ADS / AD(H)S
Dopamin – Glücksbringer oder Krankmacher?

Dopamin ist ein wichtiger Botenstoff des Nervensystems. Als sogenannter Neurotransmitter – eine Art Hormon – leitet es Signale zwischen Neuronen weiter und sorgt so für die Steuerung sowohl körperlicher als auch geistiger Bewegungen. Dadurch ist Dopamin für eine Vielzahl von Körperreaktionen verantwortlich, so etwa für die Feinmotorik oder die Körperbewegung, aber auch für psychischen Antrieb, Wohlbefinden, Lebensfreude, Mut, Konzentration und Vergnügen. Dabei steht Dopamin in ständiger Wechselwirkung mit dem eher dämpfend wirkenden Serotonin. Außerdem wird Dopamin als Glücksgefühl bei bestimmten Tätigkeiten wie etwa Essen oder Sex ausgeschüttet und weckt dabei den Wunsch nach Wiederholung.
Dopamin: Drogensucht durch „Belohnungssystem“
Dieses „Belohnungssystem“ kann bei Drogenmissbrauch jedoch gefährlich werden, denn Dopamin wird auch bei der Einnahme von Amphetaminen, Opiaten und Kokain verstärkt ausgeschüttet und führt so zur Sucht. Auch Nikotin führt zur Ausschüttung von Dopamin und sorgt so beim Rauchen für Glücksgefühle. Auch bereits das Halten und Anzünden einer Zigarette setzt Dopamin frei. Dies macht es Süchtigen schwer, sich das Rauchen abzugewöhnen. Die Menge an Dopamin, die im Gehirn sitzt, ist von Mensch zu Mensch verschieden und vermutlich auch für das individuelle Temperament verantwortlich. Forscher an der Berliner Charité haben herausgefunden, dass Menschen mit hoher Dopamin-Konzentration meist ängstlicher sind, als Personen mit weniger Dopamin. Menschen mit einer durchschnittlichen Menge des Botenstoffes sind in der Regel ausgeglichen und zufrieden. Durch seine zahlreichen Funktionen kann es bei einem Mangel oder Überschuss von Dopamin jedoch schnell gefährlich werden.
Überschuss an Dopamin: Angstzustände und Schizophrenie
Dopamin ist zuständig für die Übertragung von Empfindungen und Gefühlen. Bei gesunden Menschen sorgt dies für eine stabile emotionale Wahrnehmung, denn sie nehmen nur etwa zehn Prozent aller Eindrücke und Gefühle wahr, die sie andauernd umgeben. Menschen mit einer hohen Dopamin-Konzentration können jedoch erheblich mehr wahrnehmen und verlieren mehr und mehr die Fähigkeit, zwischen wichtigen und unwichtigen Empfindungen zu unterscheiden. Nimmt eine Person 20 Prozent aller Empfindungen wahr, kann es zu einem Nervenzusammenbruch kommen. Eine noch höhere Dopamin-Konzentration führt zu Psychosen oder Schizophrenie. Zur Behandlung eignen sich hier Dopaminantagonisten wie Neuroleptika, die helfen, den Dopaminspiegel zu reduzieren. Auch die Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrome ADS und ADHS sind auf eine Stoffwechselstörung bei Dopamin zurückzuführen. Hier wird das Dopamin zu schnell abgebaut, was dazu führt, dass die Nerven ankommende Reize nicht mehr filtern können. Anders als gesunde Menschen können Betroffene unnütze Empfindungen oder Geräusche nicht aussortieren und nehmen sie genauso intensiv wahr, wie wichtige Dinge. Dadurch kommt es bei ADS sowie ADHS zu Konzentrationsstörungen und Aufmerksamkeitsproblemen. In anderen Fällen nutzt der Körper das Dopamin aber auch, um sich selbst zu helfen. So ist der Körper beispielsweise nach einer langen Nacht mit wenig Schlaf in der Lage, verstärkt Dopamin auszuschütten und es wie ein Aufputschmittel als körpereigenen Muntermacher zu nutzen. So kommt es, dass wir uns trotz Schlafentzugs oft noch konzentriert, wach sowie erstaunlich fit fühlen.
