Krankheiten behandeln mit der Orthomolekularen Medizin
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Multiples Sklerose

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Erfahrungsbericht aus der Praxis:

Mein Name ist Theo Rachor bin 42 Jahre alt und wurde im November 2003 zum ersten Mal auf die Anwendung durch die orthomolekularen Medizin durch Herrn Loyda aufmerksam gemacht.
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich Multiple Sklerose im vorgeschrittenen Stadium. Für Kurzstrecken brauchte ich einen Rollator und für längere Ausflüge den Rollstuhl. 1989, nach einer Serie von Autounfällen, die für mich unerklärlich waren, wurde ich von meinem Augenarzt zum Neurologen überwiesen, da mein räumliches Sehvermögen stark eingeschränkt war und kein organischer Schaden worlag. Der Neurologe stellte chronisch progrediente MS (schleichend schlechter werden) fest.
Anfangs wurde ich mir Cortison behandelt, was so gut wie keine Besserung brachte. 1999 folgte eine Behandlung mit Mitoxantron-ein Medikament, das in Deutschland nicht zugelassen war und das nicht wieder gutzumachende Herzrythmusstörungen verursachen kann. Mit diesem Medikament kehrte eine leichte Besserung ein, wurde jedoch wegen der möglich werdenden Nebenwirkungen abgesetzt. Daraufhin folgten noch einige Medikamente die nicht den gewünschten Erfolg brachten.
Seit Anfang Dezember 2003 habe ich einfach mal damit angefangen die orthomolekulare Medizin auszuprobieren.
Schon nach dem ersten Tag konnte ich für einen kurzen Stadtgang auf meinen Rollator verzichten und benötigte nur noch den Stock. Nach ca. 3 Wochen konnte ich auch meinen Rollstuhl, den ich ja bisher für längere Ausflüge brauchte, zuhause stehen lassen. Bekannte sagen mir, das meine Aussprache bedeutend deutlicher und flüssiger geworden ist.
Da ich nach dieser kurzen Zeit schon so wesentliche Verbesserungen spüre, bin ich gespannt, was sich mit diesen Produkten noch so alles tut.

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Und noch ein Ergebnis aus der Praxis:

Mein Name ist Irene und bin 83 Jahre alt. Seit vielen Jahren leide ich an Multiple Sklerose, die Schmerzen wurden mit jedem Schub schlimmer. Da ich auch starke Herzkranzgefäßverengung, Angina Pectoris und Lungenödeme habe, machten mich die viele Medikamente, die ich nehmen mußte Immer schwächer und anfälliger.
Durch die starke Schmerzen hatte ich nicht mehr schlafen können. Zudem fiel mir alles aus der Hand, ich konnte mich fast nicht mehr alleine versorgen. Ich bekam dadurch auch starke Depressionen. Da hat mich meine Tochter durch Herrn Loyda die orthomolekulare Medizin empfohlen und ich probierte es regelmäßig . Schon bald fühlte ich mich viel wohler und schlief die Nächte ruhig durch. Die Schmerzen treten zwar noch auf, aber
nicht mehr so oft und viel schwächer als vorher. Seit einiger Zeit kann ich wieder meine Hände gebrauchen. Meine Familie kann es kaum glauben aber ich knete wieder Kuchenteig, und kann sogar nähen und sticken.

Die Lebensfreude ist völlig zurückgekehrt. Die Angewendeten Produkte habe ich auch meinem Arzt gezeigt, nachdem er die Wirkstoffe durchgelesen hat, hat er nach und nach alle meine Medikamente abgesetzt. Obwohl ich seit einem halben Jahr keinerlei Medikamente mehr einnehme, hatte ich keine neue Schübe, kein Wasser auf der Lunge und keine Herzanfälle mehr.

Peter Loyda

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Im Alltag

Leben mit Multipler Sklerose

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Freunde, Familie, ein Beruf, der Spaß macht: auch für MS-Patienten gelten die gleichen Voraussetzungen für ein glückliches, erfülltes Leben. Allerdings sollten Sie in allen Bereichen darauf achten, dass Sie sich nicht zu sehr verausgaben – sei es im Job, beim Sport oder auf Reisen.

Dabei stellt die Entwicklung der Krankheit von Patient zu Patient unterschiedliche Anforderungen, so dass man eventuell gezwungen sein wird, seine Grenzen immer wieder aufs Neue auszuloten.

Im Verlauf der Erkrankung ist es vor allem wichtig, diese zu akzeptieren, sich auf die jeweiligen Umstände einzustellen und flexibel zu bleiben. So kann es vorkommen, dass man an manchen Tagen unfähig ist, überhaupt eine Anstrengung zu überwinden. Am nächsten Tag geht es dann wieder umso leichter. Das Beste ist, seinen Tagesablauf sinnvoll zu planen, die Arbeiten zu verteilen und sich nicht zu viel vorzunehmen.

