Krebs
Lungenkrebs – Therapie
Therapie von Lungenkrebs
Der Behandlungsplan muss individuell angepasst sein
Für die Therapieplanung sind die Art des Lungenkrebses – kleinzellig oder nichtkleinzellig – und die Tumorausbreitung von entscheidender Bedeutung. Wichtig ist, für jeden Betroffenen einen individuell angepassten Behandlungsplan aufzustellen.
Weiterhin beeinflussen der Gesamtgesundheitszustand und auch das Alter des Patienten die Therapieentscheidung.
Zur Behandlung des Bronchialkarzinoms stehen folgende Therapieformen zur Verfügung:
- Operation
- Strahlentherapie
- Chemotherapie.
Wichtig ist, für jeden Betroffenen einen individuell angepassten Behandlungsplan aufzustellen.
Operation
Operationen kommen infrage, wenn der Tumor eine bestimmte Größe noch nicht überschritten hat und keine Fernmetastasen (Absiedlungen von Krebszellen in anderen Organen) existieren. Mit dem operativen Eingriff sollen die Geschwulst und möglicherweise befallene Lymphknoten komplett entfernt und damit eine Heilung erreicht werden. Speziell für das lokalisierte nichtkleinzellige Bronchialkarzinom stellt die Operation eine Behandlungsoption dar. Wird der kleinzellige Bronchialkrebs in einem frühen Stadium entdeckt, so kann auch hier eine Operation durchgeführt werden.
Voraussetzungen für einen Eingriff sind die gute körperliche Verfassung des Patienten und die Sicherstellung einer ausreichenden Atemfunktion nach der Operation. Zudem dürfen benachbarte Organe wie Speiseröhre oder größere Gefäße dadurch nicht gefährdet werden. Sollte dies nicht gewährleistet sein, sind andere therapeutische Möglichkeiten in Erwägung zu ziehen.
Bei der Operation wird das tumoröse Geschwür einschließlich eines “Sicherheitssaumes” aus gesundem Gewebe entnommen. Oft erfolgt die Entfernung eines Lungenlappens (Lobektomie). Die linke Lunge besteht aus drei und die rechte Lunge aus zwei derartigen Abschnitten – aus jeweils einem Ober- und Unterlappen, die linke Lunge zusätzlich aus einem Mittellappen. In manchen Fällen entnehmen die Operateure einen ganzen Lungenflügel (Pneumektomie), d.h. die komplette linke oder rechte Lunge. Es gibt jedoch mittlerweile operative Verfahren, durch welche Lobektomien vermieden werden können.
Lässt sich der gesamte Tumor durch die Operation entfernen, ist im Anschluss keine weitere Behandlung nötig. Sind Krebszellen in umgebenden Lymphknoten oder tumoröses Restgewebe nachweisbar, kann eine Strahlentherapie (adjuvante Strahlentherapie) folgen. Die Sicherstellung, ob die komplette Geschwulst entfernt wurde, erlangt man durch eine Untersuchung des entnommenen Gewebes unter dem Mikroskop (histologische Untersuchung).
Durch die Entfernung von Lungenabschnitten wird die Atemfläche des Betroffenen verringert, was bei einer voroperativ ausreichenden Lungenfunktion eigentlich kein Problem darstellt. Nach dem Eingriff können besondere atemgymnastische Methoden helfen, die Funktion der Lungen und damit die Lebensqualität des Patienten wiederherzustellen.
Strahlentherapie
Der Strahlentherapie kommt besonders dann große Bedeutung zu, wenn ein nichtkleinzelliger Bronchialkrebs nicht operabel – da zu groß – ist oder nach erfolgter Operation noch verbliebenes Tumorgewebe vermutet wird. In Kombination mit einer Chemotherapie wird die Bestrahlung auch bei manchen kleinzelligen Lungenkarzinomen eingesetzt.
Eine wesentliche Voraussetzung für die Anwendung der Strahlentherapie ist die genaue Lokalisation des Tumors. Dieser wird dann mit hochbeschleunigten Teilchen (Megavolt) bestrahlt, was die Krebszellen abtötet. Um Beschädigungen des gesunden Gewebes zu vermeiden, geschieht die Bestrahlung häufig in mehreren Sitzungen; dabei sind die Einzeldosen geringer. Die Bestrahlung selbst dauert nur wenige Minuten, die komplette Behandlung erfolgt aber über einen Zeitraum von mehreren Wochen. Dazu sind nur kurzzeitige Aufenthalte im Krankenhaus nötig. Manchmal werden Bestrahlungen auch vor einer Operation durchgeführt. In diesen Fällen soll der Tumor verringert und so durch einen operativen Eingriff komplett entfernbar gemacht werden.
Beim kleinzelligen Bronchialkarzinom wird nach wirkungsvoller Chemotherapie häufig auch der Kopf vorsorglich mitbestrahlt, um ein Bestehen von Tochtertumoren (Metastasen) im Gehirn zu verhindern. Diese entstehen dort besonders oft, sodass eine Bestrahlung des Kopfes ein erneutes Auftreten von Krebszellen vermeiden hilft.
Chemotherapie
Die Chemotherapie macht sich eine besondere Eigenschaft der Krebszellen zunutze: das schnelle Wachstum. Die verwendeten Medikamente (Zytostatika) hemmen das Zellwachstum und führen so zum Zelltod. Davon sind besonders die schnellwachsenden Krebszellen betroffen.
Vor allem bei der Behandlung des kleinzelligen Bronchialkrebses hat die Chemotherapie ihre Effektivität unter Beweis gestellt. Diese Form des Lungenkarzinoms zeichnet sich durch ein schnelles Wachstum und eine hohe Rate an Tochtergeschwülsten aus. Auch bei operativer Entfernung eines kleinzelligen Bronchialkarzinoms erfolgt eine Chemotherapie vor und nach dem Eingriff, um verbleibende Krebszellen abzutöten.
Zur Zeit überprüft eine Reihe von Wissenschaftlern in Studien, ob die Kombination aus Chemotherapie und Operation und/oder Strahlentherapie zur Behandlung eines nichtkleinzelligen Bronchialkarzinoms geeignet ist.