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Dopaminmangel: Parkinson droht
Dopamin ist im Körper verantwortlich für Glücksgefühle und das Belohnungssystem. Je weniger davon ausgeschüttet wird, desto trauriger und antriebsloser ist die jeweilige Person. Ein Dopaminmangel kann daher zu Depression und Antriebslosigkeit führen. Durch die Wirkung von Dopamin auf die körperliche Motorik kann ein zu niedriger Dopaminspiegel außerdem zur Parkinson-Krankheit führen. Diese ist nachweislich untrennbar mit einem Dopaminmangel verbunden – bei Menschen mit Parkinson ist die Dopamin-Konzentration im Gehirn bis zu 90 Prozent geringer als bei gesunden Menschen. Besonders häufig sind ältere Menschen von Parkinson betroffen. Die Krankheit, die auch „Schüttellähmung“ genannt wird, geht mit Zittern, Kopfwackeln, anfallartigem Schwitzen, gehemmtem Gang, Gedächtnisstörungen sowie Ungeschicklichkeit einher. In schweren Fällen von Parkinson kann es helfen, dopaminverstärkende Medikamente einzunehmen. Bei allen anderen Begleiterscheinungen von Dopaminmangel oder Dopaminüberschuss kommt die Gabe von Medikamenten zur Gesundheitsmodulation jedoch nicht in Frage. Hier müssen die Betroffenen selbst aktiv werden. Der optimale Dopaminspiegel kann sich ganz von selbst einstellen, wenn sie ihre Lebensweise ändern. Hilfreich kann es dabei sein, sich einen Beruf zu suchen, der einen erfüllt, glücklich macht und das Gefühl gibt, etwas nützliches geleistet zu haben. Menschen mit Dopaminmangel sollten eine eiweißreiche Ernährung vermeiden. Da Dopamin ein Eiweiß ist, könnte es sonst durch die anderen Eiweiße im Darm verdrängt werden. Auch Meditation, Entspannungsübungen, Yoga, Fastenkuren oder Pilates können helfen, das innere Gleichgewicht wieder herzustellen und so das körpereigene Dopamin auf das richtige Niveau zu bringen.
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ADS – Intensivere Vorbeugung
AD(H)S: Intensivere Vorbeugung notwendig
Ängste, Depressionen, gestörtes Sozialverhalten: ADHS kann schwerwiegende Folgen haben.
Gegen psychische Störungen bei Kindern und Jugendlichen fordern Psychologen eine intensivere Vorbeugung. Wie die Bundesärztekammer mitteilte, leiden rund 15 Prozent an psychischen Auffälligkeiten oder Erkrankungen; ein Drittel davon benötigt ambulante oder stationäre Behandlung. Von entscheidender Bedeutung seien präventive Maßnahmen bei Kindern mit der Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS), die häufig zusätzlich unter einer Lese- und Rechtschreibschwäche litten.
“Gesellschaft ignoriert psychische Störungen”
“Es ist ein Skandal, wie konsequent unsere Gesellschaft Kinder und Jugendliche mit psychischen Störungen ignoriert und ihnen damit die Zukunft verbaut”, kritisierte der Kinder- und Jugendpsychiatrieprofessor Helmut Remschmidt von der Universität Marburg auf dem 33. Interdisziplinären Forum der Bundesärztekammer in Berlin. In die Prävention werde immer noch zu wenig investiert. Nicht nur für die Betroffenen und ihre Familien seien psychische Störungen im Kindes- und Jugendalter eine schwere Belastung, sie stellten auch ein gewaltiges gesellschaftliches und ökonomisches Problem dar.
Beeinträchtigung des Alltagslebens
Von ADHS sind laut Bundesärztekammer drei bis fünf Prozent aller Kinder und Jugendlichen betroffen, in absoluten Zahlen 300.000 bis 500.000. Die Krankheit äußert sich in Symptomen wie Konzentrationsstörungen, motorischer Unruhe und Impulsivität. Zwei Drittel der Betroffenen leiden unter zusätzlichen psychischen Störungen, bis zu 25 Prozent haben Legasthenie, wie es hieß. Aus der dadurch entstehenden Beeinträchtigung des Alltagslebens können sich Anpassungsstörungen entwickeln. Sie äußerten sich in Ängsten, Depressionen und einem gestörten Sozialverhalten. Der Psychologieprofessor Andreas Warnke von der Universität Würzburg forderte eine Aufklärung von Eltern, Kindergarten und Schule über ADHS. Als Gegenmaßnahme empfahl er neben einer medikamentösen Therapie der Kernsymptome Verhaltenstherapie, Elterntraining sowie Interventionen in Familie, Kindergarten und Schule.
