Asthma
Asthma – und die orthomolekulare Medizin
Anwenderbericht aus der Praxis:
Ich heiße Karin Windhorst, bin 44 Jahre alt, verheiratet und habe 2 Söhne.
Mit Beginn der Pubertät wurde ich leider auch zum Allergiker: Heuschnupfen, Tierhaarallergien, allergisches Asthma, Nahrungsmittelallergien u nd zu allem Überfluss litt ich auch unter einer starken Sonnenallergie!
Obwohl ich regelmäßig Medikamente einnahm und mich desensibilisieren ließ, trat keine wesentliche Besserung meiner Beschwerden ein. Da ich kein frisches Obst essen durfte wegen meiner Allergien, litt ich ständig unter chronischer Müdigkeit.
1999 lernte ich dann die Anwendung durch die orthomolekulare Medizin kennen. Seitdem ich diese täglich anwende bin ich wieder völlig beschwerdefrei. Ich kann jetzt den Sommer wieder genießen ohne irgendein Medikament einnehmen zu müssen. Selbst meine Katzenhaarallergie – die sich vorher sehr stark bemerkbar machte – tritt nicht mehr auf. Nun kann ich sogar wieder frisches Obst essen, und vertrage es richtig gut. Viele
Grüße
Karin Windhorst
Wenn auch Sie die Erfolge der orthomolekularen Medizin an sich selbst erfahren wollen, melden Sie sich doch umgehend bei mir!
Ihrer Gesundheit zur Liebe! Denn Gesundheit ist kein Zufall…
Asthma – Krankheitszeichen
Welche Krankheitszeichen sind typisch für Asthma?
- Atemnot (häufig anfallsartig)
- Giemen, Pfeifen, Brummen
- Brustenge
- Husten
- Kurzatmigkeit
Asthma betrifft die Lungen und vor allem die Atemwege, die so genannten Bronchien. Krankheitszeichen von auffälliger, erschwerter oder pfeifender Atmung über Husten und Engegefühl in der Brust, bis hin zu Luftnot können beim asthmakranken Kind oder Erwachsenen auftreten. Die Atemnot tritt anfallsartig und häufig auch nachts auf. Charakteristisch ist auch eine große Variabilität der Symptome, die sich auch in Abhängigkeit von den Jahreszeiten verändern ändern können. Typisch für die Asthmaerkrankung ist zudem, dass die Beschwerden durch bestimmte Stoffe (z.B. Pollen bei allergischem Asthma) oder Situationen (Anstrengung, Klimawechsel, Aufregung) ausgelöst oder verstärkt werden.
Bei Kindern und insbesondere Kleinkindern können auch andere Krankheitszeichen wie Bauchschmerzen dazu kommen. Generell sollten Eltern aufmerksam werden, wenn Ihr Kind auffällig häufig an Entzündungen der Bronchien (= Bronchitiden) erkrankt, an die sich eine Phase anschließt, in der die Kinder “auffällig” (erschwert und/oder pfeifend) atmen. Das gilt besonders für zwei bis fünfjährige Kinder.
Ältere Kinder fallen eher durch trockenen Husten und Atemnotanfälle auf. Viele asthmakranke Kinder (und Erwachsene) husten oder bekommen Luftnot, wenn Sie sich anstrengen oder Sport treiben. Alle diese Krankheitszeichen und Beschwerden können für Kinder eine große Belastung sein, engen sie in ihre Spielmöglichkeiten ein und können insgesamt zu Angst und Unruhe führen. Darum ist es wichtig, dass Sie und Ihr Kind lernen mit Asthma umzugehen, um besser damit leben zu können.
Die typischen Krankheitszeichen bei Asthma:
Was passiert beim Asthmaanfall?
- Husten,
- pfeifender Atmung,
- Kurzatmigkeit oder
- Engegefühl in der Brust.
- Ruhe zu bewahren,
- dem Menschen mit Asthma zu helfen, eingeübte Techniken wie Lippenbremse und Kutschersitz durchzuführen,
- dem Betroffenen zu helfen, die richtigen Medikamente in korrekter Darreichungsform (Spray oder Tablette) und Menge einzunehmen (möglichst nach einem speziellen Stufenschema,
- wenn nötig, einen Arzt zu rufen.