Auch zur Behandlung der Absiedlungen von Krebszellen in anderen Organen – so genannten Fernmetastasen – greifen Mediziner auf die Chemotherapie zurück, vorausgesetzt, dass der Patient in einer guten körperlichen Verfassung ist. Allerdings dient die Chemotherapie dann der Lebensverlängerung und Symptombesserung und beugt damit einer Verschlechterung des Allgemeinzustandes des Patienten vor. Eine Heilung ist in dieser Phase so gut wie unmöglich.
Zusammenfassung
Die am häufigsten verwendete Therapieform beim kleinzelligen Bronchialkarzinom ist die Chemotherapie. Nur in seltenen Fällen kommen Operation oder Strahlentherapie allein zum Einsatz. Die Strahlentherapie wird auch zur Bestrahlung des Kopfes eingesetzt, um Hirnmetastasen zu verhindern.
Welche Therapie beim nichtkleinzelligen Lungenkrebs genutzt wird, hängt unter anderem von der Größe des Tumors ab. Ist die Tumorausdehnung begrenzt und haben sich noch keine Fernmetastasen gebildet, kann eine operative Entfernung des Tumorgewebes Heilung bringen. Bei nicht komplett entnommenen sowie größeren Geschwülsten wird die Strahlentherapie angewendet. Sie kann auch vor der Operation zur Verkleinerung des Tumors eingesetzt werden. Bestehen Fernmetastasen, sind Chemotherapien angezeigt. Eventuell gibt es künftig kombinierte Therapiestrategien, bei denen eine Kombination aus Chemotherapie mit Operation und/oder der Bestrahlung durchgeführt wird.
Lungenkrebs – Früherkennung
Früherkennung Lungenkrebs
Bronchoskopie – Spiegelung der Atemwege
Zeigen sich Auffälligkeiten im Röntgenbild oder weisen Symptome wie anhaltender Reizhusten und Blutbeimengungen im Auswurf auf Veränderungen im Bronchialsystem hin, ist eine Spiegelung der Atemwege angesagt.
Bronchoskopie – Spiegelung der Atemwege
Diese Untersuchung erlaubt dem Arzt, Veränderungen der Bronchialschleimhaut zu erkennen und Gewebeproben zur weiteren Untersuchung zu entnehmen. Manchmal können auch Frühformen von Lungenkrebs entdeckt werden, bevor sie sich im Röntgenbild zeigen.
Bei der Bronchoskopie kann der Arzt gezielt Gewebe entnehmen
Bei der Untersuchung wird ein schlankes, biegsames Spezial-Endoskop durch die Nase oder den Mund in die Luftröhre und dann weiter in die Bronchien eingeführt. Es enthält eine Optik, welche die Betrachtung der Bronchialschleimhaut ermöglicht sowie Instrumente mit denen der Arzt gezielt Gewebeproben entnehmen kann. Weiterhin besteht die Möglichkeit, die Bronchien zu spülen – eine so genannte Bronchiallavage durchzuführen. Die Spülflüssigkeit kann dann auf vorhandene Krebszellen oder Krankheitserreger untersucht werden.
Am Vorabend nichts essen und nicht rauchen
Die Bronchoskopie wird heute in der Regel ambulant vorgenommen. Um Komplikationen auszuschließen, werden vor der Untersuchung ein Röntgenbild des Brustkorbes und ein EKG angefertigt, die Lungenfunktion bestimmt und der Gerinnungsstatus überprüft. Bei einigen Patienten löst die Bronchoskopie einen Würgereflex aus. Damit dabei kein Mageninhalt in die Atemwege gelangt, muss der Patient unbedingt nüchtern sein. Am Vorabend der Untersuchung darf nach 22 Uhr nichts mehr gegessen und auch keine Zigarette mehr geraucht werden.
Die Bronchoskopie und die Probenentnahme sind schmerzlos
Eine Vollnarkose ist bei der heutigen Untersuchung mit dem flexiblen Bronchoskop in der Regel nicht notwendig. Zur Beruhigung können Patienten aber ein Beruhigungsmittel erhalten.
Nach Aufsprühen eines Betäubungsmittels auf die Schleimhäute von Nase oder Mund und Rachen schiebt der Arzt das etwa bleistiftdicke Bronchoskop vorsichtig bis in die Bronchien. Dabei kann man ganz normal atmen, da neben dem Instrument genug Raum für die Atemluft bleibt. Sprechen ist allerdings nicht möglich, weil das Instrument in der Stimmritze liegt. Die Spiegelung der Bronchien selber und auch die Probenentnahme sind schmerzlos, da die Bronchien keine Schmerzfasern haben. Die Untersuchung dauert etwa 10 bis 20 Minuten. Danach bleibt der Patient noch etwa zwei Stunden unter Beobachtung. Essen und trinken darf der Betroffene erst nach etwa vier bis sechs Stunden, da der Rachen noch betäubt ist und das Risiko sich zu verschlucken hoch ist. Wer Medikamente zur Beruhigung bekommen hat, darf für 12 bis 14 Stunden nicht selbst Auto fahren.
Gibt es Komplikationen?
Schwerere Komplikationen sind bei der heutigen Untersuchungstechnik sehr selten, besonders wenn Risikopatienten mit erhöhter Blutungsneigung, schlechter Lungenfunktion oder Herzrhythmusstörungen ausgeschlossen werden. Am häufigsten kommen Blutungen vor, die aber meist noch während der Untersuchung gut beherrscht werden können.
Verschiedene Untersuchungstechniken bei Ihrem Arzt:
Jedem Symptom, das auf einen Lungenkrebs hindeuten kann, muss nachgegangen werden. Dafür stehen neben dem Röntgenbild der Lunge zwei weitere einfache und wichtige Untersuchungen zur Verfügung:
- Abhören der Lunge (Auskultation)
- Untersuchung des morgendlichen Auswurfs (Sputum).
Die Strahlenbelastung bei der Röntgen-Untersuchung stellt für viele ein Problem dar. Allerdings sind die technischen Geräte mittlerweile so weit entwickelt, dass die Aufnahme eines Röntgenbildes etwa eine vergleichbare Strahlenbelastung aufweist wie ein Transatlantik-Flug.