Alkohol – bei MS tabu?

„Ein Gläschen in Ehren kann niemand verwehren” – im Grunde lässt sich dieser Spruch auch auf Menschen, die an Multipler Sklerose erkrankt sind, anwenden. Bislang gibt es keinen Beweis dafür, dass Alkohol einen negativen Einfluss auf den Verlauf der MS hat. Zumal ein Glas Rotwein beim Essen oder ein Bier in der Kneipe auch für viele Menschen einen gewissen Lebensgenuss darstellt und zum gesellschaftlichen Leben dazu gehört, aus dem man sich nicht ausgeschlossen fühlen möchte.

Dennoch sollte man den promillehaltigen Getränken nur in Maßen zusprechen. Allgemein bekannt ist, dass sich größere Mengen Alkohol bei jedem Menschen negativ auf das Nervensystem auswirken, bekannt z.B. als Alkoholrausch. Und wenn bereits bestimmte Behinderungen wie Gleichgewichtsstörungen bestehen, bei MS-Kranken z.B. durch Vorschädigungen im ZNS, sollte man besonders vorsichtig im Umgang mit Alkohol sein. Denn solche Symptome können sich unter diesem Einfluss (auch dauerhaft) verstärken.

Fahrtüchtigkeit bei MS

Blick aus der Frontscheibe auf eine Autobahn

Die Diagnose Multiple Sklerose allein bedeutet nicht automatisch, künftig auf das Autofahren verzichten zu müssen. Ist der Patient in jeder Hinsicht fit, darf er auch selbst das Fahrzeug führen. Bei leichteren Behinderungen können technische Umrüstungen die Verkehrssicherheit gewährleisten.

Bei schwerwiegenden Beeinträchtigungen wie beim Auftreten von Doppelbildern oder dem Vorkommen von Koordinationsstörungen der Arme und Beine ist die Verkehrssicherheit nicht mehr gegeben. Um sich und seine Mitmenschen nicht zu gefährden, sollte man das Autofahren in diesen Fällen dringend unterlassen. Treten solche Behinderungen nur passager während eines Schubes auf, spricht nichts dagegen, nur zu pausieren und nach vollständigem Abklingen das Autofahren wieder aufzunehmen. Wer sich dennoch hinter das Steuer setzt, läuft bei einem Unfall Gefahr, einen Anteil der Schuld zugeteilt zu bekommen, selbst wenn er den Unfall nicht verursacht hat. Auch können dann Probleme bei der Schadenshaftung durch die Versicherung auftreten.

In Zweifelsfällen ist es ratsam, zunächst den Neurologen oder Hausarzt zu konsultieren. Eine frühzeitige, eigentlich als gewissenhaft anzuerkennende Beratung beim Gesundheitsamt oder einer Verkehrsbehörde könnte den negativen Effekt eines voreiligen Führerscheinentzuges und einer anschließend mühseligen Prozedur zur Wiedererlangung mit sich bringen.

Einige Institutionen, z.B. Rehabilitationskliniken, bieten eine Prüfung der Fahrtüchtigkeit an: mittels theoretischer, meist neuropsychologischer, und praktischer durch speziell geschulte Fahrlehrer durchgeführte Tests. Werden Defizite festgestellt, wird man raten, nochmal einige Fahrstunden zu absolvieren oder spezielle Hilfsmittel in das Fahrzeug zu integrieren. Sie brauchen sich nicht zu sorgen – auch hier gilt die Schweigepflicht, d.h. es werden bei negativem Ergebnis keine Hinweise an entsprechende Behörden gegeben.

Medizinische Aspekte – körperliche und geistige Einschränkungen

Technische Umbauten am Wagen erlauben heutzutage, viele der ggf. mit Lähmungen oder Bewegungseinschränkungen verbundenen Folgen von Nervenerkrankungen auszugleichen. Die rein körperliche Behinderung steht dem weiteren Gebrauch des Autos also nicht zwangsläufig im Wege.Schwieriger ist die Situation, wenn, wie es bei MS häufig vorkommt, auch geistige Fähigkeiten von der Erkrankung betroffen sind. Diese lassen sich nicht ohne weiteres durch Hilfsmittel ersetzen, und ihre Behandlung ist oft langwierig und nicht immer bis zur vollen Wiederherstellung möglich. Besonders tückisch ist jedoch, dass geistige Einschränkungen von den Betroffenen selbst in vielen Fällen erst spät und manchmal überhaupt nicht bemerkt werden. Störungen der Reaktionsgeschwindigkeit, des Auffassungsvermögens und MS-spezifische Einschränkungen der Sehfähigkeit, so Dr. Thomas Vaterrodt von der SHG Fachklinik Sonnenberg in Saarbrücken, würden von MS-Kranken im Straßenverkehr meistens nicht als störend wahrgenommen. Das zeigte sich auch in Untersuchungen zur Fahrtüchtigkeit von Patienten mit schubförmiger MS, die von der Neurologin Sylvia Kotterba am Bochumer Universitätskrankenhaus Bergmannsheil durchgeführt wurden. Obwohl sich alle von MS betroffenen Studienteilnehmer selbst für fahrtüchtig hielten, verursachten sie bei Tests in einem Fahrsimulator im Durchschnitt vier Mal so viele Unfälle wie gesunde Fahrer aus einer Kontrollgruppe und begingen drei Mal so viele Konzentrationsfehler. Darüber hinaus ergab die Studie, dass die körperliche Einschränkung der Teilnehmer keinen Einfluss auf die Unfallhäufigkeit hatte. Dem gegenüber zeigte sich ein signifikanter Zusammenhang mit Ergebnissen in Tests, die die geistige Leistungsfähigkeit erfassten. Der Umstand, dass Unfälle gehäuft bei der Simulation monotoner Autofahrten unter guten Wetterbedingungen auftraten, verweist auf die Bedeutung der Konzentrationsfähigkeit für die Testresultate.