Ein Asthmaanfall beginnt meist mit
Aus der Kurzatmigkeit wird Atemnot. Die Atemnot kann unterschiedlich stark sein. Besonders das Ausatmen fällt schwer. Je schlechter die “verbrauchte” Luft, die eigentlich wieder ausgeatmet werden müsste, aus der Lunge herausströmen kann, desto schwieriger wird es, “frische” Luft einzuatmen. Bei starker Atemnot können sowohl Kinder als auch erwachsene Menschen mit Asthma ein Engegefühl in der Brust haben. Das ist für den Betroffenen beängstigend. Gerade im Asthmaanfall ist es jedoch für denjenigen mit einem Asthmaanfall, Angehörige oder zufällig Dabeistehende wichtig,
Die eigentliche Gefahr beim Asthmaanfall ist der Sauerstoffmangel. Angst und Panik tragen lediglich dazu bei, dass die Atmung sich weiter verschlechtert. Dies kann in einen Teufelskreis von: Atemnot -> Angst -> weitere Verschlechterung der Atmung -> mehr Angst usw. münden, was dann unter Umständen zu ernsthaftem Sauerstoffmangel führt.
Wie stark ausgeprägt ist das Asthma (Schweregrade)?
Die Ausprägung von Asthma wird in Schweregrade eingeteilt. Bei der richtigen Therapie ist es durchaus möglich, wieder eine niedrigere Stufe zu erreichen.
Einteilung der Asthma-Schweregrade
| Schweregrad | Beschwerden (Symptome) | |
| I – zeitweise auftretend (intermittierendes Asthma) |
(Bei Kindern / Jugendlichen: zeitweise auftretend Husten / leichte Atemnot mit beschwerdefreien Intervallen über 2 Monate). |
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| II –geringgradig häufig auftretend (geringgradig persistierendes Asthma) |
(Bei Kindern / Jugendlichen: Intervall zwischen den Beschwerden unter 2 Monate). |
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| III – mittelgradig anhaltend auftretend (mittelgradig persistierendes Asthma) |
(Bei Kindern / Jugendlichen: an mehreren Tagen in der Woche und auch nachts Beschwerden). |
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| IV – schwergradig anhaltend auftretend (schwergradig persistierendes Asthma) |
(Bei Kindern / Jugendlichen: anhaltende tägliche Beschwerden, häufig auch nachts). |
Der Verlauf der Erkrankung führt nicht automatisch zu einem immer höheren Schweregrad. Vielmehr kann es durch gute Behandlung oder auch von selbst zur einer Verringerung des Schweregrades kommen, zum Beispiel nach der Abheilung eines Infektes.
Welche Spätfolgen hat Asthma für den Körper?
1. durch die Asthmaerkrankung selber und
2.durch die Nebenwirkungen regelmäßig und lang andauernd eingenommener Medikamente ausgelöst werden.
Spätfolgen können
Die ständige Entzündungsbereitschaft in den Atemwegen kann dazu führen, dass eine Asthmaerkrankung im fortgeschrittenen Alter in eine chronische Bronchitis oder in ein Lungenemphysem übergeht. Beim Lungenemphysem werden die kleinen Lungenbläschen, die am äußersten Ende der kleinsten Bronchien sitzen und in denen der Gasaustausch stattfindet, geschädigt. Die Wände zwischen den einzelnen Bläschen werden zerstört und es bilden sich größere Blasen, die zur Aufnahme von Sauerstoff und zum Gasaustausch nicht mehr geeignet sind. Der Brustkorb ist überbläht. Dadurch kann nicht mehr genügend Sauerstoff aus der Atemluft aufgenommen werden und es entsteht Luftnot.
Eine weitere seltene Spätfolge vieler Erkrankungen, die ein Leben lang in den Atemwegen der Betroffenen bestehen, ist die Schwächung der rechten Herzhälfte, die so genannte Rechtsherzinsuffizienz. Herz und Lungen liegen nicht nur örtlich nah beieinander im Brustkorb, sie arbeiten auch auf vielfältige Weise zusammen und sind voneinander abhängig.
Während die linke Herzhälfte das sauerstoffreiche Blut aus der Lunge mit einem relativ hohen Druck in den Körperkreislauf und zu den einzelnen Organen pumpt, ist die rechte Herzhälfte dafür zuständig, das sauerstoffarme Blut aus dem Körperkreis in die Blutgefäße der Lunge zu transportieren. Dafür ist normalerweise nicht so viel Kraft nötig, denn der Druck im Lungenkreislauf ist viel niedriger als der Druck im Körperkreislauf.
