Herzinfarkt/Bypass
Herzinfarkt – Symptome
Bei einem Herzinfarkt treten die ersten Anzeichen und Symptome häufig schon frühzeitig auf. Viele der Infarktpatienten in Deutschland werden zuvor bereits wegen Herzbeschwerden behandelt oder stehen unter ärztlicher Aufsicht. Bei vielen werden Gefäßerweiterungen (Herzkatheter-Dilatationen) oder Operationen zur Überbrückung eines verengten oder verschlossenen Herzkranzgefäßes durch eine körpereigene Vene oder Arterie (Bypass-Operationen) durchgeführt. Bei rund 20 Prozent der Betroffenen, meist ältere Personen oder Diabetiker, liegt ein sogenannter stummer Herzinfarkt vor, das heißt, der Infarkt wird nicht bemerkt.
Typische Symptome des akuten Herzinfarkts sind:
- länger als fünf Minuten anhaltende heftige Schmerzen oder starker Druck in der Brust, ausstrahlend in Schulter, Arm, Unterkiefer oder Oberbauch
- stärkere Schmerzen als bei der Brustenge (Angina pectoris), die sich nicht durch die Einnahme von Nitratspray bessern (wichtige Unterscheidung zum Angina pectoris-Anfall)
- Unruhegefühl bis hin zu Todesangst
- kalter Schweißausbruch und Blässe
- Übelkeit und Erbrechen
- Atemnot
Die Betroffenen sind ängstlich und versuchen, die Schmerzen durch Bewegung zu lindern. Bei einem Angina pectoris-Anfall verhalten sich Betroffene hingegen ruhig, da sie befürchten, die Beschwerden durch körperliche Anstrengung zu verstärken.
Meist treten Herzinfarkte in den sehr frühen Morgenstunden auf. Dabei gehen einem Infarkt oft die folgenden Anzeichen voraus:
- Brustenge-Gefühl
- Schmerzen in der linken Schulter, im linken Arm
- Halsschmerzen bis zum Unterkiefer
- gelegentlich Bauchschmerzen und/oder Übelkeit oder Unwohlsein
- Schwächegefühl, Angst
- häufig niedriger Blutdruck
Herzinfarkt – und die orthomolekulare Medizin
Erfahrungsbericht aus der Praxis vom 11.02.2003:
Am 5 November 2002 bekam ich kaum mehr Luft. Nach einem Hausarztbesuch musste ich zum Internisten. Nach der Untersuchung wurde festgestellt, dass die Lunge voller Wasser war, was dazu führte, dass das Herz die Luft nicht mehr herbringt. Das heißt Herzkatheter, mein Arzt sagte: “Sie brauchen mindestens einen Bypass, ansonsten müssten die Adern erweitert werden”. Gleichzeitig lernte ich die Anwendungen durch die orthomolekulare Medizin kennen und habe die trotz anfänglicher Skepsis ausprobiert. Am 21. Januar 2003 ging ich dann wieder zum Internisten, und der konnte sich davon überzeugen wie gut es mir bereits ging, aber er glaubte mir nicht und schickte mich am 24. Januar 2003 ins Klinikum Bamberg, wo ich von Prof.Dr. Kunkel untersucht wurde. Er fragte mich nach der Untersuchung, warum ich überhaupt hier bin. Ich habe Adern wie ein junges Mädchen, nur meine Herzkranzgefäße sind sehr entzündet, damit muß ich leben.
Ich dachte es gibt keine Wunder, aber wenn es so weiter geht, mit meinem Herzen, dann bin ich das klassische Wunderkind.
Ich kann nur jeden zu dieser Anwendung raten, ob zur Vorbeugung oder bei einer Krankheit.
Waltraud Mosner
Peter Loyda
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Herzinfarkt – Diagnose
Ein Herzinfarkt lässt sich in erster Linie klinisch diagnostizieren. Das bedeutet, dass der Arzt die Diagnose anhand der vorliegenden Beschwerden stellt Jedoch können – insbesondere bei Frauen – die typischen Symptome fehlen.
Von entscheidender Bedeutung bei der Diagnose eines Herzinfarkts ist das EKG (Elektrokardiogramm), mit dem die Herzstromkurve gemessen wird. Das EKG liefert Hinweise, wo sich der Infarkt befindet (z.B. Herzvorderwand oder Herzhinterwand). Außerdem lässt sich ablesen, ob ein frischer Infarkt vorliegt oder der Infarkt bereits längere Zeit zurückliegt.