Wie wird die Fahrtauglichkeit festgestellt?

Wenn also Verantwortungsbewusstsein erwartet wird, die Selbsteinschätzung aber täuschen kann, was können die Betroffenen dann tun, um auszuschließen, dass sie sich selbst und andere im Straßenverkehr gefährden oder bei einem Unfall ihren Versicherungsschutz verlieren? In dieser schwierigen Situation bieten staatliche Beratungsstellen, die neurologisch-verkehrsmedizinische Begutachtung und gegebenenfalls ein Fahrtest den Betroffenen Orientierung und ein beträchtliches Maß an Rechtssicherheit. Es gibt jedoch gute Gründe, sich nicht zuerst an staatliche Stellen zu wenden, sondern zunächst einen neutralen Gutachter aufzusuchen. Denn für diese besteht ,unabhängig vom Ergebnis ihrer Begutachtung,keine Meldepflicht gegenüber den Behörden. Ist die Fahrtüchtigkeit eines Patienten zum Zeitpunkt der Begutachtung durch einen Verkehrsmediziner eingeschränkt, kann er in diesem Fall allen gesetzlichen Auflagen genügen, in dem er sein Auto einfach stehen lässt, bis sich sein Zustand hinreichend gebessert hat. Im Gegensatz dazu, wäre eine entsprechende Beurteilung durch eine staatliche Stelle mit dem Verlust der Fahrerlaubnis verbunden. Sie müsste zu einem späteren Zeitpunkt mühsam neu erworben werden.Dennoch sind auch die Gutachten neutraler Stellen rechtlich verbindlich. Das bedeutet, sie schützen den Betroffenen in gewissem Umfang vor rechtlichen Konsequenzen, wenn er der Empfehlung Folge geleistet hat. Umgekehrt rät Dr. Vaterrodt allerdings auch dringend davon ab, gegen die Empfehlungen eines solchen ärztlichen Gutachtens zu handeln. Selbst wenn es der Schweigepflicht unterliege, würden Versicherer gerade bei höheren Schadenssummen dazu neigen, eine Prüfung der Verkehrstauglichkeit anzustoßen. Patienten sollten den Empfehlungen deshalb schon aus Eigeninteresse folgen. Die Begutachtung kann von allen Ärzten mit der Zusatzbezeichnung (Verkehrsmedizin) vorgenommen werden. Für MS-Patienten empfiehlt es sich, speziell einen Neurologen mit verkehrsmedizinischer Qualifikation aufzusuchen. Nach Aussage von Dr. Vaterrodt seien entsprechend ausgebildete Ärzte jedoch noch selten.Das Gutachten wird auf Grundlage neuropsychologischer Untersuchungen erstellt, so Dr. Vaterrodt. Dazu gehören Überprüfungen der Reaktionszeiten, Aufmerksamkeitsmessungen und Untersuchungen der Sehleistung sowie weiterer Fähigkeiten, die im Verkehrsalltag benötigt werden. Auch eine wirklichkeitsnahe Fahrt in einem Computer-gesteuerten Fahrsimulator kann Teil des Gutachtens sein. Nach Untersuchungen von Sylvia Kotterba besitzt eine solche Simulatorfahrt sogar die höchste Aussagekraft bezüglich der Verkehrstüchtigkeit eines Patienten. Auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse spricht der Arzt seine Empfehlung aus. Diese kann in der Bescheinigung oder Nicht-Bescheinigung der Fahrtauglichkeit bestehen. Auch eine bedingte, an Auflagen gebundene Fahrtauglichkeit kann attestiert werden. Diese könnten etwa darin bestehen, dass nur vertraute Strecken benutzt werden dürfen oder ausschließlich bei Tageslicht oder bei geeigneten Witterungsverhältnissen gefahren werden darf. Auch eine Begleitperson kann vorgeschrieben sein.

Was kostet es?