Lang andauernde Erkrankungen oder ständige Entzündungen stellen nicht nur für die Atemwege selber, sondern für die gesamte Lunge und damit auch für ihre Blutgefäße ein Problem dar. Der Druck in den Blutgefäßen der Lunge steigt und das Herz muss gegen einen viel größeren Widerstand anpumpen und wird dadurch auf lange Sicht geschwächt (siehe auch Patientenleitlinie Herzschwäche -> Wie funktioniert das gesunde Herz? und -> Rechtsherzschwäche).
Chronische Bronchitis, Lungenemphysem und Asthma – ist dass das dasselbe?
Chronische Bronchitis bzw. COPD (chronisch obstruktive = verengende Lungenerkrankung) heißt übersetzt: lang andauernde Entzündung der Lungen mit Verengung der Bronchien (= der Atemwege in der Lunge). Das trifft zumeist auch auf die typischen Beschwerden und Veränderungen beim Asthma zu. Auch die ständige Atemnot des Menschen mit einem Lungenemphysem ist von ausgeprägten Asthmaformen manchmal schwer zu unterscheiden.
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Trotzdem sind Asthma, chronische Bronchitis und Lungenemphysem nicht dasselbe. Sie haben unterschiedliche Ursachen, unterschiedliche Krankheitszeichen, werden unterschiedlich behandelt und betreffen zumeist Menschen mit unterschiedlichen Veranlagungen und körperlichen Voraussetzungen. Eine seit langer Zeit bestehende Asthmaerkrankung, die ihre “Spuren” in den Atemwegen des Betroffenen hinterlassen hat, kann jedoch in eine chronische Bronchitis übergehen.
Das Hauptproblem bei der chronischen Bronchitis ist der ständige Husten mit Auswurf. Im Gegensatz zum Asthma, wo der zähe Schleim kaum abgehustet werden kann, ist bei der Bronchitis der sogenannte produktive Husten (das “Hochhusten” von Schleim aus der Lunge) typisch. Die chronische Bronchitis und auch das Lungenemphysem sind Erkrankungen des Erwachsenen.
Berufsbedingtes Asthma. Was ist zu beachten?
Asthma kann berufsbedingt sein. Asthma-Patienten leiden häufig an Atembeschwerden, die nur am Arbeitsplatz auftreten. Deswegen ist bei Berufstätigen bei Verdacht auf Asthma eine eingehende Untersuchung des beruflichen Umfeldes und des Arbeitsplatzes erforderlich.
Asthma – Ursachen, Häufigkeit und Risiken
Was passiert in den Atemwegen eines Menschen mit Asthma?
Beim Menschen, die an Bronchialasthma leiden, ist die Schleimhaut der Atemwege immer in Abwehrbereitschaft. Ähnlich wie die Haut eines Menschen mit Neurodermitis oder die Nasenschleimhaut eines Heuschnupfengeplagten, reagieren die Atemwege eines Menschen mit Asthma auf harmlose Stoffe mit einer viel zu heftigen Reaktion der körpereigenen Abwehr (= Entzündung). Wie bei jeder Entzündung kommt es zu Rötung und vermehrter Durchblutung, die Schleimhaut schwillt an und ihre Zellen bilden zähen Schleim, der sich leicht in den Bronchien ansammelt. Zusätzlich verkrampft sich die Bronchialmuskulatur (unwillkürliche Muskulatur der Atemwege, die wir nicht bewusst steuern können). Alles zusammen führt dazu, dass der Durchmesser der Bronchien enger wird und die Atemluft nicht mehr ungehindert aus- und einströmen kann.
Versuchen Sie einmal eine Kerze zunächst ganz normal und dann durch einen Strohhalm auszublasen. Durch den engen Strohhalm ist es viel schwieriger. So kräftig Sie auch hinein blasen, es kommt viel weniger “Wind” zum Ausblasen bei der Kerze an. So ähnlich geht es Ihnen, wenn sich Ihre Atemwege durch die Asthmaerkrankung zeitweise stark verengen.