Was sieht der Arzt im Röntgenbild?
- Die Lungen stellen sich als nahezu durchscheinendes, von wenigen Linien und Strukturen durchzogenes Gewebe dar.
- Ein Röntgenbild gibt nicht nur Auskunft über die “innere Beschaffenheit” der Lunge, sondern sagt auch aus, welche Ausmaße sie hat, wie der Verlauf der Hauptbronchien ist und wie groß das Herz ist (ob es gesund erscheint).
- Die “innere Beschaffenheit” der Lunge kann von vielen Faktoren beeinflusst oder gestört werden. Dazu zählen Bindegewebsvermehrung und Verwachsungen in der Lunge (Fibrose des Lungengewebes), Einlagerung von Wasser (Ödem) und einzeln lokalisierte und konzentrierte Veränderungen, wie sie beim Lungenkrebs ? aber auch bei einer abgelaufenen Lungentuberkulose – auftreten. Diese Erscheinungen sind im Röntgenbild als Verdichtungen zu erkennen.
- Eine oft kreisrunde Verschattung – im Röntgenbild als grau-weißer Fleck zu erkennen – lässt bis zum Beweis des Gegenteils die Verdachtsdiagnose auf einen Lungenkrebs zu. Dabei muss die Größe des “Flecks” mindestens 1 bis 2cm betragen, um entdeckt zu werden.
- Liegt das auffällige Gewebestück allerdings im Bereich des Herzschattens oder im Schatten eines der großen Blutgefäße, entgeht es dem Diagnostiker leicht. Das bedeutet, dass ein unauffälliges Röntgenbild keinesfalls den Verdacht beseitigt.
Ergänzende oder weiterführende Untersuchungsmethoden:
- Lungenfunktionsprüfung: Sie gibt Auskunft über die Luftmenge, die von der Lunge in einem bestimmten Zeitraum bewegt werden kann. Einige Messungen während weniger Atemzüge geben dem Arzt Auskunft über die Leistungsfähigkeit der Lunge. Diese Untersuchungsmethode wird nicht nur zur Erkennung von Lungenerkrankungen durchgeführt; auch vor großen Operationen ist sie erwünscht, wenn die behandelnden Mediziner wissen wollen, wie belastbar Ihre Lunge ist.
- Computertomographie (CT): Bei der CT wird der Brustkorb (Thorax) in vielen Schichtbildern dargestellt, er wird quasi scheibenweise abgebildet. Dadurch lassen sich auch kleinere als im Röntgenbild sichtbare Herde erkennen. Die CT kann wie auch das Röntgenbild einen Verdacht erhärten.
- Mikroskopische Untersuchungen: Eine genaue Betrachtung auffälligen Gewebes unter dem Mikroskop (Histologie) bringt Gewissheit, ob Krebs vorliegt oder nicht. Sie ist letztendlich die sicherste Methode, um festzustellen, ob gutartige (benigne) oder bösartige (maligne) Veränderungen bestehen.
- Gewebeentnahme (Biopsie) bei der Bronchoskopie: Sie ist die Voraussetzung für eine mikroskopische Begutachtung; verdächtiges Gewebe wird z.B. während der Bronchoskopie gewonnen. Lassen sich Krebszellen im Gewebematerial nachweisen, ist die Diagnose gesichert. Finden sich allerdings keine, schließt dies nicht zwangsläufig die Diagnose Lungenkrebs aus! Bestätigt sich der Verdacht auf einen Lungenkrebs, ist umgehendes Handeln notwendig.
- Die Autofluoreszenz-Bronchoskopie ist ein modernes Verfahren, bei dem nicht nur weißes Licht, sondern zusätzlich blaues Laserlicht genutzt wird. Fällt das monochrom blaue Licht auf gesunde Schleimhaut, sieht diese auf dem Bildschirm grünlich aus. Trifft es auf verdächtige Bezirke, erscheint dunkel gefärbtes Gewebe auf dem Monitor. Die Farbveränderungen basieren auf bestimmten Substanzen in der Schleimhaut der Bronchien, die durch das blaue Licht angeregt werden, zu fluoreszieren.
- Eine weitere relativ junge Methode zur Früherkennung von Bronchialkrebs ist die automatisierte Sputum-Zytometrie (ASZ): Hierbei wird der DNA-Gehalt von Zellkernen aus dem Speichel untersucht. Dabei ergeben sich charakteristische Muster, die als gesund oder ungesund (pathologisch) gewertet werden können. Experten zufolge könnte sich die ASZ als eine Methode für ein so genanntes Massenscreening für Tausende von Risikopatienten eigenen.
- Knochenszintigraphie, Computertomographie, Kernspintomographie: Ist eine Krebserkrankung gesichert, müssen mit diesen Untersuchungsmethoden Metastasen ausgeschlossen bzw. gefunden werden.
Generell ist es schwierig, einen Lungenkrebs frühzeitig zu erkennen. Moderne Methoden wie die automatisierte Sputum-Zytometrie, die durch ein computergestütztes Verfahren große Mengen an Probematerial verarbeiten kann und die Autofluoreszenz-Bronchoskopie bieten zukünftig möglicherweise die Chance auf einen frühzeitigen Behandlungsbeginn durch rechtzeitige Diagnose. Besonders bei Vorliegen eines nichtkleinzelligen Bronchialkarzinoms ist der Zeitgewinn für die Behandlung bedeutsam!
Lungenkrebs kann ein sehr vielfältiges Beschwerdebild aufweisen und die Symptome ähneln oftmals anderen Lungenerkrankungen. Werden Sie deshalb selbst aktiv, wenn Sie Beschwerden haben, die zwar harmlos erscheinen, aber längere Zeit andauern!
Lungenkrebs – sicher erkennen
Lungenkrebs sicher erkennen
Modernste Technik jetzt per Rezept
Lungenkrebs ist eine der häufigsten Tumorerkrankungen in Deutschland. Zur sicheren Diagnose ist die Kombination zweier moderner bildgebender Verfahren, kurz PET/CT genannt, am besten geeignet. Doch die Kosten für die teure Diagnostik-Methode wurden bislang in Deutschland nur selten von den Kassen übernommen. Das könnte sich jetzt ändern.
