Cellulite ( Orangenhaut )
Cellulite (Orangenhaut)
Cellulite (Orangenhaut)
Allgemeines
Cellulite (Orangenhaut) ist der Albtraum vieler Frauen. Wer sie hat, versucht häufig mit vielen Mittelchen und Methoden, sie wieder loszuwerden. Dabei ist die Cellulite genaugenommen kein medizinisches, sondern viel eher ein kosmetisches Problem. Andere Schreibweisen des Dellenphänomens sind Zellulite, Zellulitis oder Cellulitis.

Jahrhundertelang hatte sich niemand um Cellulite an Frauenbeinen geschert, sie gehörte einfach zur Frau dazu. Erst etwa seit den 1960ern Jahren gerieten die weiblichen Beine immer mehr in den Blickpunkt, ausgelöst durch immer kürzer werdende Beinkleider, wie zum Beispiel den Minirock. Seitdem avancierten die delligen Stellen an den Oberschenkeln bei vielen immer mehr zum ästhetischen Störfaktor.
Im Grunde ist Cellulite jedoch ein ganz normales Attribut des weiblichen Körpers. Anders bei Männern: Sie sind mehr oder weniger cellulitefrei. Ursache hierfür sind bestimmte anatomische Faktoren, die sich bei Männern und Frauen unterscheiden. Im Vergleich zu Männern ist die Haut bei Frauen messbar dünner, während gleichzeitig das Bindegewebe lockerer verbunden ist. Der weibliche Körper lagert Fettdepots vor allem an Gesäß, Hüfte, Oberschenkel und Bauch an. Durch das lockere Bindegewebe können sich die (oft auch vergrößerten) Fettzellen bei Frauen leichter durch das Bindegewebe nach oben schieben – diese sind in der Folge als dellige Erhebungen der Haut sichtbar. Da Männer eine dickere Haut und ein festeres Bindegewebe haben, können die Fettzellen bei ihnen nicht so leicht nach oben gedrückt werden. Die Haut wirkt deshalb bei Männern glatter. Dennoch können sie ebenfalls Cellulite bekommen, wenn auch deutlich seltener als Frauen.
Bei Frauen mit Cellulite führen die vergrößerten Fettzellen oft auch dazu, dass die feinen Blutgefäße im Gewebe, die für die Mikrozirkulation wichtig sind, abgedrückt werden. Das führt zu einer schlechteren Durchblutung des Gewebes, einem langsameren Stoffwechsel und einem verringerten Lymphabfluss. Da das Gewebe schlecht durchblutet wird, ist die Körpertemperatur in den Cellulite-Bereichen oft spürbar niedriger: Die Haut fühlt sich hier viel kühler an.
Es gibt verschiedene Faktoren, die die Entstehung einer Cellulite begünstigen, wie zum Beispiel:
- Übergewicht
- zu wenig Bewegung
- Vorkommen von Cellulite in der Familie
- niedriger Blutdruck (Hypotonie)
- Bindegewebsschwäche
- Venenerkrankungen
- Durchblutungsstörungen
- Hormonveränderungen
| Für Cellulite muss man jedoch nicht zwangsläufig ein paar Pfunde mehr auf den Hüften haben: Auch schlanke Frauen sind von Cellulite betroffen. |
Aus ärztlicher Sicht sind bei der Cellulite-Behandlung vor allem folgende Punkte wichtig:
- Die Fettschicht unter der Haut verringern und das Bindegewebe zur Neubildung anregen.
- Die Lederhaut (Dermis) stärken und elastischer machen.
- Den Lymphabfluss und die Durchblutung des Gewebes (Mikrozirkulation) verbessern
- Bei sehr starken Dellen: die Bindegewebsstränge unter der Haut chirurgisch lösen (z.B. mithilfe der Subzision).
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Schweregrade
Cellulite (Orangenhaut) kann sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Während manche Frauen nur wenige dieser “Hautdellen” haben, welche auch nicht immer zu sehen sind, haben andere sehr starke Dellen. Je nach Erscheinungsbild kann man die Cellulite in verschiedene Schweregrade einteilen:
- Schweregrad 0: Es ist keine Cellulite zu sehen, die Haut ist glatt und straff.
- Schweregrad 1: Es ist leichte Cellulite vorhanden, die man jedoch hauptsächlich sieht, wenn man die Haut am Oberschenkel zusammenkneift (sog. Kneiftest). Cellulite ersten Grades wird häufig nur von den betroffenen Frauen selbst bemerkt, nicht jedoch von anderen.
- Schweregrad 2: Die wellige, unregelmäßige Cellulite-Haut ist deutlich und vor allem im Stehen zu sehen und auch für andere erkennbar. Im Liegen wirkt die Haut glatt bzw. fällt die Cellulite nicht weiter auf.