Autofahren wird vom Gesetzgeber als Teil der privaten Lebensgestaltung angesehen. Daraus folgt, dass die Kassen die Kosten der verkehrsmedizinischen Begutachtung nicht übernehmen. Diese können sich nach Angaben von Dr. Vaterrodt, an dessen Klinik in Saarbrücken neurologisch-verkehrsmedizinische Gutachten ambulant erstellt werden können, auf bis zu 400 Euro belaufen.Sei eine Basisuntersuchung erfolgt, wisse man, wo kritische Bereiche bestünden, auf die sich nachfolgende Teiluntersuchungen dann konzentrieren könnten, so Vaterrodt. Diese seien auch nicht nach jedem Schub erforderlich, sondern nur, wenn vom Patienten eine klinische Verschlechterung wahrgenommen werde.

Verbesserung der Fahrtauglichkeit

Patienten mit schubförmig verlaufender MS weisen auch bei geringer Behinderung durch die Krankheit Einschränkungen der Fahrsimulatorleistungen auf. Nach 24monatiger Gabe von Interferon beta-1a i.m. konnten in einer Studie von Dr. Kotterba und anderen allerdings deutliche Verbesserungen der Fahrtüchtigkeit erzielt werden. Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit lassen sich trainieren und durch Steigerung der körperlichen Fitness verbessern, so Dr. Vaterrodt. Des Weiteren kann gezieltes Üben im Fahrsimulator oder, in Begleitung von Fahrlehrer und Verkehrsmediziner, auf geeigneten Teststrecken die Fahrtüchtigkeit erhöhen. Dies bietet beispielsweise die SHG Fachklinik Sonnenberg in Saarbrücken an.Der Aufwand, den MS-Patienten für die Fahrt mit dem eigenen Auto leisten müssen, ist relativ hoch. Er dient jedoch ihrer eigenen Sicherheit und der aller anderen Verkehrsteilnehmer.

Beruf und Multiple Sklerose

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Eine Multiple Sklerose führt nicht zwangsläufig zur Arbeitsunfähigkeit und ist auch kein Grund für eine Kündigung oder Frühberentung. Ebenso ist niemand dazu verpflichtet, seinen Arbeitgeber über die Krankheit zu informieren. Ausnahme: Sie üben eine Tätigkeit aus, bei der das Leiden ein erhöhtes Unfallsrisiko für Sie selbst oder andere Menschen mit sich bringen könnte. Das gilt zum Beispiel für Menschen, die in großen Höhen arbeiten wie Bauarbeiter oder Dachdecker.

Die Arbeitskollegen

Was die Kollegen betrifft, so muss jeder Betroffene selbst entscheiden, ob und wem er sich anvertrauen möchte. Je nach dem Verhältnis untereinander kann das Vor- und Nachteile haben. Versteht man sich im Allgemeinen gut, so ist es meist besser, wenn einige Kollegen – vor allem diejenigen, mit denen Sie eng zusammenarbeiten Bescheid wissen. Denn dann werden sie mit hoher Wahrscheinlichkeit einfacher verstehen und mehr Verständnis für Sie aufbringen können, wenn Sie einmal nicht so gut „funktionieren” sollten oder die Krankheit bestimmte Änderungen im Arbeitsablauf erforderlich macht.

Es kommt immer ganz auf die Situation, Ihren Arbeitsplatz, auf das persönliche Verhältnis zu den Kollegen und Ihre eigene Einstellung an, ob Sie wollen, dass es jemand erfährt oder nicht. Doch das müssen Sie nicht über Nacht entscheiden, sondern können sich damit Zeit lassen. Manchmal hilft es auch weiter, wenn Sie den Kollegen mitteilen, Sie hätten etwas ähnliches wie Rheuma, also einer bekannteren Erkrankung aus einem ähnlichen Formenkreis, die aber nicht ganz so negativ oder ängstlich besetzt ist. Mit dem Ziel, dass man künftig angemessen Rücksicht auf Sie nehmen wird.

Ausbildung, Beruf und Belastbarkeit

Im Allgemeinen können MS-Patienten ihre Ausbildung oder ihren Beruf ohne größere Einschränkungen weiter ausüben – und zwar für lange Zeit. Um sich aber nicht unnötig gesundheitlichen Risiken auszusetzen, empfiehlt sich unter Umständen eine Anpassung des Tagesablaufs. So sollte man immer wieder kleine Pausen einlegen und an heißen Tagen früher nach Hause gehen. Was liegen bleibt, kann – falls möglich – an kühleren Tagen abgearbeitet werden.

Jedoch darf man dabei nie aus den Augen verlieren, dass die persönliche Belastungsgrenze irgendwann geringer werden kann – u.a. durch verstärkt auftretende Müdigkeit, welche häufig im Verlauf der Erkrankung auftritt.