In einem Vorstoß hat die Techniker Krankenkasse mit zwei Fachzentren eine Initiative zur besseren Erkennung und Behandlung von Lungenkrebs gestartet. Spezialisten vom Diagnostisch Therapeutischen Zentrum (DTZ) Berlin und von der HELIOS Lungenklinik Heckeshorn in Berlin werden gemeinsam mit der Krankenkasse ihre Kräfte bündeln. Fachkompetenz auf der einen Seite – Kostenübernahme auf der anderen.
Die TK erklärt sich in dem neuen Vertrag erstmalig bereit, auch ambulante Untersuchungen mit dem PET/CT-Verfahren (Positronen- Emissions- Tomographie/ Computertomographie) zu erstatten. Diese innovative Technik kann Krebsgewebe ab einer Größe von mehr als drei Millimetern sicher erkennen und genau lokalisieren. Auch Metastasen lassen sich damit am besten aufspüren. Eine Untersuchung von Kopf bis Fuß dauert etwa eine halbe Stunde. Sie erspart Patienten den mühsamen Lauf durch eine ganze Reihe alternativer Diagnose-Verfahren, die zudem viel weniger zuverlässige Aussagen erlauben. Nicht selten wird damit eine Operation auf Verdacht unnötig. „Die Ärzte sollen vorher wissen, was zu tun ist”, so Dr. Frank Reibe von der Techniker Krankenkasse bei der Vorstellung des Vertrages in Berlin.
Auch Prof. Wolfgang Mohnike vom DTZ sieht in der neuen Zusammenarbeit große Vorteile: „Dieser Vertrag bedeutet für unsere Krebspatienten einen gewaltigen Fortschritt. Diagnostische Lücken können vermieden und Therapien durch ein schnelles und klares Bild der Krankheit optimiert werden.”
Fachleute gehen davon aus, dass andere Krankenkassen bei der Finanzierung von ambulanter Diagnostik mittels PET/CT bald nachziehen werden. Und möglicherweise lassen sich vergleichbare Regelungen auch für weitere medizinische Anwendungsbereiche der Hightech-Methode finden.
Lungenkrebs – Warnsignale
Warnsignale Lungenkrebs
Folgende Symptome sollten Sie kennen
Lungenkrebs verursacht zunächst keine Beschwerden. Oft wird er bei Routine-Untersuchungen, z.B. Operationsvorbereitungen mit Anfertigung eines Lungen-Röntgenbildes oder bei Gesundheits-Checks, entdeckt.
Beschwerden treten häufig erst auf, wenn der Tumor bereits eine gewisse Größe erreicht hat oder in ein benachbartes Blutgefäß eingebrochen ist.
Es gibt Symptome, die für Lungenkrebs sprechen und bei deren Auftreten sofort ein Arzt aufgesucht werden sollte, damit dieser eine gründliche Untersuchung einleitet.
Leitsymptome für Lungenkrebs
Als Leitsymptome gelten:
- Sie haben seit Jahren chronischen Husten, der sich auf einmal verändert.
- Sie haben vorwiegend morgens nach dem Aufstehen Husten mit Auswurf – nach einer 10- bis 20-jährigen Raucherkarriere.
- Sie entdecken Blut im Auswurf.
- In letzter Zeit haben Sie gehäuft Infekte mit Beteiligung der Atemwege.
- Sie sind heiser, die Heiserkeit verschwindet nicht.
- Sie haben seit einiger Zeit Fieber.
- Schon bei leichten körperlichen Anstrengungen werden Sie kurzatmig oder entwickeln eine heftige Atemnot.
- Sie bemerken, dass Sie in letzter Zeit kontinuierlich an Gewicht verlieren. Außerdem fühlen Sie sich weniger leistungsfähig als früher und leiden unter heftiger Müdigkeit.
- Sie haben Schmerzen in der Brust.
- Ihnen fallen Schwellungen im Hals- und Gesichtsbereich auf.
Hinter den beschriebenen Beschwerden kann, muss aber nicht zwangsläufig Lungenkrebs stehen – auch eine chronische Bronchitis oder eine Lungenentzündung können die Ursache sein. Letztendlich bringt nur eine ärztliche Untersuchung Klarheit.
Das bedeutet:
- Wenn Sie eines der beschriebenen Symptome neu an sich bemerken oder schon seit geraumer Zeit bemerkt haben, gehen Sie zu Ihrem Hausarzt. Er kann Sie zu einem Spezialisten überweisen, welcher die notwendigen Untersuchungen einleitet.
- Dass Sie keinerlei andere Beschwerden oder Schmerzen verspüren, sollte kein Grund sein, den Termin aufzuschieben. Denn wenn eine Krebserkrankung vorliegt, sollte diese auch schnell behandelt werden. Umso größer ist der Behandlungserfolg!
Lungenkrebs – Risikofaktor Rauchen
Risikofaktor Rauchen
Zigarettenrauch fördert Krebsgeschwüre
Krebs hat viele Gesichter und die Ursachen für seine Entstehung sind vielfältig. Zigarettenrauch aber ist nachweislich ein Risikofaktor für die Entwicklung von Krebsgeschwüren.
Weltweit sterben jährlich etwa fünf Millionen Menschen an den Folgen des Tabakkonsums, eine Million davon an Lungenkrebs. In Europa waren es laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Jahre 2002 allein 1,2 Millionen Menschen, denen der blaue Dunst den Tod brachte. Im Schnitt verkürzen Raucher ihre Lebenserwartung im Vergleich zu Nichtrauchern um bis zu zehn Jahre. Das Risiko, an Krebs zu sterben, steigt für sie mit einem Verbrauch von täglich zwei oder mehr Schachteln Zigaretten um das 12- bis 25-Fache.
Hinzu kommt, dass Rauchen bei Bestehen einer chronischen Erkrankung wie Diabetes mellitus, Kopfschmerz, Neurodermitis oder anderen Allergien das Krankheitsbild und damit die bestehenden Beschwerden wesentlich verschlimmern kann.