- Schweregrad 3: Die Cellulite ist sehr stark. Die typischen Dellen und Vertiefungen sind sowohl im Stehen als auch im Liegen zu sehen. Die Haut ist möglicherweise druckempfindlich und schmerzhaft.
Zeigt sich die Orangenhaut beim Kneiftest mit deutlichen Dellen und Erhebungen, spricht man auch vom Matratzenphänomen oder einer Matratzenhaut, weil die Hautstruktur einer abgesteppten Matratze ähnelt.
Fettzellen
Ursache der Cellulite (Orangenhaut) ist, dass sich die Fettzellen des Unterhautfettgewebes durch das Bindegewebe hindurchdrücken und zu den typischen Hautdellen führen. Da bei Frauen das Bindegewebe lockerer ist als bei Männern, ist Cellulite vor allem ein Frauenproblem.
Das Fettgewebe ist bei Frauen und Männern über den gesamten Körper verteilt und hat unterschiedliche Funktionen. Im Bereich der Unterhaut (Unterhautfettgewebe) dient es insbesondere dazu, Energie zu speichern. Bindegewebsfasern umlagern die Fettzellen und fassen diese läppchenartig zusammen. Aus dem Blut nehmen die Fettzellen Fett entweder in Form von Lipiden auf oder sie wandeln Kohlenhydrate aus dem Blut in Lipide um. So kann das Fett dort als Vorrat für Zeiten mit wenig Nahrung gespeichert und wieder abgebaut werden. Fettaufbau und -abbau werden sowohl über Hormone als auch über das Nervensystem reguliert.
Der weibliche Körper baut Fettpolster dabei deutlich leichter auf als ab. Insbesondere an den typischen Problemzonen wie Bauch, Beinen und Po sind die Fettpolster bei ihnen nur schwer wegzubekommen. Viele Frauen haben dies bestimmt schon im Diät-Selbstversuch leidvoll feststellen müssen. Wer Cellulite bekämpfen will, braucht deshalb Durchhaltevermögen.
Dass die Fettpölsterchen bei Frauen so schwer schmelzen, hat seine Ursache in den Fettzellen dieser Problemzonen. Die Fettzellen im Unterhautfettgewebe dieser Körperbereiche besitzen auf ihrer Oberfläche nämlich viel mehr Bindestellen (Rezeptoren) für Hormone, die den Fettabbau hemmen, als für Hormone, die einen Fettabbau starten. Zum Vergleich: In anderen Regionen des weiblichen Körpers sowie bei Männern tragen die Fettzellen fünfmal weniger dieser Fettabbau-hemmenden Rezeptoren. Deshalb schmilzt das Fett bei Frauen in anderen Körperregionen schneller und der Fettabbau fällt Männern generell leichter.
Cellulite bekämpfen

Da Cellulite (Orangenhaut) im Prinzip kein krankhafter Zustand, sondern ein natürliches Phänomen der weiblichen Hautstruktur ist, gibt es keine Therapie im eigentlichen Sinn. Dennoch kann eine starke Cellulite das persönliche Wohlbefinden stark stören und viele Frauen versuchen daher, sie zu bekämpfen. Viele Arzt-Praxen, Kosmetik-Institute oder Fitnessstudios bieten zu diesem Zweck inzwischen verschiedenste Methoden und Geräte an, die die Cellulite verringern sollen. Wie wirksam diese sind, ist oft noch nicht hinreichend durch Studien geklärt.
Einige der Cellulite-begünstigenden Faktoren, wie Übergewicht, falsche Ernährung oder Bewegungsmangel, lassen sich gut in Angriff nehmen. Um Cellulite zu bekämpfen und vorzubeugen, ist vor allem ein Mix aus den Bereichen Sport, Ernährung und Massagen ideal.
Insbesondere Cellulite im ersten Stadium kann sich noch relativ leicht zurückbilden. Sichtbare Verbesserungen von heute auf morgen sind jedoch eher utopisch. Wichtig ist deshalb, dass Sie kontinuierlich etwas gegen die Cellulite tun, wenn Sie Erfolg haben wollen. Auch nachdem die Cellulite verringert wurde, sollten Sie die Kombination aus den verschiedenen Maßnahmen fortführen, um einer neuen Verstärkung der Cellulite vorzubeugen. Mit den folgenden Tipps gegen Cellulite lässt sich das optische Erscheinungsbild verbessern.
Gewichtsabnahme
Hängt die Orangenhaut mit bestehendem Übergewicht zusammen, so kann eine Gewichtsabnahme dabei helfen, die Cellulite zu bekämpfen. Die Cellulite lässt sich dadurch oft deutlich verbessern. In einzelnen Fällen kann sich die Orangenhaut durch den Gewichtsverlust jedoch auch verschlechtern.
