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Morbus Crohn

Morbus Crohn – und die orthomolekulare Medizin

Ein Anwenderbericht aus der Praxis:

Schon vor 17 Jahren bekam ich Morbus Crohn. Als Bäuerin musste ich stets schwer arbeiten, und die Krankheit belastete mich, aber auch die gesamte Familie sehr. Über einen Kollegen der “Morbus Crohn” Selbsthilfegruppe im Passauer Klinikum erfuhr ich von der Anwendung durch die orthomolekulare Medizin, was mich sehr neugierig machte. Jedoch überwog die Skepsis, denn Milschprodukte kamen üblicherweise bei mir nicht einmal im Darm an, waren sie auch schon wieder auf dem Weg ins Freie. Ich war aber auch schon so verzweifelt und wollte endlich wenigstens vom Cortison wegkommen, sodass ich den Versuch wagte. Herr Loyda empfahl mir langsam anzufangen, und dann langsam steigern, und Geduld haben, es könne sich der Zustand anfangs auch verschlimmern, er hatte auch recht. Aber nach wenigen Wochen passierte das Unwahrscheinliche: ich hatte zum ersten Mal nach 16 Jahren festen Stuhl! Und wenn eine erwachsene Frau den Berater heulend anruft und ihm das erzählt, dann kann man ungefähr erahnen, was das für mich heißt.
Ein Vortrag eines Arztes in der Selbsthilfegruppe überzeugte auch einige meiner Kollegen. Diese versorge ich als Beraterin. Am meisten freut mich aber die Reaktion des betreuenden Oberarztes, der zunächst sehr skeptisch war. Mittlerweile ist dieser auch sehr überzeugt von dieser Anwendung.

Gruß
Kerstin B. 33 Jahre
Peter Loyda

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Morbus Crohn – Symptome und Diagnose

Morbus Crohn: Symptome

Bei Morbus Crohn sind die häufigsten Symptome ein flüssiger bis wässriger Stuhl (Durchfall, bei etwa 70 Prozent der Fälle) und begleitende krampfartige Schmerzen. Die Schmerzen treten besonders im rechten Unterbauch auf. Eher selten ist dem Stuhl Blut oder Schleim beigemengt.

Durch die für Morbus Crohn typischen Durchfälle verlieren die Betroffenen viel Eiweiß und durch den damit einhergehenden Energieverlust auch Gewicht. Sie fühlen sich müde, abgeschlagen und haben keinen Appetit. Oft verspüren die Betroffenen ein allgemeines Krankheitsgefühl.

Weitere häufige Symptome bei Morbus Crohn sind:

  • Fieber
  • Anstieg der weißen Blutkörperchen (Leukozytose)
  • Verminderung des roten Blutfarbstoffs ( Anämie)

Morbus Crohn: Diagnose

Bei Morbus Crohn sind zur Diagnose mehrere Untersuchungen nötig. Zuerst befragt der Arzt die Betroffenen nach den bisherigen Beschwerden. Anschließend erfolgt eine körperliche Untersuchung, bei der sich möglicherweise bereits vorhandene Komplikationen wie Verwachsungen von Organen oder Organteilen sowie Fistelbildungen aufdecken lassen (Fisteln sind schlauchartige Verbindungen zwischen Organen oder Organen und der Körperoberfläche).

Durch bildgebende und laborchemische Untersuchungen ist es möglich, die Diagnose des Morbus Crohn zu sichern und ihn von anderen entzündlichen Darmerkrankungen wie der Colitis ulcerosa abzugrenzen. Dazu gehören:

  • Röntgenuntersuchung des Magen-Darm-Trakts mit Kontrastmittel
  • Darmspiegelung: Hierbei ist es möglich, Gewebeproben zu entnehmen (Biopsie) und feingeweblich zu untersuchen.
  • Ultraschall (Sonographie)
  • Laboruntersuchungen (z.B. ob das Eiweiß Alpha1 -Antitrypsin im Stuhl vorliegt)
  • Stuhluntersuchung auf Bakterien, um erregerbedingte Darmentzündungen auszuschließen

Betrifft der Morbus Crohn den Dickdarm, ist es trotz umfangreicher Diagnostik bei etwa zehn Prozent der Betroffenen nicht möglich, die Erkrankung von einer Colitis ulcerosa abzugrenzen. In diesen Fällen zeigt sich die endgültige Diagnose erst im weiteren Verlauf der Darmerkrankung.