Argumente von Rauchern und der wissenschaftliche Gegenbeweis
| Pro Rauchen – Zitate von Rauchern | Contra Rauchen – die Wissenschaft beweist |
| Rauchen sieht schick aus | Raucherhaut wird schneller runzlig, wirkt gelblich schimmernd und zerknittert. |
| Rauchen macht schlank. | Rauchen macht krank: Über 50% aller Raucher sterben frühzeitig an durch Tabakkonsum verursachten Erkrankungen, davon mehr als die Hälfte schon im mittleren Lebensalter. |
| “Ich rauche gern.” | Rauchen kann die Entstehung von Depressionen fördern. |
| Rauchen baut Stress ab. | Rauchen beschleunigt die Alterung des Gehirns und erhöht das Risiko für Alzheimer. |
| Rauchen fördert Kontakte | Am Zigarettenkonsum werden im Jahr 2020 weltweit zehn Millionen Menschen versterben. |
| Rauchen macht sexy. | Rauchen kann den Penis um bis zu 8 mm verkürzen: Ursache ist die Verkalkung der Blutgefäße im Penis. |
| Rauchen macht frei. | Das Risiko an einer Atemwegskrankheit zu versterben, ist für Raucher etwa dreimal so hoch wie für Nichtraucher. |
Wussten Sie, dass …
- Tabak radioaktiv ist? Ein starker Raucher (2-4 Schachteln täglich) verabreicht seiner Lunge jährlich die Radioaktivität von etwa 250 Röntgenaufnahmen.
- Zigarettenqualm das “gegenwärtig gefährlichste luftgetragene Schadstoffgemisch” ist? (Ärztlicher Arbeitskreis Rauchen und Gesundheit)
- Rauchen die Haut schneller altern lässt?
- Rauchende Männer eine stark verminderte Fruchtbarkeit zeigen?
- Ihr Treppenhaus laut Gerichtsurteil kein Ort zum Rauchen ist?
- Nikotin eine gängige Einstiegsdroge für viel härtere Sachen ist?
- “Leichte” Zigaretten den gleichen Anteil an Schadstoffen enthalten wie ihre “normalen” Pendants? Lediglich die Zahl der Luftlöcher im Filter ist höher und durchmischt den Rauch mit mehr Luft. Sie inhalieren tiefer und schneller, teilweise steigt der Nikotinkonsum dadurch noch an.
- Sie im Durchschnitt zehn Jahre Ihres Lebens wegwerfen, wenn Sie rauchen? Nur knapp 60% der Raucher erleben ihren 70. Geburtstag. Zum Vergleich: Bei den Nichtrauchern sind es über 80%.
- Die Hälfte aller Raucher an ihrer Sucht sterben?
Tipps für die Entwöhnung und den Entzug
- Den meisten Rauchern fällt das Aufhören schwer. Schuld daran ist das Nikotin, ein starkes Suchtmittel.
- Setzen Sie sich selbst ein Ziel, aber nicht unter Druck!
- Wenn Sie die radikale Methode (von heute auf morgen auf das Rauchen zu verzichten) nicht schaffen, suchen Sie Hilfe bei Fachleuten. Ihr Arzt sollte dabei der erste Ansprechpartner sein.
- Ein Arzt verschreibt Ihnen z.B. das Nikotinpflaster, das entsprechend Ihrem gewohnten Tabakkonsum in verschiedenen Dosierungen angeboten wird.
- Akupunktur kann zusätzlich angewendet werden, um das Suchtzentrum im Gehirn zu beeinflussen. Als alleinige Therapie allerdings reicht Akupunktur meist nicht.
- Darüber hinaus gibt es seit einiger Zeit Medikamente auf dem Markt, welche die Nikotinentzugssymptome völlig herabsetzen und damit den Drang nach einer Zigarette bekämpfen sollen. Der Vorteil: Sie enthalten selbst kein Nikotin.
- Es werden auch Raucherentwöhnungskurse angeboten. Informieren Sie sich hierzu bei Ihrer Krankenkasse.
- Wichtig ist, dass Partner und Bekanntenkreis mitziehen. Geben Sie bekannt, dass Sie derzeit nicht rauchen. Das bewahrt vor dummen Bemerkungen und setzt Sie selbst nicht zu sehr unter Stress.
Hauptvoraussetzung für eine Entwöhnung ist der eigene Wille!
Kurztest für Raucher
Die folgende Liste zeigt mögliche persönliche Motive, warum Sie ohne den Glimmstängel nicht leben wollen. Ihre Abhängigkeit von der Zigarette ist umso stärker, je mehr Kreuze Sie setzen.
Ich rauche:
- weil es mir schmeckt
- aus Spaß
- aus Gewohnheit
- damit meine Hände beschäftigt sind
- weil ich ab und zu eine Kunstpause einschieben möchte
- weil eine Zigarette Gemütlichkeit ausstrahlt
- weil mein Körper danach verlangt
- andere Gründe
Knochenkrebs – Was ist das?
Was ist Knochenkrebs? |
Die bösartigen Tumoren werden danach eingeteilt, ob sie vom Knochen oder vom Knochenmark ausgehen. Die Krebsgeschwüre werden in knochengewebszerstörende (osteolytische) oder knochengewebsaufbauende (osteoplastische) unterschieden. Auch Mischformen dieser beiden Arten sind bekannt.
Knochenkrebs ist im Kindesalter die am häufigsten vorkommende Krebsart (60 Prozent). Krebs des Knochenmarks ist die zweithäufigste Erkrankung mit bösartigen Knochentumoren (25 Prozent). Seinen Erkrankungsgipfel erreicht der Krebs beider Arten bei Kindern und Jugendlichen zwischen dem zehnten und 20. Lebensjahr.
Die fünf-Jahres-Überlebensrate liegt bei Knochenkrebs zwischen 40 und 70 Prozent. Allerdings spielen die Größe des Tumors und der Behandlungsbeginn dabei eine große Rolle. Die fünf-Jahres-Überlebensrate des Knochenmarkkrebses liegt dank der guten Therapiemöglichkeiten heutzutage bei etwa 50 bis 60 Prozent. Grundsätzlich sind die Prognosen bei Patienten, die bereits unter einer Metastasenbildung leiden, schlechter.
