früher der Tinnitus behandelt wird. Als hilfreich für den langfristigen Umgang mit Tinnitus hat sich die so genannte Tinnitus-Retraining-Therapie erwiesen.