Wird eine Tätigkeit ausgeübt, die zum Zeitpunkt der Diagnose bereits körperlich sehr anstrengend oder mit viel Stress verbunden ist, sollte ein Arbeitsplatzwechsel in Erwägung gezogen werden. Bei größeren Unternehmen ist dies eventuell auch firmenintern möglich. Hier kann Ihnen der Betriebsrat oder der Betriebsarzt weiter helfen.

Auch die Möglichkeit einer Umschulung sollte man sich durch den Kopf gehen lassen. Ganz unabhängig davon, ob man sich im Endeffekt für einen beruflichen Wechsel entscheidet oder nicht, sollte man sich beim Arbeitsamt oder bei diversen anderen Initiativen Informationen einholen. So lässt sich in Erfahrung bringen, was alles möglich ist. Manchmal übt man die aktuelle Arbeit ja auch gar nicht so gerne aus. Also auch hier: das Ganze positiv angehen. Und wer weiß, vielleicht kann eine solche Umschulung oder ähnliche Maßnahme sogar zu der Chance werden, endlich beruflich das zu machen, was man schon immer tun wollte. Bei Fragen in diesem Bereich kann auch eine MS-Beratungsstelle weiterhelfen.
In jedem Fall empfiehlt es sich aber, darauf zu achten, dass der neue Job keine zu großen körperlichen und seelischen Belastungen mit sich bringt.

Gibt es Einschränkungen bei der Freizeitgestaltung?

älterer Mann beim Lesen

Auch in punkto Freizeitgestaltung gilt das Motto: Leben Sie möglichst so weiter wie bisher. Treffen Sie sich mit Ihren Freunden, treiben Sie Sport oder gehen Sie ins Kino.

Sie müssen bei all dem nur darauf achten, dass Sie sich nicht überanstrengen. Das gilt vor allem in Hinblick auf körperliche Tätigkeiten, insbesondere unter starker Sonneneinstrahlung. Eine Erhöhung der Körpertemperatur kann bei MS-Kranken schneller zu einer Verschlechterung des Zustandes führen und das Auftreten von Pseudoschüben begünstigen. Andererseits ist ganz wichtig und es verbessert auch deutlich das eigene Wohlbefinden: fit bleiben und sich regelmäßig bewegen.

Gerade um psychische Tiefpunkte zu vermeiden, ist eine sinnvolle Freizeitgestaltung ungeheuer wichtig. Um möglichen Depressionen zu begegnen, empfehlen sich ferner bestimmte Therapieformen, wie eine Mal- oder Tanztherapie sowie das Erlernen von Entspannungsmethoden, zum Beispiel autogenes Training.

Viel Spaß im Urlaub!

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Für viele Menschen machen insbesondere Urlaubszeit und Reisen einen wichtigen Teil ihrer Lebensqualität aus. Denn dann gibt es Entspannung, Erholung und Ablenkung vom Alltag. Und so lange sie sich fit genug dafür fühlen, können natürlich auch MS-Patienten die Koffer packen. Damit man die schönste Zeit des Jahres aber auch richtig genießen kann, sollten dennoch einige Punkte beachtet werden.

Sonne und Strand

Nicht zu empfehlen, ist ein rascher Klimawechsel sowie das Reisen in heiße Länder mit hoher Luftfeuchtigkeit. Das gleiche gilt für anstrengende Extremurlaube wie Abenteuertrips.

Strandurlaub ist möglich, stundenlanges Sonnenbaden sollte jedoch vermieden werden. In der Mittagshitze gilt generell die Devise: Halten Sie es wie die Einheimischen! Ab in den Schatten oder einen Mittagsschlaf einlegen. Damit die Reise nicht zu anstrengend wird, empfiehlt es sich, vor der Abreise einen Ruhetag einzuplanen und den ersten Tag am Urlaubsort langsam anzugehen.

Die Vorbereitung

Für bestimmte Langzeittherapien ist es wichtig, eine entsprechende Bescheinigung des behandelnden Arztes mit sich zu führen. Auch sollte man darauf achten, genug Präparate und Zusatzmittel wie Spritzen einzupacken. Müssen die Medikamente gekühlt werden, kann die Anschaffung von Kühlaggregaten oder ähnlicher Vorrichtungen ratsam sein. Bei Flugreisen gehören Medikamente ins Handgepäck, da die klimatischen Bedingungen im Laderaum ungünstig sind, und es schließlich immer wieder mal vorkommen kann, dass die Koffer mit Verzögerung eintreffen oder gar ganz verloren gehen.

Was die Impfungen betrifft, die für Reisen in bestimmte ferne Länder erforderlich sind, empfiehlt es sich, den Rat eines Experten einzuholen.

Die Ursachen

Ursachen der Multiplen Sklerose

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Zur Lüftung des Geheimnisses um die Entstehung der Multiplen Sklerose wird weltweit intensiv geforscht. Noch ist unbekannt, welche Faktoren genau die Erkrankung zum Ausbrechen bringen. Es gibt jedoch richtungsweisende Vermutungen.