Symptome |
Beim Knochenmarkskrebs (Ewing-Sarkom) gehen die Tumoren vom Schaft der langen Röhrenknochen aus und befallen bevorzugt die Beine. Dabei betreffen etwa 19 Prozent den Oberschenkelknochen, zehn Prozent das Schienbein und elf Prozent das Wadenbein. Ungefähr 20 Prozent der Tumoren bilden sich außerdem im Kreuzbein oder Beckenknochen.
Beide Tumorarten metastasieren in erster Linie auf dem Blutweg und dabei bevorzugt in der Lunge. Beim Krebs des Knochenmarks finden sich auch Metastasen in den Lymphknoten.
Ursachen |
Eine deutliche Zunahme beider Erkrankungen wurde bei Patienten festgestellt, die in der Kindheit eine Strahlen- oder Chemotherapie erleben mussten, da diese auf Grund einer anderen Krebserkrankung notwendig wurde.
Wann ist ein Arzt aufzusuchen? |
Diagnose |
Die eindeutigen Anzeichen des Knochenkrebses kann der Arzt bereits anhand des Röntgenbildes erkennen, auf dem eine deutliche Zerstörung sowie eine unscharfe Randbegrenzung des Knochens zu erkennen sind. Neben einer strahlenförmigen Verdickung der Knochenhaut ist auch am Rand des Knochens eine Knochenneubildung (Codman-Dreieck genannt) zu erkennen. Die letzten Hinweise liefern die parallel zum Knochen laufenden Linien.
Prinzipiell erfolgt die Diagnose von bösartigen Knochentumoren jedoch anhand einer Untersuchung des betroffenen Gewebes.
Bei einer Blutuntersuchung finden sich Hinweise auf ein Osteosarkom, wenn die Werte der alkalischen Phosphatase (dabei handelt es sich um ein Enzym, das im Blut festgestellt werden kann) erhöht sind. Dies ist bei etwa 60 Prozent der Patienten der Fall.
Beim Ewing-Sarkom ist eine Erhöhung der Blutkörpersenkungsgeschwindigkeit festzustellen. Hinzu kommt meist ein Mangel an roten Blutkörperchen (Anämie) sowie eine Vermehrung der weißen Blutkörperchen (Leukozytose).
Um die Diagnose fachgerecht stellen zu können und eine mögliche Therapie zu planen, werden folgende Untersuchungen durchgeführt:
- Eine Computertomographie (CT), um die Ausdehnung des Tumors in Knochen und Weichteilen beurteilen zu können
- Eine Skelettszintigraphie zum Ausschluss weiterer Tumoren
- Zum Ausschluss von Lungenmetastasen eine Röntgenaufnahme
- Knochenmarksbiopsie, um die Ausdehnung des Tumors im Markraum des Knochens bestimmen zu können, was besonders beim Ewing-Sarkom wichtig ist
- Eine Gefäßdarstellung (Angiographie)
Behandlung |
Der Arzt wird die Behandlung danach ausrichten, ob bei dem Patienten bereits Metastasen vorliegen oder nicht. Bei Knochenkrebspatienten, die keine Metastasen aufweisen, wird gleich eine präoperative Chemotherapie eingeleitet, deren Ziel es ist, den Tumor zu verkleinern. Danach erfolgt eine vollständige operative Entfernung des Krebsgeschwürs, wobei heutzutage versucht wird, mögliche Amputationen zu vermeiden. Nach der erfolgreichen Operation wird die Chemotherapie fortgeführt.
Liegen bereits Metastasen vor, erfolgt die Behandlung auch zunächst durch eine Chemotherapie. Die weitere Behandlungsweise hängt jedoch von deren Ergebnis ab. Zeigt die Therapie gar keinen Erfolg, werden der Tumor und auch die Metastasen operativ entfernt.
In schweren Fällen kann es vorkommen, dass sich der Knochenkrebs trotz Chemotherapie nicht bessert. In diesem Fall wird ein anderes Chemotherapeutikum gewählt. Wenn der Tumor darauf positiv reagiert, wird operiert und die Chemotherapie danach weiter fortgeführt.
Die Behandlung des Knochenmarkkrebses unterscheidet sich von der Therapie des Knochenkrebses, indem die Auswahl zwischen Strahlenbehandlung oder Operation sich nach den Folgeschäden richtet. Die Therapie erfolgt meist ähnlich wie bei Knochenkrebs: Nach einer Chemotherapie folgt eine Operation, nach welcher die Chemotherapie weitergeführt wird.
Krebs – und die orthomolekulare Medizin
Ein Bericht aus der Praxis vom 28.10.2003:
Ich heiße Thomas Scheuermann und bin 35 Jahre alt.
Im Dezember 2001 wurde bei mir ein Tumor im Kopf festgestellt, welcher auch operativ entfernt wurde.
Nach div. Bestrahlungs- und Chemotherapien war mein Immunsystem im Herbst 2002 äußerst geschwächt, was zu vielen Erkältungskrankheiten und Abgeschlagenheit führte.
Im Feburar 2003 lernte ich dann die Anwendung der orthomolekularen Medizin kennen. Hier wurde dann sofort alles unternommen meinen angegriffenen Zustand und auch mein Immunsystem wieder in Ordnung zu bringen.
Meine Blutwerte, insbesondere der Tumor-Marker S-100, unterliegen strenger Kontrollen. Während er noch im Januar 2003 bedenklich war und sofort nochmals überprüft wurde, liegt Tumor-Marker zum Erstaunen der Ärzte mittlerweile auf 0,001 ug/1.
Ebenfalls haben sich meine Kreislaufprobleme, das Druckgefühl im Narbenbereich, welche oft durch Stress und Wetterumschwung ausgelöst wurden, ebenfalls stark verbessert.
Ich bin froh, das ich diese Form der Anwendung kennen gelernt habe, sie gibt mir das Gefühl der Sicherheit, etwas für meine wieder erlangte Gesundheit tun zu können.