Morbus Crohn – Ursachen

Die für Morbus Crohn verantwortlichen Ursachen sind nach wie vor unbekannt. Ansteckend ist die chronisch-entzündliche Darmerkrankung nicht. Rund 50 Prozent der Menschen mit Morbus Crohn weisen bestimmte Veränderungen an ihrer Erbanlage auf (Veränderungen bzw. Mutationen an einem bestimmten Gen, dem sogenannten NOD2/CARD15-Gen, das auf Chromosom 16 des menschlichen Erbguts liegt). Dies und die familiäre Häufung von Morbus Crohn weisen darauf hin, dass erbliche Veranlagung als Ursache für die Darmerkrankung eine Rolle spielt. Es ist jedoch anzunehmen, dass mehrere Faktoren bei der Entstehung von Morbus Crohn zusammenwirken. Zu diesen Faktoren zählen neben der erblichen Veranlagung:

  • Ernährung bzw. Nahrungsbestandteile (wie erhöhter Gebrauch von raffinierten Kohlenhydraten, z.B. weißer Zucker)
  • gestörtes Immunsystem
  • psychosomatische Ursachen (also Reaktionen des Körpers auf z.B. Konfliktsituationen, Stress usw.)
  • Umweltfaktoren (vor allem Rauchen)
  • eventuell Bakterien (wie z.B. Mycobacterium paratuberculosis) und Viren

Psychosomatische Ursachen als Auslöser von Morbus Crohn gelten nicht als gesichert. Besteht die Darmerkrankung bereits, können psychische Belastungen wie Konfliktsituationen oder Stress jedoch vorzeitig neue Schübe auslösen oder einen bestehenden Schub verstärken.

Morbus Crohn – Definition

Morbus Crohn ist eine chronische Entzündung des Magen-Darm-Trakts und zählt daher – ebenso wie die als Colitis ulcerosa bezeichnete chronische Entzündung des Dickdarms – zu den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED). Morbus Crohn ist nicht ansteckend, verläuft meist schubweise und betrifft alle Schichten der Darmwand. Die akuten Schübe lassen sich nach Schweregrad der Entzündungsaktivität (leicht, mäßige und hoch) unterteilen.

Andere Namen für Morbus Crohn sind:

  • Crohn-Krankheit
  • Enteritis regionalis Crohn
  • Enteritis terminalis
  • Ileitis terminalis
  • narbenbildende Enteritis

Das Wort Crohn in der Bezeichnung Morbus Crohn geht auf den amerikanischen Arzt Burrill Bernhard Crohn zurück, der die Krankheit (lat.: Morbus) beschrieben hat. Der Name hat demnach nicht mit dem Begriff chronisch zu tun.

Lokalisierung

Bei Morbus Crohn können – anders als bei der in der Regel auf den Dickdarm beschränkten Colitis ulcerosa – alle Abschnitte des Magen-Darm-Trakts entzündet sein, einschließlich der Speiseröhre. Am häufigsten findet sich eine örtliche Beschränkung (Lokalisierung) der entzündlichen Erkrankung auf

  • den unteren Dünndarmabschnitt (terminales Ileum) in etwa 30 Prozent,
  • den Übergang vom Dünndarm zum Dickdarm (Ileokolon) in etwa 40 Prozent sowie
  • den Dickdarm und Analkanal in etwa 25 Prozent der Fälle.

Andere Abschnitte sind eher selten betroffen (weniger als 5 Prozent). Morbus Crohn kann gleichzeitig mehrere Darmabschnitte befallen, die durch gesunde Abschnitte voneinander getrennt sind. Mediziner sprechen dann von einem segmentalen, diskontinuierlichen Befall.

Anatomie der Verdauungsorgane

Anatomie der Verdauungsorgane

Morbus Crohn – Überblick

Morbus Crohn ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des Verdauungstrakts, die in Schüben verläuft. Am häufigsten betrifft die Entzündung den Übergangsbereich vom Dünndarm zum Dickdarm.

Eine Frau hält ihren Bauch.

Ein typisches Symptom von Morbus Crohn ist immer wieder auftretender Durchfall. Zum Teil begleiten krampfartige Schmerzen die Durchfälle. Die Schmerzen treten vor allem im rechten Unterbauch auf.

Die Diagnose von Morbus Crohn erfolgt durch eine Darmspiegelung, durch Röntgenbilder, Ultraschall- und Laboruntersuchungen.

Die genaue Ursache für Morbus Crohn ist bisher nicht geklärt. Die Therapie des Morbus Crohn richtet sich nach dem Schweregrad der Darmerkrankung. Sie reicht von

  • Medikamenten, die den typischen Durchfall hemmen sollen,
  • über Kortison
  • sowie andere entzündungshemmende
  • und Mittel, die das Immunsystem unterdrücken,
  • bis hin zur Operation.
  • aber auch die orthomelekulare Medizin ist hier eine sanfte Alternative

Bis zu 70 Prozent der Betroffenen sind durch eine Therapie beschwerdefrei. Morbus Crohn ist bisher jedoch nicht vollständig heilbar. Im Verlauf der Erkrankung sind häufig Operationen notwendig.