Konzentrationsübungen helfen betroffenen Kindern
Tübinger Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass hyperaktive Kinder ihre zappeligen Beine durch Konzentrationsübungen besser stillhalten können. Wenn Kinder lernen, bestimmte Gehirnregionen gezielt zu aktivieren, können sie so ihre Symptome regulieren, sagte Ute Strehl vom Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie.
Konzentrationsübungen sollen bei ADHS helfen.
Impulsivität und Unaufmerksamkeit reduzieren
Gemeinsam mit Forschern im niederländischen Nijmegen haben die Tübinger 15 zu dem Thema veröffentlichte Studien analysiert und zusammengeführt. Demnach lassen sich die ADHS-Symptome Impulsivität und Unaufmerksamkeit durch Konzentrationsübungen signifikant reduzieren, bei der Hyperaktivität gab es immerhin mittelmäßige Erfolge. Gleichzeitig beginnt in Tübingen derzeit eine Studie mit 150 Kindern, in der das sogenannte Neurofeedback bei ADHS-Patienten erstmals im Detail erforscht werden soll. Die Forscher wollen herausfinden, wie sie den kleinen Patienten beibringen können, die für Hyperaktivität zuständigen Gehirnregionen gezielter zu aktivieren.
Verbreiteste psychische Störung
Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist die am weitesten verbreitete psychische Störung bei Kindern und Jugendlichen. Psychologen gehen inzwischen davon aus, dass die Symptome wie Unkonzentriertheit und Impulsivität durch eine Untererregung bestimmter Gehirn-Regionen ausgelöst würden, sagte Strehl. Mit einem sogenannten Biofeedback sollen die Kinder diese Untererregung ausgleichen.
Fisch und Öl statt Ruhigsteller
Es gibt Neues im Zusammenhang zwischen Aufmerksamkeitsstörungen und Ernährung. Nicht nur zu viel an Zucker oder Phosphaten in Softdrinks schadet, sondern auch zu wenig, nämlich ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren und bioaktiven Nährstoffen.
Ernährung, die Zappelphilipps beruhigt: Omega-3-Fettsäuren und bioaktive Nährstoffe sollten enthalten sein.
Ernährung umstellen, nicht Pillen einwerfen
Kinder mit einer Aufmerksamkeitsstörung sind neuesten Studien zufolge oft mit Omega-3-Fettsäuren und bioaktiven Nährstoffen unterversorgt, sagt Uwe Gröber vom Zentrum für Mikronährstoffmedizin in Essen. Daher gehöre zunächst ihre Ernährung auf den Prüfstand, bevor ihnen Medikamente verabreicht werden, empfiehlt der Apotheker in dem Stuttgarter Fachblatt „Zeitschrift für Orthomolekulare Medizin“ (Ausgabe 3/2008). Schätzungen zufolge leiden zwischen fünf und 20 Prozent der Schulkinder an einer sogenannten Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS).
Omega-3-Fettsäuren und bioaktive Nährstoffe
Diese Omega-3-Fettsäuren, früher Vitamin F genannt, sind ungesättigte Fettsäuren. Der Körper kann sie nicht selbst herstellen, sie sind aber lebensnotwendig. In Hanf-, Walnuss-, Soja-, Raps-, Leinöl oder Algen sind sie enthalten, außerdem in Atlantik Lachs, Sardinen, Sardellen, Hering, Makrelen und Thunfisch. Schon länger stehen Zucker oder Konservierungs- und Farbstoffe in der Kritik, ADHS zu verstärken. Diese Stoffe werden oft von der Lebensmittelindustrie benutzt, um Nahrungsmittel frischer aussehen zu lassen oder zu konservieren.