Die ständige Entzündungsbereitschaft ist das Grundproblem der Asthmaerkrankung und wir wissen noch immer nicht genau, warum sie sich bei manchen Menschen entwickelt. Sie entsteht nicht durch Viren, Bakterien oder Schadstoffe, kann aber durch diese und andere schädliche feste oder gasförmige Stoffe verstärkt werden. Sie führt dazu, dass die Reaktion auf äußere Einflüsse (Reize) viel stärker ausfällt, als es eigentlich notwendig und nützlich wäre.
Dazu kommt, dass die entzündliche Schwellung der Atemwege bei vielen Menschen mit Asthma durch Stoffe verstärkt oder sogar ausgelöst wird, die eigentlich gar keine Abwehrreaktion auslösen sollten (z.B. Gräserpollen oder Staub). Die Betroffenen reagieren allergisch, das heißt übertrieben auf eigentlich “ungefährliche” Substanzen. Deswegen spricht man bei diesen Menschen von allergischem Asthma. Stoffe, wie Pollen, Staub, Tierhaare oder auch bestimmte Medikamente, die die Schwellung der Atemwege verstärken oder sogar einen Asthmaanfall auslösen können, nennt man Allergene.
Allergisches Asthma, Neurodermitis und allergischer Schnupfen und Nebenhöhlenentzündungen (= allergische Rhino-Sinusitis) werden unter dem Begriff “Krankheiten des allergischen Formenkreises” zusammengefasst. Allen gemeinsam ist die Bereitschaft des körpereigenen Abwehrsystems (= Immunsystems) auf eigentlich ungefährliche Stoffe (= Allergene) viel zu stark zu reagieren.
Wodurch wird Asthma ausgelöst (getriggert)?
Die unter Abschnitt 2.1 beschriebene ständige Entzündungsbereitschaft der Atemwege beeinträchtigt die Betroffenen häufig nur wenig oder gar nicht. Kommen jedoch bestimmte Stoffe, so genannte Trigger (z.B. Pollen, Milben, Medikamente) oder Situationen (z.B. Stress, körperliche Anstrengung) dazu, verstärkt sich die Schwellung der Schleimhaut und die Verengung der Bronchien. Für Menschen mit Asthma bedeutet das Husten, pfeifende Atmung oder Luftnot.
Beim Asthma kommen also mehrere Dinge zusammen:
| ständige, nicht durch äußere Einflüsse ausgelöste Entzündungsbereitschaft in den Atemwegen+
Trigger = äußere Einflüsse, die die bestehende Entzündung verstärken = Verstärkte Schwellung der Schleimhaut in den Atemwegen => der Durchmesser der Bronchien verkleinert sich => die Atemluft kann nicht mehr ungehindert ein- und ausströmen => pfeifende Atmung, trockener Husten, Engegefühl in der Brust oder sogar Luftnot Beschwerden / Asthmaanfall |
Warum bin gerade ich/ ist mein Kind betroffen? (Risikofaktoren)
Asthma ist eine häufige Erkrankung! Drei bis sechs von hundert Erwachsenen und etwa eines von zehn Kindern sind daran erkrankt. Warum Asthma heute – gerade bei Kindern – öfter auftritt als noch vor ein paar Jahrzehnten, ist noch ungeklärt. Allerdings scheint die Zunahme der Asthmaerkrankungen in letzter Zeit wieder zum Stillstand zu kommen.
Bei Kindern steht das allergische Asthma im Vordergrund. Bei Säuglingen und Kleinkindern wird das Asthma jedoch anfangs häufig durch Infekte hervorgerufen, erst später kann dann eine allergische Genese im Vordergrund stehen. Es gibt einige Voraussetzungen oder Umstände, die bei asthmakranken Kindern und Erwachsenen besonders häufig gefunden werden. Sie werden “Risikofaktoren” genannt und werden normalerweise auch vom Arzt erfragt. Viele dieser Risikofaktoren gelten vor allem für das allergische Asthma, manche (z.B. Tabakrauch) gelten für alle Menschen mit Asthma.
Risikofaktoren
- Leiden bereits andere Familienangehörige unter einer atopischen Erkrankung wie Asthma, Heuschnupfen, Neurodermitis (eine allergieverwandte Hauterkrankung) oder Allergien?
- Leidet oder litt das Kind oder der Betroffene als Kind unter Allergien, Neurodermitis, Milchschorf oder Ekzemen (immer wiederkehrende juckende Hauterscheinungen)?