Die Mediziner nehmen an, dass die Infektion mit einem normalerweise harmlosen Virus in frühem Kindes- oder Jugendalter eine der Ursachen für die fehlgeleitete Aktivität des Immunsystems bei der MS sein könnte. Viele Erreger sind schon im Verdacht gewesen, potenziell mitverantwortlich zu sein, zuletzt Campylobacter oder das Herpes-Virus 6, auch immer wieder das Ebstein-Barr-Virus.

Allerdings – so lautet die aktuelle Meinung – geht man davon aus, dass mehrere Bedingungen und Einflüsse zusammentreffen müssen, um eine MS auszulösen. Mit den „verdächtigten” Erregern kommt fast jeder irgendwann einmal in Kontakt. Vielleicht sind es sogar mehrere Erreger, die dazu führen können. Es wird auch stark angenommen, dass die Betroffenen zusätzlich bestimmte erbliche Voraussetzungen mit sich tragen müssen. Bei der Krankheitsentstehung handelt es sich also am ehesten um ein Zusammenspiel zwischen genetischer Veranlagung, dem Kontakt mit bestimmten Krankheitserregern und vermutlich weiteren Umwelteinflüssen.

Interessant sind die Ergebnisse einiger Studien, die das MS-Erkrankungsrisiko von Auswanderern und ihren Kindern untersucht haben. So wird in einer dieser Studien berichtet, dass die MS bis 1943 auf den Faröer-Inseln praktisch unbekannt war. Erst acht bis zwölf Jahre nach der Besetzung durch britische Truppen traten dort die ersten Fälle der Erkrankung auf. So kann natürlich die Frage gestellt werden, ob womöglich bestimmte Erreger als Mitauslöser im weitesten Sinne von den Briten „mitgebracht” wurden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es sich bei der MS um eine sogenannte multifaktorielle, also durch mehrere gleichzeitig vorliegende Bedingungen ausgelöste Erkrankung handelt.

Aufbau des Nervensystems

Aufbau des Nervensystems

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Das Nervensystem mit seinen ‚Schaltzentren’ und Nerven dient dem Menschen zur Kommunikation mit seiner Umwelt. Dieses ausgeklügelte System verarbeitet unsere Sinneseindrücke, so dass das Sehen, Hören, Fühlen, Schmecken und Riechen für uns möglich wird. Zudem koordiniert es unser Handeln – z.B. unsere Körperbewegungen und -empfindungen, das Sprechen oder Denken.

Die verschiedenen Anteile des Nervensystems

Das Nervensystem lässt sich in drei große Teile untergliedern: das zentrale – (ZNS), periphere – (PNS) und autonome Nervensystem. Das ZNS setzt sich zusammen aus Gehirn, Rückenmark und Sehnerven.

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Innerhalb des Gehirns unterscheidet man drei weitere Hauptbestandteile: das Großhirn mit seiner Rinde und dem Mark, hier werden z.B. die Motorik und das Gefühlsempfinden vermittelt; dem Kleinhirn, das einen wesentlichen Anteil zur Koordination und Geschicklichkeit beiträgt und dem Hirnstamm, in dem lebenswichtige Zentren wie beispielsweise das Atemzentrum liegen.

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Das PNS besteht aus den Hirnnerven und den im Rückenmark entspringenden peripheren Nerven, die sich beispielsweise in den Armen und Beinen weiter verzweigen und Haut und Muskeln versorgen.
Bestimmte Regionen des Gehirns und Rückenmarks kann man sich als eine Art Rechenzentrum vorstellen. Sie entsenden Signale, die als Reaktion z.B. eine Handbewegung erzeugen. Genauso werden Signale empfangen, z.B. eine Berührung mit einem bestimmten Gegenstand, der darauf zusätzlich als solcher erkannt wird. Der Weiterleitung der Signale im Sinne einer Datenbahn dienen die Nervenzellen, insbesondere deren Axone und Dendriten.

Signalübertragung

Jede einzelne der Milliarden Nervenzellen ist mit unzähligen anderen Nervenzellen verbunden – und zwar durch verschiedene Zellfortsätze, den Axonen und Dendriten. Über die Nervenzellen werden elektrische Impulse weitergeleitet. Zwischen den Nervenzellen findet die Kommunikation und Weiterleitung der eintreffenden Impulse über die so genannten Synapsen statt. Synapsen sind spezielle Verbindungsstellen.

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Die elektrischen Impulse werden mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 Metern pro Sekunde weitergeleitet. Dabei sind sie – ähnlich wie elektrische Kabel – von einer Isolierschicht umgeben, der Mark- oder Myelinscheide. Sie wird im Gehirn von den Oligodendrozyten, in den peripheren Nerven von den Schwannschen Zellen gebildet. Erst durch diese Myelinschicht werden die hohen Leitungsgeschwindigkeiten der Nerven möglich.