Ruhigsteller schaden Gehirn
Essenzielle Fettsäuren und Mikronährstoffe wie Zink, Magnesium und Eisen oder Vitamine sind während der Entwicklung des zentralen Nervensystems etwa für die Bildung der Nervenbotenstoffe Dopamin und Serotonin verantwortlich. Fehlen diese Botenstoffe, seien Nervosität, Gedächtnisstörungen und motorische Unruhe die Folge – alles Symptome von ADHS, erläutert Gröber. Die gängige Behandlung dieser Probleme mit synthetischen „Ruhigstellern“, also Medikamenten, hält der Experte für bedenklich: Es könne zu bleibenden Veränderungen der Hirnregionen kommen, die für die Ausprägung des Sozialverhaltens oder für das Bewältigen von Stress verantwortlich sind.
ADS – Therapie mit Ritalin
Die Verschreibung von Ritalin soll zukünftig strenger reguliert werden.
Bei immer mehr Kindern und Jugendlichen in Deutschland wird eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) diagnostiziert. Behandelt werden die Betroffenen in der Regel mit Arzneimitteln aus dem Bereich der Stimulanzien. Das bekannteste und zugleich wohl meist diskutierte ist das Präparat Ritalin. Aber was ist eigentlich so problematisch an dem Medikament, das aus kleinen Zappelphilippen plötzlich eifrige und konzentrierte Schüler machen soll?
Ist Ritalin Kokain für Kinder?
In der öffentlichen Meinung hat Ritalin einen sehr zweifelhaften Ruf. Gerne wird plakativ von “Kindern auf Kokain” gesprochen, weil mit einer massiven Überdosierung des Ritalin-Inhaltsstoffs Metylphenidat tatsächlich ähnliche Wirkungen zu erzielen sind. Es wirkt antriebssteigernd und kann hoch- beziehungsweise überdosiert eine überschwängliche Euphorie auslösen, die im negativen Fall aber auch in Angstzustände umschlagen kann. Solche dramatischen Wirkungen werden beim sachgemäßen Gebrauch und verantwortungsvoller Dosierung durch den Arzt aber natürlich nicht erzielt. Bei AD(H)S-Patienten wird es eingesetzt, um den gestörten Dopamin-Haushalt im Gehirn zu korrigieren. Damit soll die Fähigkeit, sich über einen längeren Zeitraum auf eine Sache zu konzentrieren können, verbessert werden.
Neue Regulierung der Verschreibungspraxis von Ritalin
Nun soll die Verordnung von Stimulanzien wie Ritalin stärker reglementiert werden. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) von Ärzten, Kliniken und Kassen hat jüngst entschieden, dass solche Medikamente künftig nur noch in Ausnahmefällen verschrieben werden sollen. Außerdem sollte, so der G-BA, die Verschreibung in der Regel ein Spezialist für Verhaltenstörungen bei Kindern vornehmen und das Medikament zwischendurch regelmäßig abgesetzt werden, “um Auswirkungen auf das Befinden des Kindes beurteilen zu können”, erklärt der G-BA-Vorsitzende Rainer Hess.
Immer mehr Patienten bekommen Ritalin behandelt
Der G-BA reagiert damit auf einen Trend, der bereits seit einigen Jahren beobachtet wird. Die Verschreibung von Ritalin boomt enorm. Im August diesen Jahres hat die gesetzliche Krankenkasse KKH-Allianz die Ergebnisse einer internen Auswertung veröffentlicht, wonach sich in nur vier Jahren die Anzahl der Kinder und Jugendlichen, die mit Ritalin oder ähnlichen Arzneimitteln behandelt werden, um über 50 Prozent erhöht habe. Außerdem, so ein weiteres Ergebnis der Untersuchung, würden den einzelnen Kindern auch immer größere Mengen verabreicht. “Es liegt die Vermutung nahe, dass zu viele Kinder mit den Wirkstoffen regelrecht ruhig gestellt werden sollen und dies über immer längere Zeiträume”, sorgt sich Gabriela Rojs von der KKH-Allianz angesichts dieser Entwicklung. Außerdem weise der gestiegene Jahresverbrauch pro Kind auf einen allzu sorglosen Umgang mit den Medikamenten hin.