Sport gegen Cellulite
Wer Sport gegen Cellulite treiben will, sollte es am besten mit Sportarten probieren, die die betroffenen Körperregionen, also vor allem die Beine trainieren. Empfehlenswert sind deshalb Ausdauersportarten wie zum Beispiel Joggen, Radfahren oder Schwimmen, aber auch Aquafitness kann helfen. Diese Sportarten verbessern die Durchblutung und den Lymphfluss des Gewebes und regen den zellulären Stoffwechsel an.
Cellulite und Ernährung
Wer Cellulite hat, weil er übergewichtig ist, kann mit einer ausgewogenen Ernährung, die alle notwendigen Nährstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe enthält, schon einiges erreichen. Nur leider ist es so das es alleine über die Nahrung nicht leicht ist, diese Nährstoffe in ausreichender Menge dem Körper zuzuführen. Die orthomolekulare Medizin bietet hier eine Hilfe die man nicht unterschätzen sollte. Denn diese hilft, das Gewicht zu verringern und neue Fettpölsterchen gar nicht erst entstehen zu lassen. Und ganz nebenbei tun Sie auch Ihrer Gesundheit etwas Gutes.
Massagen, Lymphdrainagen & Co.
Bei Cellulite ist das Gewebe oft schlecht durchblutet und die Lymphflüssigkeit kann nur ungenügend abtransportiert werden. Massagen und Lymphdrainagen können den Blut- und Lymphfluss wieder in Schwung bringen und dadurch zur Verringerung der Cellulite beitragen. Aber auch einfaches Wechselduschen kann helfen: Der Wechsel von Warm und Kalt fördert ebenfalls die Durchblutung und kann die Haut straffer wirken lassen.
Anti-Cellulite-Cremes
Anti-Cellulite-Cremes gibt es viele. Einige enthalten Stoffe, die die Durchblutung fördern sollen. Andere versuchen, direkt in den Stoffwechsel der Fettzellen einzugreifen. Fraglich ist jedoch, ob diese Cremes tatsächlich bei Cellulite einen sichtbaren Erfolg bringen. Die Wirksamkeit vieler der hierfür angepriesenen Wirkstoffe ist bis jetzt nicht eindeutig nachgewiesen. Eine Untersuchung der Stiftung Warentest kommt zu dem Ergebnis, dass Anti-Cellulite-Cremes, egal wie teuer, nicht gegen Orangenhaut helfen.
Eine Ausnahme bilden möglicherweise Anti-Cellulite-Cremes mit hohen Konzentrationen an Retinol, einer Form des Vitamins A. Ab Konzentrationen von mindestens 0,3 Prozent und täglich über ein halbes Jahr lang angewendet, zeigt sich laut einer Studie eine Verbesserung der Cellulite. Retinol soll die Glättung der Haut fördern, indem es die Kollagenproduktion anregt. Und hier gibt es es sehr wirkungsvolle Hilfe aus der orthomolekularen Medizin. Zum einen die Behandlung die in den oberen Hautschichten seine Wirkung entfaltet und zum anderen von innen, damit auch die unteren Hautschichten erreicht werden.
Ein anderes Problem ist, dass die Wirkstoffe von Anti-Cellulite-Cremes sehr tief in die Haut eindringen müssten, um gegen die Cellulite zu wirken – nämlich bis zum Unterhautfettgewebe. Laut aktueller Gesetzeslage dürfen kosmetische Cremes jedoch eigentlich nur auf der Haut und Schleimhaut wirken. Das heißt Anti-Cellulite-Cremes, die tatsächlich bis ins Unterhautfettgewebe vordringen können, dürfen genaugenommen gar nicht als Kosmetika verkauft werden. Denn hier besteht die Gefahr, dass die Wirkstoffe auch ins Blut gelangen und sich somit im Körper verteilen können. Die Frage, ob die in den Cremes wirksamen Stoffe möglicherweise ins Blut gelangen, wird in vielen Studien nicht geklärt.
Vorsicht bei Besenreisern und Krampfadern
In puncto Anti-Cellulite-Cremes sollten Sie vorsichtig sein, wenn bei Ihnen Beschwerden wie Besenreiser oder Krampfadern vorliegen. Denn die meisten Anti-Cellulite-Cremes fördern die Durchblutung – das kann bei Betroffenen zu einer nicht erwünschten Erweiterung der Blutgefäße in den Beinen führen.
Wenn auch Sie die Erfolge der orthomolekularen Medizin an sich selbst erfahren wollen, melden Sie sich doch umgehend bei mir!
Ihrer Gesundheit zur Liebe! Denn Gesundheit ist kein Zufall…