- Männlich oder weiblich? Jungen erkranken häufiger als Mädchen. Wenn Mädchen betroffen sind, leiden sie jedoch häufiger als Jungen auch als Erwachsene noch an Asthma.
- Rauchen die Eltern? Kinder von rauchenden Müttern leiden wesentlich häufiger schon als Kleinkinder unter pfeifender Atmung (Giemen) und anderen Atemproblemen. Diese setzen sich dann im weiteren Kindesalter fort und die betroffenen Kinder entwickeln häufiger eine Asthmaerkrankung als ihre Altersgenossen.
- Wie schwer war das Kind bei der Geburt? Kinder, die bei der Geburt leichter sind als andere Neugeborene, erkranken etwas häufiger an Asthma.
- Wann ist das Kind zum ersten Mal einem Arzt vorgestellt worden bzw. wann ist untersucht worden, ob das Kind an Asthma leidet?
Je früher die Asthmaerkrankung erkannt wurde und je eher der Arzt die Behandlung eingeleitet hat, desto besser ist der Verlauf.
Asthma – Definition
Einleitung
- gut über Ursachen, Auslöser, Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten informiert sind,
- Sicherheit im Umgang mit der Erkrankung erlernen,
- die Reaktionen Ihrer Atemwege besser einschätzen können,
- Probleme und Schwierigkeiten formulieren und mit Ihrem Hausarzt besprechen.
Diese Patientenleitlinie richtet sich an Menschen mit Asthma und Eltern asthmakranker Kinder. Betroffene und Angehörige können hier – zusätzlich und ergänzend zum Arztgespräch – Hilfen, Anregungen und Antworten auf wichtige Fragen finden.
Bei der Behandlung des Asthmas ist Ihr Arzt auf Ihre Mitarbeit, Motivation und Initiative angewiesen. Voraussetzungen dafür sind, dass Sie
In diesem Sinne soll die Patientenleitlinie dazu beitragen, Ursachen, typische Krankheitszeichen, Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten kennen zu lernen bzw. besser zu verstehen.
Die Inhalte dieser Patientenleitlinie basieren auf einer Leitlinie für Ärzte, die unter http://www.evidence.de/Leitlinien/leitlinien-intern/Asthma_Start/asthma_start.html zu finden ist und auf der Nationalen Versorgungsleitlinie Asthma des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ). Beide Leitlinien werden von einem unabhängigen Expertenteam anhand wissenschaftlicher Studien erstellt und regelmäßig aktualisiert.
Um den Text lesefreundlich zu gestalten, verzichten wir auf die Benennung von Berufen sowohl in weiblicher wie auch in männlicher Form. Wenn also vom “behandelnden Arzt” die Rede ist, meinen wir damit stets sowohl die weibliche Ärztin wie auch den männlichen Arzt.
Eine Liste der zugrunde liegenden Studien und Literaturangaben finden Sie unter Asthma-Quellen
Die Empfehlungen dieser Patientenleitlinie beschränken sich auf das Krankheitsbild Asthma bronchiale und sind damit für Menschen, die an anderen Erkrankungen der Atemwege leiden (z.B. einer chronisch obstruktiven Bronchitis COPD/COLD oder einem Lungenemphysem) nicht immer sinnvoll.
- pfeifende Atmung
- trockener Husten
- Engegefühl in der Brust oder
- Luftnot.
Asthma ist eine chronische, das heißt lang andauernde und anfallsweise auftretende Erkrankung der Atemwege. In den Atemwegen eines Menschen mit Asthma besteht eine ständige leichte Entzündungbereitschaft, die mit Schleimhautschwellung, Ansammlung von zähem Schleim und Verengung der Atemwege einhergeht und durch unterschiedliche Einflüsse verstärkt werden kann. Für den Betroffenen bedeutet dies: vorübergehende oder dauerhafte Krankheitszeichen wie
Asthma ist bisher nicht heilbar, aber sowohl durch Medikamente wie auch durch bestimmte Atemtechniken und das Vermeiden spezieller Stoffe und Situationen (so genannte Trigger) in den meisten Fällen gut behandelbar.