Ritalin: “Einsatz nur nach sorgfältigster Diagnose”
Einen solchen sorglosen Umgang will auch die Diplom Psychologin Cordula Neuhaus nicht. So dürfe die Verschreibung von Ritalin oder vergleichbaren Präparaten niemals auf den Wunsch eines Lehrers oder Betreuers zurückgehen, sonders müsse sich immer aus dem Leidensdruck des Patienten begründen. Trotzdem ist ihr wichtig, das medial so oft verteufelte Medikament aus seiner Schmuddelecke zu befreien. Es seien in der AD(H)S-Therapie beachtliche Erfolge mit dem Einsatz von Stimulanzien wie Ritalin zu erzielen. “Behandelt werden sollte aber nur nach sorgfältigster Diagnose und nur, wenn eine gute und profunde Aufklärung erfolgt ist”, macht die Spezialistin auf dem Gebiet der AD(H)S-Therapie deutlich. Gerade wegen der teils stark negativ aufgeladenen öffentlichen Debatte über Ritalin sei es wichtig, auch den jugendlichen Patienten zu erklären, warum sie das Medikament bräuchten und wie es ihnen hilft, damit es nicht zu heftigen Widerständen bei den oft sehr intelligenten Betroffenen käme.
Gezielte Verunsicherung über Nebenwirkungen von Ritalin
Befeuert wird die öffentliche Diskussion über Stimulanzien wie Ritalin immer wieder aus zum Teil sehr dubiosen Richtungen. Vor allem im Internet tun sich einige zunächst recht seriös anmutende Seiten mit einer Totalkritik hervor, die so manche besorgte Eltern verunsichern dürfte. Bei der Recherche, wer hinter diesen Seiten steht, stellt man dann ganz Erstaunliches fest: So zeichnet für die Internetseite ritalin-kritik.de zum Beispiel das bekennende Scientology-Mitglied Helmut Kaeding verantwortlich. Eine weitere Generalkritik, die bei der Suchmaschine Google sehr prominent platziert ist, wenn man nach “Ritalin” sucht, kommt von der Seite wahrheitssuche.org, die sich durch allerlei zum Teil völlig abstruse Verschwörungstheorien hervortut. Eltern kann man nur raten, genau hinzuschauen, wer da seine Auffassungen online stellt und im Zweifel dem eigenen Arzt beziehungsweise Kinderpsychologen mehr zu vertrauen als irgendwelchen dubiosen Quellen aus dem Web.
Medikamentöse Behandlung mit Ritalin kann Suchtproblematik vorbeugen
Anders als vielfach behauptet wird, soll Ritalin die Kinder nicht einfach ruhig stellen. Das wäre mit einem stimulierenden Medikament wie Ritalin auch gar nicht zu erreichen. Statt dessen greift der Ritalin-Wirkstoff derart ins Gehirn ein, dass ein Betroffener weniger schnell ablenkbar ist und sich besser und ausdauernder auf eine einzelne Sache konzentrieren kann. Außerdem sind AD(H)S-Kinder und -Jugendliche deutlich stärker suchtgefährdet als andere Menschen. Sowohl ihre starke Emotionalität als auch die immer wieder erlebten Enttäuschungen machen sie hier anfälliger. Auch hier könne eine frühzeitige medikamentöse Behandlung späteren Suchterkrankungen vorbeugen, wie die Schweizerische Fachgesellschaft für ADHS (SFG adhs) mitteilt. Danach hätten Langzeitbeobachtungen von ADHS-Patienten bis ins Erwachsenenalter hinein gezeigt, “dass Kinder mit ADHS, welche medikamentös behandelt werden, später eine geringere Rate an Abhängigkeitsstörungen haben.”
Alternativen zu Ritalin in der AD(H)S-Therapie
Nicht zuletzt wegen der vielfach äußerst kritischen Betrachtung von Arzneimitteln wie Ritalin, sucht die medizinische Forschung mit Hochdruck nach alternativen Behandlungsmöglichkeiten. Hier bietet die orthomolekulare Medizin schon jetzt eine wirksame Alternative wobei das Ritalin komplett ersetzt werden kann.