Thomas Scheuermann
Peter Loyda
Wenn auch Sie die Erfolge der orthomolekularen Medizin an sich selbst erfahren wollen, informieren Sie sich über das
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Ihrer Gesundheit zur Liebe! Denn Gesundheit ist kein Zufall…
Ich möchte mehr über die orthomolekulare Medizin erfahren:
Darmkrebs – Behandlung
Die Behandlung bei Darmkrebs
Allgemeine Behandlungsprinzipien bei Darmkrebs
Die operative Entfernung des Tumors ist der wichtigste Teil im Behandlungskonzept für Darmkrebs, denn die Operation stellt in der Regel die einzige Chance auf völlige Heilung dar. Im Allgemeinen kann die Heilung jedoch nur dann erfolgen, wenn noch keine Streuung der Tumorzellen in andere Organe stattgefunden hat (in bestimmten Konstellationen kann heutzutage auch in diesen Fällen noch eine Heilung möglich sein). Deswegen ist es sehr wichtig, dass vor jeder Operation eine genaue Abklärung des Krankheitsausmaßes (Staging) erfolgt.
Handelt es sich um ein Kolonkarzinom (Dickdarmkrebs), so erfolgt die Operation baldmöglichst nach Diagnosestellung und Staging. Ein Patient kann nur geheilt werden, wenn der Tumor vollständig entfernt wird. Um dies sicherzustellen, wird der entfernte Tumor nach der Operation von einem Pathologen beurteilt und weiter untersucht. Dieser untersucht den Tumor, kontrolliert sowohl die Schnittränder des Präparates als auch die mit entfernten Lymphknoten. Je nach Ergebnis wird im Anschluss eine zusätzliche Chemotherapie notwendig.
Im Falle des Rektumkarzinoms (Enddarmkrebs) muss nach Diagnosestellung zuerst die genaue Größe und Eindringtiefe des Tumors geklärt werden. Während bei kleineren Tumoren die sofortige operative Entfernung des Tumors empfohlen wird, sollte bei großen Tumoren zunächst eine Vorbehandlung mit Chemo- und Strahlentherapie (oder alleinige Strahlentherapie) zur Verkleinerung des Tumors erfolgen. Dies dient nicht nur zur Vereinfachung und Risikominderung der Operation, vor allem senkt die Vorbehandlung das Risiko, dass der Tumor nach der Operation erneut auftritt (Lokalrezidiv). Ob nach der Operation noch eine zusätzliche Chemotherapie notwendig ist, hängt von verschiedenen histopathologischen Kriterien ab und sollte genau mit dem Arzt besprochen werden.
Die Darmkrebsoperation – Erhalten Sie hier ausführliche Informationen
Nach der Darmkrebs-Operation
Im Tumorstadium III – IV kommt grundsätzlich eine zusätzliche Rezidiv- bzw. Metastasen-Therapie nach der Darmkrebs-Operation in Betracht. Die Tumornachsorge sollte von einer verlässlichen Stelle (Hausarzt, Tumorambulanz), unter Einbezug aller beteiligten Ärzte, geplant und organisiert werden. Voraussetzungen dafür sind eine vollständige Koloskopie vor oder baldmöglichst nach der Darmoperation und die Beurteilung des Allgemeinzustandes des Patienten. Ob und wie oft im Einzelfall eine Tumornachsorge indiziert ist, kann dem Patienten erst nach der Operation mitgeteilt werden, wenn alle Befunde vollständig sind. Das Ziel der Nachsorge ist es, möglichst früh zu erkennen falls der Tumor wieder anfängt zu wachsen (Rezidiv) oder neue Tochtergeschwülsten (Metastasen) auszubilden. In den ersten zwei Jahren nach der Darmkrebs-Operation ist das Risiko hierfür am größten und regelmäßige Kontrollen sind unerlässlich. Danach sinkt das Rezidiv-Risiko mit der Zeit immer weiter ab und die Abstände zwischen den Kontrollen können immer weiter verlängert werden (Beim Dickdarm-Krebs in den ersten 3 Jahren alle 6 Monate, im 4. und 5. Jahr im jährlichen Rhythmus; beim Enddarmkrebs werden hingegen im ersten Jahr 3-monatige Abstände empfohlen). Nach 5 Jahren kann die Darmkrebs-Nachsorge für gewöhnlich beendet werden.
Was beinhaltet eine Tumor-Nachsorge bei Darmkrebs?
Zur Basis-Nachsorge gehören das ärztliche Gespräch, die körperliche Untersuchung, die Kontrolle von Laborparametern im Blut, die Bestimmung des Tumormarkers CEA, eine Ultraschalluntersuchung der Bauchhöhle sowie eine Röntgenaufnahme der Lunge. Ein weiterer fester Bestandteil der Nachsorge ist die Darmspiegelung (Koloskopie oder Rektoskopie). Beim Dickdarmkrebs empfiehlt man, die Koloskopie einmal pro Jahr durchführen zu lassen, während die Rektoskopie beim Enddarmkrebs vor allem an Anfang bei jeder Nachsorgeuntersuchung durchgeführt werden sollte. Die Computertomographie (CT) wird innerhalb der Darmkrebs-Nachsorge nicht routinemäßig eingesetzt, kann jedoch hilfreich sein, um nach der Operation den Anfangsstatus festzuhalten und so schon kleinste Veränderung schnell entdecken zu können.
Brauche ich eine Chemotherapie nach der Darmkrebs-Operation?
Wenn bei der pathologischen Untersuchung des Operationspräparates tumorbefallene Lymphknoten nachgewiesen wurden, wird die Durchführung einer postoperativen (adjuvanten) Chemotherapie empfohlen. Auch wenn der Tumor an sich vollständig entfernt werden konnte, besteht in diesen Fällen das Risiko (bis zu 50 %), dass sich bereits einzelne Krebszellen in anderen Körperregionen ab gesiedelt haben, ohne dass sie mit den heutigen Methoden entdeckt werden können. Große Studien haben gezeigt, dass eine prophylaktische (adjuvante) Chemotherapie das Rückfallrisiko (Rezidiv oder Metastasen) deutlich senkt. Weitere Indikationen für eine adjuvante Chemotherapie wären zum Beispiel auch in niedrigeren Tumorstadien, wenn der Tumor bei der Darmkrebs-Operation aufgebrochen war, der Tumor eine schlechte Zelldifferenzierung (G3) aufweist oder bei der Operation weniger als 12 Lymphknoten entfernt wurden. In diesen Fällen muss individuell entschieden werden, ob eine Chemotherapie angezeigt ist oder nicht.