Enzymdiagnostik
Das abgestorbene Herzmuskelgewebe setzt Eiweiße (Enzyme) frei, die im Blut nachgewiesen werden können (sog. Enzymdiagnostik). Eines dieser Enzyme ist die Kreatinkinase (CK). Die Kreatinkinase kommt vor allem in den Muskeln und im Gehirn vor. Im Herzmuskel existiert eine bestimmte Art der Kreatinkinase (CK-MB). Wenn Zellen des Herzmuskels zum Beispiel nach einem Infarkt absterben, wird dieses Enzym verstärkt freigesetzt und kann im Blut nachgewiesen werden.
Für einen Schnelltest, mit sich ein Herzinfarkt nach wenigen Stunden feststellen lässt, sind die Herzmuskelproteine Troponin I oder T geeignet. Bei Schäden des Herzmuskelgewebes lassen sie sich im Blut nachweisen.
Hinweise auf Risikofaktoren
Weitere Blutwerte – wie zum Beispiel ein erhöhter Cholesterinspiegel – weisen auf mögliche bestehende Risikofaktoren hin. Mithilfe eines besonders schnellen Computertomographie-Geräts, dem sogenannten EBT (Electron Beam Tomography), lassen sich Kalkablagerungen in den Koronargefäßen ohne einen Eingriff darstellen.
Herzinfarkt – Ursachen
Eine der häufigsten Herzinfarkt-Ursachen sind verkalkte Gefäße (Arteriosklerose). Aufgrund von Ablagerungen an den Wänden der Blutgefäße (Arterien) reicht der Blutfluss oft kaum aus, um den Herzmuskel mit Blut und Sauerstoff zu versorgen. Diese Durchblutungsstörung des Herzens heißt Koronare Herzkrankheit. Ist das Gefäß völlig verstopft, kommt es zu einem Herzinfarkt. Verschiedene Faktoren begünstigen, dass die Gefäße verkalken.
Die Risikofaktoren sind dieselben wie bei der koronaren Herzerkrankung:
- Lebensalter
- Rauchen
- Cholesterinerhöhung im Blut
- Bluthochdruck (Arterielle Hypertonie)
- Diabetes mellitus
- Übergewicht, Fettleibigkeit (Adipositas)
- Stress
- Bewegungsmangel
- Erbliche Faktoren
Herzinfarkt – Definition
Bei einem Herzinfarkt (Myokardinfarkt, Herzmuskelinfarkt) verschließen die Herzkranzgefäße (Koronararterien), die das Herz mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgen. Das Herzmuskelgewebe wird nicht mehr ausreichend durchblutet und stirbt ab.
Entstehung
Meistens ist der Grund für einen Gefäßverschluss eine starke Gefäßverengung (Stenose) mit Ausbildung einer Thrombose. Bei einer Thrombose verschließt ein Blutgerinnsel (Thrombus) ein Blutgefäß. Blutgerinnsel entstehen in der Regel durch Schäden an der Gefäßwand, denen eine Arterienverkalkung (Arteriosklerose) zugrunde liegt. Blutplättchen lagern sich an den beschädigten Stellen ab und bilden schließlich ein Blutgerinnsel. Dieses verstopft das Gefäß, sodass kein Blut mehr hindurchfließen kann. Die Sauerstoffversorgung eines Teils der Herzmuskulatur bricht ab. Die Folge ist ein akuter Herzinfarkt.
Typen
Es gibt verschiedene Typen von Herzinfarkten. Folgende Arten werden unterschieden:
- Vorderwandinfarkt
- Hinter- und Seitenwandinfarkt
- Scheidewandinfarkt (Septuminfarkt)
- Kombinationsinfarkte
Bei Verdacht auf einen Infarkt, sollte so schnell wie möglich eine Therapie erfolgen. Ist dies nicht der Fall, wird die mit Blut unterversorgte Herzregion irreparabel geschädigt. Etwa die Hälfte aller Herzinfarktpatienten in den westlichen Industrienationen überlebt den Infarkt. Die meisten Infarkte betreffen die Muskulatur der linken Kammer.