Daneben existieren auch psychotherapeutische und heilpädagogische Therapieansätze wie beispielsweise die Verhaltens- oder die Bewegungstherapie. Sie greifen nicht chemisch in die Informationsübertragung des Gehirns und in dessen Dopaminhaushalt ein. Vielen Eltern erscheinen solche Ansätze deswegen unbedenklicher als ihr Kind über einen langen Zeitraum von mehreren Jahren dauerhaft mit Stimulanzien zu versorgen. Die Wirksamkeit dieser Ansätze ist unter schulmedizinisch geprägten AD(H)S-Spezialisten umstritten, insbesondere was die wirksame Suchtprävention angeht. Trotzdem spricht bei großen Vorbehalten gegen eine medikamentöse Therapie wenig dagegen, solche Therapieformen auszuprobieren, bevor man direkt den schulmedizinisch favorisierten Weg einer Therapie mit Stimulanzien wie Ritalin wählt. Auch hier wird übrigens in aller Regel nicht allein auf Medikamente gesetzt, sondern deren Einsatz durch vielfältige weitere Maßnahmen ergänzt.
Die Einnahme von Ritalin kann zum Versicherungsausschluss führen.
Probleme mit Berufsunfähigkeitsversicherung nach Ritalin-Behandlung
Eine Behandlung der Aufmerksamkeitsstörung ADHS mit Ritalin kann später den Abschluss einer Versicherung gegen Berufsunfähigkeit erschweren. Werden Kinder, die an ADHS leiden, mit Ritalin behandelt, bekämen sie unter Umständen als junge Erwachsene keinen Vertrag für eine Berufsunfähigkeitsversicherung, warnte Elke Weidenbach, Versicherungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, im “Kölner Stadt-Anzeiger”. Die Versicherer fragten bei der Gesundheitsprüfung mindestens fünf, aber manchmal auch zehn oder mehr Jahre rückwirkend ab.
Die Einnahme von Ritalin kann zum Versicherungsausschluss führen. (Bild: Imago)
Ritalin von der Grundschule bis ins Teenageralter
Bei vielen betroffenen Kindern werde die Aufmerksamkeitsstörung in der Grundschule diagnostiziert, erklärte Kirsten Stollhoff von der Arbeitsgemeinschaft ADHS der Kinder- und Jugendärzte. Wie lange eine Behandlung mit Ritalin dauert, sei sehr unterschiedlich: Bei manchen Kindern ende sie nach einem Jahr, andere bekämen das Medikament bis zum Erwachsenenalter. Rund die Hälfte der Betroffenen würden noch im Teenageralter mit Ritalin behandelt, schätzte die in Hamburg praktizierende Kinderneurologin. “Es ist durchaus üblich, dass ein 15-Jähriger es noch bekommt.”
Berufsunfähigkeitsversicherung möglichst jung abschließen
Dann kann der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung schwierig sein. Verbraucherschützer raten üblicherweise, sie schon in jungen Jahren abzuschließen. Denn je jünger und gesünder der künftige Versicherte beim Einstieg ist, desto günstiger fällt sein Beitrag aus. “Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist sehr wichtig”, erklärte Hajo Köster vom Bund der Versicherten (BdV) in Henstedt-Ulzburg bei Hamburg. Eine gute Versicherung frage bei der Gesundheitsprüfung aber nur die letzten fünf Jahre ab. Fordert ein Versicherer Informationen für einen längeren Zeitraum, werde sie vom BdV nicht empfohlen.
Keine Berufsunfähigkeitsversicherung wegen Ritalin
Wer in den vergangenen fünf Jahren mit Ritalin behandelt wurde, sollte mit dem Antrag auf eine Berufsunfähigkeitsversicherung besser warten, riet Köster – “die Ablehnung kommt sonst in jedem Fall.” Das Problem: Die Angaben werden in der zentralen Wagnisdatei der Lebensversicherer (HIS) gespeichert. Lehnt eine Versicherung den Antragsteller wegen einer Vorerkrankung ab, erfahren alle anderen Versicherungen davon, erläutert der Versicherungsmakler Helge Kühl, der unter anderem für die Verbraucherzentralen arbeitet. Dadurch könne es passieren, dass ein Antragsteller überhaupt keinen Vertrag bekommt – nach dem Motto “Einmal abgelehnt, immer abgelehnt”.