Wo liegen die Herde bei der Multiplen Sklerose?

Da Myelin im Gegensatz zu den grauen Nervenzellen heller aussieht, bezeichnet man die Bereiche im ZNS, durch die die Nervenfasern laufen, auch als weiße Substanz. Die Kerngebiete erscheinen eher grau. Im Gehirn bildet die graue Substanz die Rinde, die die weiße umschließt, im Rückenmark bildet sie das Zentrum. In der weißen Substanz laufen die Entzündungsprozesse der Multiplen Sklerose ab. Da viele verschiedene Bereiche des ZNS betroffen sein können, sind auch die Symptome überaus vielfältig.

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Im Prinzip können bei der MS in allen Bereichen des ZNS Entzündungen auftreten. Es sind aber vor allem die Sehnerven, das Rückenmark, der Hirnstamm und das Marklager um die Ventrikel betroffen, welches zwischen Hirnrinde und Hirnkammern liegt. Und auch hier existieren wieder scheinbar besonders prädestinierte Regionen: Das Mark um die Pole der Ventrikel, im so genannten Steinerschen Wetterwinkel, oder im Rückenmark im Bereich des Halses und der Lendenwirbelsäule. Ein Erklärungsmodell lautet, dass das Rückenmark an diesen Stellen mechanisch besonders belastet wird, bzw. an den Polen der Ventrikel der Liquor einen besonders hohen Druck ausübt.

Der Verlauf

Verlaufsformen der Multiplen Sklerose

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Die Krankheit verläuft individuell zwar sehr verschieden, dennoch lassen sich typische Verlaufsformen herauskristallisieren, die im Prinzip in allen Kombinationen auftreten können.
Man unterscheidet grob: den Krankheitsschub und die Progredienz, die das kontinuierliche Fortschreiten der bestehenden Krankheitsymptomatik bezeichnet. Die Schübe können sich vollständig oder unvollständig zurückbilden (= remittieren; Rückbildung: Remission).

Die häufigsten Verlaufsformen

Der schubförmig remittierende Verlauf zeichnet sich durch das plötzliche Auftreten von Krankheitssymptomen aus, die sich vollständig oder unvollständig zurückbilden. In letzterem Falle können Behinderungen zurückbleiben. Diese rein schubartige Form ist die zweithäufigste und besteht bei etwa 20% der Betroffenen. Drei Viertel der Patienten erleiden innerhalb von fünf Jahren einen nächsten Schub

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Leider bleibt es nicht immer bei diesem Krankheitsverlauf. Bei einem Teil der Patienten geht die Multiple Sklerose in eine (sekundär) chronisch progrediente Verlaufsform über, während dieser es aber zusätzlich zu abgrenzbaren Schüben kommen kann. Diese Verlaufskombination ist die häufigste. Die Beschwerden gehen im Verlauf oft immer unvollständiger zurück, was zu einer Zunahme der Behinderungen führt.

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Die progrediente Form liegt wiederum bei 20% der Patienten von Beginn ihrer Erkrankung an vor: der so genannte primär chronisch progrediente Verlauf. Die Hälfte der Erkrankten erlebt währenddessen keine Schübe.
Das Adjektiv chronisch beschreibt es schon: Merkmal dieser Stufe ist die permanente, schleichende Verschlechterung des Krankheitsbildes. Während dieses Stadiums heilen die bestehenden Symptome im Verlauf immer unvollständiger ab, die bleibenden Behinderungen nehmen stetig zu.

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­Man hat festgestellt, dass die MS bei jungen Patienten überwiegend schubförmig, bei Patienten im Alter über 40 Jahre häufiger mit einer chronisch-progredienten Form beginnt.
Bei Frauen tritt der schubförmige Verlauf doppelt so häufig auf, Männer wiederum sind häufiger von einem chronisch-progredienten Verlauf betroffen.

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Doch auch wenn der Arzt die jeweilige Verlaufsform, in der sich sein Patient befindet, definieren kann, so ist es ihm dennoch nicht möglich den weiteren Krankheitsverlauf individuell vorherzusagen. Es gibt Wahrscheinlichkeiten, die sich in den oben beschriebenen Häufigkeiten widerspiegeln. Diese Entwicklungen können aber nicht zur Regel gemacht werden: Die MS kann jederzeit in der bestehenden Form „stehen bleiben” – entweder für längere Zeit, selten auch für immer.
Allgemein erleben die meisten Betroffenen eine lange Phase, in der sich Schübe, Verbesserungen und Verschlechterungen des Zustandes abwechseln.

Aber auch die Art der Beschwerden ändert sich während der Krankheit. Patienten berichten in späteren Stadien beispielsweise vermehrt über Gang- und Gleichgewichtsstörungen, Gefühlsstörungen, starke Müdigkeit oder über Schwächegefühl in den Beinen. Zu den weiteren Symptomen gehören u.a. Störungen beim Wasserlassen, Koordinationsstörungen der Arme oder Beine sowie Schmerzen.