Häufigkeit
Der Herzinfarkt ist die häufigste Todesursache in den westlichen Industriestaaten. Etwa 21 Prozent der Deutschen sterben an den Folgen eines Herzinfarkts.
Bei der Häufigkeit gibt es von Land zu Land deutliche Unterschiede. Während in Japan beispielsweise auf 100.000 Einwohner weniger als 100 Infarktpatienten kommen, liegt die Zahl der Fälle in Deutschland und in Nordeuropa bei etwa 300 pro 100.000 Einwohner.
Auch zwischen Männern und Frauen gibt es Unterschiede. Männer sind häufiger von einem Herzinfarkt betroffen als Frauen. Bei ihnen tritt der Herzinfarkt nicht nur öfter, sondern auch wesentlich früher auf. Dahingegen ist für Frauen das Risiko, an den Folgen eines Herzinfarkts zu sterben, höher als für Männer. Der Grund dafür ist nicht nur das durchschnittlich höhere Alter der Betroffenen: Auch beim Vergleich gleichaltriger männlicher und weiblicher Betroffener ist die Sterblichkeit der Frauen höher. Das erhöhte Risiko lässt sich möglicherweise durch die bei Frauen oft auftretenden untypischen Symptome wie Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen erklären. Oft werden die Symptome falsch gedeutet und der Herzinfarkt zu spät erkannt.
Herzinfarkt – Überblick
Ein Herzinfarkt (Myokardinfarkt) entsteht, wenn sich eines der drei großen Herzkranzgefäße (Koronararterien) oder ein Gefäßast verschließt. Diese Gefäße versorgen das Herz mit Sauerstoff und Nährstoffen.
Bei einem Herzinfarkt verstopft ein Blutgerinnsel (Thrombus) eines der Gefäße. Aus diesem Grund kann das Blut nicht mehr zirkulieren. Das Herz wird nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Die Unterversorgung führt zu einer Schädigung des Herzmuskelgewebes – ein Teil des Gewebes stirbt ab.
Ist die Durchblutung des Herzmuskels aufgrund verengter Herzkranzgefäße gestört, sprechen Mediziner von Koronarer Herzkrankheit (KHK). Risikofaktoren wie erhöhte Blutfette, Diabetes mellitus, Rauchen, Übergewicht, Bluthochdruck oder Stress begünstigen einen Herzinfarkt.

Typisch für einen Herzinfarkt ist der anhaltende heftige Brustschmerz, der in den linken Arm ausstrahlt. Die Beschwerden können bei einem Herzinfarkt aber auch geringer sein oder ganz ausbleiben (sog. stummer Herzinfarkt). Besonders bei Frauen fehlen häufig die typischen Anzeichen eines Herzinfarkts. Für die Heilungsaussichten ist es bei einem Herzinfarkt entscheidend, sofort einen Notarzt zu verständigen und den Betroffenen schnell ins Krankenhaus zu bringen.
In den ersten Stunden nach dem Herzinfarkt gibt es zwei Möglichkeiten, um zu verhindern, dass die unterversorgten Herzmuskelzellen absterben: Zum einen können Ärzte Medikamente verabreichen, die das Blutgerinnsel auflösen, sodass das Gefäß wieder durchblutet wird (medikamentöse Thrombolysetherapie). Zum anderen kann das verschlossene Gefäß mithilfe eines Herzkatheters aufgedehnt werden.
Mittels eines EKGs (Elektrokardiogramm) wird die Herzstromkurve gemessen, an der Fachleute ablesen können, ob und wann ein Herzinfarkt eingetreten ist. Außerdem gibt das abgestorbene Herzmuskelgewebe nach einem Herzinfarkt bestimmte Eiweiße (sog. Herzenzyme) ans Blut ab. Diese lassen sich durch eine Laboruntersuchung nachweisen.
Da nach einem Herzinfarkt Komplikationen auftreten können, muss der Betroffene auf der Intensivstation überwacht werden.
Jeder kann einem Herzinfarkt vorbeugen, indem er gesund lebt. Das bedeutet: Vermeiden Sie mögliche Risikofaktoren wie Rauchen oder Übergewicht und lassen Sie bestehende Grundkrankheiten wie Bluthochdruck optimal behandeln.