Anonyme Risikoanfrage stellen
Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen möchte, sollte daher vorher mit seinem Arzt sprechen und fragen, ob in der Krankenakte “Verdächtiges” wie die Gabe von Psychopharmaka steht, empfahl Köster. Wer nicht sicher ist, ob es Probleme gibt, könne bei der Versicherung eine anonyme Risikoanfrage über einen Versicherungsmakler stellen. Dabei werden die Unterlagen zwar vollständig ausgefüllt, Angaben zur Person aber geschwärzt.
Hilfe orthomolekulare Medizin
Erfahrungsbericht aus der Praxis vom November 2003:
Unser Sohn Sandro (7 Jahre) hat eine Aufmerksamkeit-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung die ca. vor 2 1/2 Jahren festgestellt wurde. Das Verhalten im Kindergarten galt manchmal als problematisch. Durch die Selbsthilfegruppe mussten wir erfahren, dass es für solche Kinder nur Amphitamie (Ritalin) geben würde. Wir sahen aber in Ritalin keine Lösung und haben begonnen für Sandro seinen Weg zu finden.
1. Station Heilpraktikerin, mit verschiedenen Tropfen wurde begonnen Sandro`s inneres Gleichgewicht auf die Reihe zu bekommen
2. Sandro hatte viele Bakterien im Blut durch sein schlechtes Milchzahngebiss also folgte unter Narkose eine komplette Zahnsanierung
3. Sandro´s Gehör wrude pädaudiologisch untersucht. Befund war in Ordnung
4. Sandro besuchte nach dem Kindergarten ein Jahr die Grundschulförderklasse un begann gleichzeitig eine Ergotherapie. Die Therapeutin stellte fest, dass Sandro springende Augen hat.
5. Bei einem Optometrist haben wir ein Augentraining begonnen. 6 Monate jeden Tag 20 Minuten alle 14 Tage vier neue Übungen.
Die Konzentration liess bis dahin sehr zu wünschen übrig.
Im August 2003 lernten wir dann die Anwendung durch die orthomolekulare Medizin durch Herrn Loyda kennen, und wendeten diese gemäß Empfehlung an.
Unser Kind veränderte sich sehr zum Positiven in allen Bereichen.
Sandro wurde Mitte September 2003 eingeschult. Nach 5 Wochen Schulzeit gingen wir in die Elternsprechstunde und fragten nach. Die Überraschende Aussage war: Sehr gute Konzentrationsfähigkeit, schnell und sauber arbeitend und gute Mitarbeit.
Wir sind dankbar und happy mit diese Art der Behandlung, etwas Natürliches in den Händen zu haben das Sandro bei seinen kleinen Problemen unterstützt und hilft.
Vielen Dank
Jutta Kreidenweiß
Peter Loyda
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Ihrer Gesundheit zur Liebe! Denn Gesundheit ist kein Zufall…
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Warnung vor falschen Zucker
Süßigkeiten und Lebensmittel mit hohem glykämischem Index bewirken ein steiles rasches Ansteigen des Blutzuckerspiegels. Dieser sackt nach kurzer Zeit weit unter die Normallinie wieder ab. Da dies eine lebensbedrohliche Situation für den Körper ist, wird von den Nebennieren Adrenalin ausgeschüttet, das den Blutzuckerspiegel normalisiert.
Zuviel Adrenalin im Körper hat Jedoch folgende Wirkung:
■ Impulssteuerungsschwäche verbunden mit Hyperaktivität und Aggressivität
■ Störung des Arbeitsgedächtnisses
vergangene Erfahrungen und aktuelle Eindrücke können nicht miteinander verbunden werden die Merkfähigkeit ist blockiert.
■ Mangelnde Fähigkeit vorauszuplanen
Es entstehen:
Muskelschwäche/Müdigkeit
Konzentrationsstörungen
Gier auf Süßes
Unaufmerksamkeit / Nervosität
Unruhe/Stimmungsschwankungen
Bei Kindern steigt der Adrenalinspiegel nach einem Stück Kuchen 10 x höher als bei Erwachsenen
Süßigkeiten wenn überhaupt nur direkt nach einer Hauptmahlzeit, weil der Blutzuckerspiegel dann nur schwach ansteigt. Niemals als Zwischenmahlzeit – ganz fatal als Pausenbrot!!