Wir atmen jede Minute viele Male ein und aus. Das geschieht normalerweise unbewusst, also ohne dass wir uns darauf konzentrieren müssen. Das ist auch gut so, denn es ist lebenswichtig, dass wir ständig atmen, sei es beim Fahrradfahren, Schlafen oder Lesen. Beim Atmen wird unser Blut mit Sauerstoff aus der Luft angereichert. Das funktioniert so:
Unsere Lunge ist aufgebaut wie ein Baum mit einem Stamm (der Luftröhre), zwei großen Hauptästen (den Hauptbronchien), vielen kleinen Ästen und Zweigen (Bronchien und Bronchiolen) und – am äußersten Ende der kleinsten Zweige – vielen Blättern, den sogenannten Lungenbläschen oder Alveolen. Die Lungenbläschen werden von Blut umspült. In den Lungenbläschen findet ein Tausch statt. Sauerstoff aus der eingeatmeten Luft wird gegen Abfallprodukte aus dem Blut (z.B. Kohlendioxid) ausgetauscht. Der Sauerstoff wandert mit den roten Blutkörperchen in alle Regionen des Körpers und die gasförmigen Abfallprodukte werden ausgeatmet. Dieser Austausch funktioniert nur in den Lungenbläschen. Deswegen ist es wichtig, dass die Atemluft ungehindert bis dorthin strömen kann.

Es stimmt natürlich, dass wir uns nicht aufs Atmen konzentrieren müssen, sondern automatisch weiteratmen, egal, was wir gerade tun. Aber wir können auch ganz bewusst tief ein- und ausatmen oder die Luft anhalten.
Auch der “unbewusste” Atemrhythmus bleibt nicht immer gleich. Manchmal atmen wir automatisch schneller und flacher oder langsamer und tiefer ein und aus. Das kann verschiedene Gründe haben. Wenn zum Beispiel viel Energie gebraucht und dadurch der vorhandene Sauerstoff schnell verbraucht wird, müssen die Sauerstoffspeicher der roten Blutkörperchen (siehe oben) schnell wieder aufgefüllt werden. Das heißt: es muss schnell möglichst viel “frische” sauerstoffreiche Luft in die Lungenbläschen einströmen und auch wieder hinaus. Denn wo viel Energie verbraucht wird, fallen auch viele Abfallprodukte an, die abgeatmet werden müssen. Deswegen atmen wir zum Beispiel beim Sport schnell und tief ein und aus.

Gasaustausch in den Lungenbläschen

Leider atmen wir nicht nur nützliche Bestandteile der Luft, wie z.B. Sauerstoff, ein. Beim Einatmen gelangen auch schädliche Stoffe in die Lungen. Diese können wie Kohlendioxid gasförmig sein oder aus winzig kleinen festen Teilchen bestehen wie z. B. Staub- oder Rußpartikel.
Nicht alles, was eingeatmet wird, wird auch wieder ausgeatmet. Viele schädliche Substanzen bleiben an der Schleimhaut der Bronchien kleben.
Die Schleimhaut besteht aus
1. Zellen, die Schleim produzieren sowie 2. aus Abwehrzellen, die “kleben” gebliebene Stoffe zerstören oder einkapseln und 3. so genannten Flimmerhärchen, die den Schleim Richtung Luftröhre also Richtung “Ausgang” treiben.
Aus den großen Bronchien, der Luftröhre und dem Kehlkopf können wir durch Räuspern oder Husten alles herausbefördern, was dort nicht hingehört. Husten ist also etwas Nützliches, was uns hilft, die oberen Anteile der Atemwege frei zu halten. Es ist aber auch ein Warnhinweis des Körpers, der uns sagt, dass unsere Atemwege durch feste, gasförmige, flüssige, fremde oder körpereigene Stoffe gereizt oder gestört werden.
Manche Fremdkörper, z.B. Bakterien oder Viren, sind besonders für Menschen problematisch, deren Abwehrzellen (siehe oben) nicht richtig arbeiten. Gelingt es den Abwehrzellen nicht, die Viren oder Bakterien zu bekämpfen, breiten diese sich aus und verursachen eine Entzündung der Bronchien (Bronchitis) oder der gesamten Lunge (Lungenentzündung, Pneumonie). Bei einer Entzündung werden Schleim und Abfallprodukte in den Bronchien produziert und die gesamte Schleimhaut schwillt an. Das bedeutet, dass die Kanäle, durch welche die Luft strömen kann, enger werden, da die Schleimhaut mehr Platz einnimmt als vorher.
Normaler und verengter Bronchus