Man spricht von einem neuen Schub, wenn:

  1. sich innerhalb von Stunden oder Tagen neue Krankheitszeichen entwickeln, welche mindestens 24 Stunden lang anhalten, oder
  2. seit dem letzten Schub mindestens ein Monat vergangen ist und „alte” Symptome erneut oder ganz neue auftreten
  3. die Symptome sich zwar relativ schnell entwickeln, d.h. über Tage oder auch Wochen, nicht aber von einer Sekunde auf die nächste!

Ursache eines solchen Schubes ist die Bildung neuer Entzündungsherde oder eine erneute Aktivierung schon früher aufgetretener Plaques, die dem Patienten in der Zwischenzeit keine Beschwerden mehr gemacht haben.
In der Regel halten die Symptome, die während eines Schubes auftreten, einige Wochen bis Monate an und bilden sich im Allgemeinen von alleine wieder zurück. Bleiben sie bestehen, so bedeutet dies für den Patienten meist eine fortschreitende Beeinträchtigung seiner Körperfunktionen – oft über einen Zeitraum von mehreren Jahren.

Von einem echten Schub abzugrenzen ist der so genannter Pseudoschub. Hierbei kommt es nicht zu neuen Entzündungen im Gehirn oder Rückenmark und damit einer wieder aufflammenden Krankheitsaktivität der Multiplen Sklerose.
Bestimmte Lebensumstände, beispielsweise ein fiebriger Infekt, führen in diesem Moment dazu, dass bereits bestehende Plaques sozusagen „wieder gereizt” werden. Bis dahin hatten sie ein Rückbildungsstadium erreicht, so dass die Betroffenen während ihres normalen Alltags nichts mehr bemerken. Die ehemals durch die Plaques bedingten Beschwerden sind kompensiert und werden nicht mehr wahrgenommen. Durch bestimmte „außergewöhnliche” Zustände, z.B. Erhöhung der Körpertemperatur (z.B. Fieber, heißes Bad, Sauna) oder Stress, kommt es zu einer plötzlichen Zunahme der Auswirkungen alter Krankheitsläsionen. Wahrscheinlich beruht dieses Phänomen auf Veränderung der elektrischen Leitfähigkeit der Nervenzellen.

Was ist das?

Was ist eigentlich eine MS?

Röntgenbild des Gehirnes

Die MS ist die häufigste chronisch entzündliche Erkrankung des Nervensystems und nach der Epilepsie die zweithäufigste neurologische Krankheit, die im frühen und mittleren Erwachsenenalter zu Störungen führt. Bei diesem Leiden kommt es an unterschiedlichen Stellen des zentralen Nervensystems (im Gehirn, an den Sehnerven oder im Rückenmark) zu Entzündungen. Diese Entzündungen hinterlassen häufig kleine Narben. Die MS-Herde werden auch Plaques genannt. Durch die Plaques kann die Funktion der Nerven, elektrische Impulse weiterzuleiten, verschieden stark gestört werden.

Vieles ist typisch

Im Prinzip können Entzündungen an jeder Stelle des Zentralen Nervensystems (ZNS) auftreten. Allerdings existieren bestimmte Regionen im Gehirn, an denen sie für die MS typisch besonders häufig gefunden werden. Auch für das Rückenmark lassen sich typische Befallsmuster abgrenzen.
Mit den verschiedenen Lokalisationen ist die Palette der Symptome sehr vielfältig, abhängig von dem betroffenen Hirn- oder Rückenmarksareal und damit im weitesten Sinne der von dort gesteuerten Körperfunktion.
Viele Patienten berichten anfangs von einem Gefühl, als würden Ameisen über ihre Beine laufen, andere klagen über Sehstörungen, Kraftminderung in den Extremitäten oder Gleichgewichtsstörungen. Manche der Betroffenen leiden unter Beschwerden, mit denen andere nie konfrontiert werden. Einige Symptome treten häufig, andere wiederum sehr selten auf.

Charakteristisch für einen Schub bilden sich die Symptome zumindest zu Beginn der Erkrankung meist vollständig wieder zurück. Im Verlauf der Erkrankung kommen häufig andere Beschwerden hinzu – wie Müdigkeitserscheinungen oder Blasenstörungen.

In den meisten Fällen tritt die Multiple Sklerose im frühen Erwachsenenalter erstmalig auf. Klassisch ist ein Verlauf in Schüben, d.h. es können auch sehr lange Phasen ohne irgendwelche Krankheitszeichen vergehen. Die Ursachen für die Entstehung der Krankheit sind bislang nicht geklärt, es existieren aber verschiedene Hinweise und Theorien dazu.

Immer noch gilt MS als nicht heilbar – aber die Krankheit ist vor allen Dingen auch mit der orthomolekularen Medizin ( siehe unter Allgemein hier im Blog ) behandelbar!