Auch Wassermangel kann zu Lernblockaden führen.
Bausteine für den Gehirnstoffwechsel
B-Vltamlne:
■ Bauen die Konzentrationsfähigkeit auf
■ Fördern die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn
■ Sorgen für gute Nerven und gute Koordination
■ Wirken gegen Stress und stärken die Gedächtnisleistung
■ Wirken gegen Depressionen
■ Hilfreich bei Nervenentzündungen, Kopfschmerzen und Migräne
■ Man reagiert ruhig und gelassen
■ Gegen Verhaltens- und Entwicklungsstörungen
■ Wichtig für die Kohlenhydratverarbeitung
■ Verbessert die Kommunikation zwischen Gehirn, Nerven und Muskeln
■ Sorgen für Gefühle wie Glück, Wärme, Freude und Liebe
Vitamin-B-Räuber sind:
Zucker, Weißmehl, Antibiotika, Medikamente allgemein, Stress, Infekte, Kunstlicht!!
Mineralien:
■ Magnesium: gegen Konzentrations- und Gedächtnisschwache, starke Nervosität, Gereiztheit und Schlafstörungen
■ Calcium: Aufbau von Knochen und Zähnen, Gegenspieler von Magnesium – wenn nicht im richtigen Verhältnis aufgenommen wird.
Aminosäuren:
■ Stabilisieren das Immunsystem
■ Verbessern den Stoffwechsel
■ Versorgen das Gehirn mit Energie
■ Bauen Enzyme auf
Omega 3 Fettsäuren:
■ Kontrollieren die Funktion der Gehirn- und Nervenzellen.Bauen Intelligenz, Konzentration und Aufmerksamkeit auf
Grundlagen
Das Gehirn besteht aus der linken und rechten Gehirnhälfte sowie dem so genannten Corpus collosum, ein Bündel von Nervensystemen, über die die so genannten Neurotransmitter zwischen den beiden Gehirnhälften hin- und her wandern.
Dieses Corpus collosum wird in der Phase des Krabbeln Lernens ausgebildet Kinder die nie gekrabbelt sind haben daher meist Koordinationsstörungen und müssen irgendwann zum Ergotherapeuten.
Beide Gehirnhälften müssen zusammenarbeiten um sich Gelerntes auch dauerhaft zu merken. Reine Zahlen können z.B. nur gemerkt werden, wenn sie mit einem emotionalen oder bildhaften Eindruck verbunden werden.
Für die Zusammenarbeit der beiden Gehirnhälften werden die Neurotransmitter (Dopamin, Noradrenalin und Serotonin), auch Botenstoffe, benötigt.
Diese werden gebildet von:
Vitamin B, Mineralstoffen, Aminosäuren, Omega-3-Fettsäuren.
Bei hyperaktiven Kindern springen die Botenstoffe zu schnell hin und her und können ihre Funktion nicht richtig erfüllen. Durch zu viel Phosphor (in Fertignahrung, Cola, süßen Getränken, in Milchprodukten) wird eine Fehlsteuerung der Neurotransmitter verursacht.
Bei hypoaktiven (Hans-Guck-in-die-Luft) sind zu wenig Botenstoffe vorhanden,
Neurotransmitter werden nur im Tiefschlaf gebildet!! Wenn also Kinder unruhig (Bett zerwühlt, wird morgens am anderen Ende wach, als abends eingeschlafen, schlafwandelt) schlafen, fallen sie nicht in den Tiefschlaf, somit können keine Neurotransmitter gebildet werden. Um in den Tiefschlaf zu fallen benötigt der Körper ausreichend Magnesium.
Eine Magnesiumzufuhr soll Immer im Verhältnis 1:2 (1 Magnesium, 2 Calcium) erfolgen, damit der Körper die Stoffe aufnehmen kann. Wird kein Calcium zugegeben, entsteht dem Körper über kurz oder lang ein Calcium-Mangel. Stimmt das Verhältnis nicht, kann der Körper die Mineralstoffe nicht richtig verwerten.