Bei Enddarmtumoren in fortgeschrittenen Stadien führt man meist schon vor der Operation eine Kombination aus Chemo- und Strahlentherapie durch (neoadjuvante Radiochemotherapie). Auch in diesen Fällen ist das Ziel, die Wahrscheinlichkeit eines Rezidives nach der Operation zu senken. Die Vorteile einer solchen Behandlung wurden ebenfalls ins zahlreichen großen Studien belegt.
Wenn sich bereits zum Zeitpunkt der Diagnose Darmkrebs Tochtergeschwülste (Metastasen) gebildet haben, wird die sogenannte „palliative“ Chemotherapie durchgeführt. In diesen Fällen ist das Therapie-Ziel die Verbesserung der Lebensqualität und die Verlängerung des Überlebens, da eine Heilung meistens leider nicht mehr möglich ist. Heilung in fortgeschrittenen Darmkrebs-Stadien ist jedoch nicht unmöglich. In manchen Fällen können durch die Chemotherapie Darmkrebs-Metastasen so weit verkleinert werden, dass sie chirurgisch entfernbar werden können.
Wie erfolgt eine Chemotherapie bei Darmkrebs und was für Nebenwirkungen gibt es?
Der Angriffspunkt einer Chemotherapie sind Zellen, die sich schnell teilen, das heißt zum einen die Krebszellen, aber zum anderen leider auch gesundes Gewebe mit einer hohen Teilungsrate (siehe bei Nebenwirkungen). Die Medikamente, auch Zytostatika genannt, werden über das Blut im ganzen Körper verteilt, es handelt sich also um eine „systemische Therapie“. Mittlerweile steht eine Vielzahl verschiedener Medikamente zur Verfügung, die je nach Stadium des Darmkrebses und des Allgemeinzustandes des Patienten individuell ausgewählt und kombiniert werden können. Meistens werden mehrere Medikamente nach einem festen erprobten Schema eingesetzt (z.B. FOLFOX-Schema). Sofern keine gesundheitlichen Probleme dagegen sprechen, kann eine Chemotherapie ambulant durchgeführt werden. Für die Verabreichung der Medikamente kann die Implantation eines venösen Portkatheters erforderlich sein, was die Behandlung für den Darmkrebs-Patienten einfacher und angenehmer macht. Eine adjuvante Chemotherapie dauert normalerweise ein halbes Jahr, allerdings kann sich die Behandlungsdauer im metastasierten Stadium je nach Therapieansprechen verlängern. In diesen Fällen können neben den klassischen Zytostatika auch so genannte Antikörper (z.B. Cetuximab, Bevacizumab) eingesetzt werden. Antikörper binden an bestimmte Oberflächenstrukturen auf Krebszellen, die für das Tumorwachstum wichtig sind, und blockieren diese. In der regulären „adjuvanten“ Therapie haben Antikörper jedoch (bisher) noch keinen Stellenwert.
Die möglichen, keines Weges zwingend vorkommenden Nebenwirkungen einer Chemotherapie beruhen auf der Beeinträchtigung von sich schnell teilenden gesunden Zellen. Hierzu gehört beispielsweise das Knochenmark, in dem die verschiedenen Blutzellen gebildet werden, sodass es im Laufe der Therapie zu Blutarmut, Blutungen und Infektionen kommen kann. Die weißen Blutkörperchen sind für die Infektionsabwehr am wichtigsten und müssen während einer Chemotherapie unbedingt regelmäßig kontrolliert werden (Blutbild). Fällt ihre Zahl zu stark ab, muss die Therapie für eine Erholungszeit unterbrochen werden.
Da auch der Verdauungstrakt zu den schnell teilenden Geweben zählt, kann es bei einer Chemotherapie zu verschiedenen Nebenwirkungen in diesem Gebiet kommen. Hierzu zählen Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Geschmacksstörungen oder Durchfälle. Glücklicherweise gibt es gegen diese Nebenwirkungen einige sehr effiziente Medikamente (z.B. Antiemetika).
Eine weitere mögliche Nebenwirkung von manchen Zytostatika ist der Haarausfall. Jedoch ist bei den gegen Darmkrebs eingesetzten Medikamentenkombinationen kein vollständiger Haarausfall zu erwarten. Auf alle Fälle wachsen die Haare nach Ende der Behandlung wieder nach und auch die anderen oben genannten Nebenwirkungen verschwinden nach Therapieende wieder.
Bei den bereits erwähnten Antikörpern sind im Allgemeinen nur wenige Nebenwirkungen zu befürchten. Da es sich um Eiweiße handelt, kann es selten zu allergischen Reaktionen kommen (z.B. akneförmiger Hautausschlag bei Cetuximab). Allgemein sollte Ihr behandelnder Onkologe Sie über die entsprechend dem Therapie-Schema zu erwartenden Nebenwirkungen aufklären und diese gegebenenfalls mit zusätzlichen Medikamenten behandeln.
Wann empfiehlt man eine Strahlentherapie bei Darmkrebs?
Eine weitere Therapie-Option stellt die Strahlentherapie (Radiotherapie) dar. Hierbei werden die Tumorzellen mit sehr energiereichen Strahlen lokal bekämpft. Die Strahlentherapie (meist in Kombination mit einer Chemotherapie) wird nur beim Enddarmkrebs eingesetzt, sowohl vor der Operation (neoadjuvant) zur Verkleinerung des Tumors, als auch nach der Operation (adjuvant) zur Verhinderung von Rezidiven. Bei Dickdarmtumoren hat die Strahlentherapie keinen Stellenwert. Die Bestrahlung muss genauestens geplant werden und erfolgt dann ambulant für wenige Minuten an 5 Tagen in der Woche, etwa über einen Zeitraum von 5 Wochen. Auch hier gibt es Nebenwirkungen, dazu zählen Durchfall und Hautreizungen (Trockenheit, Rötung), gelegentlich Hautverfärbungen und Verhärtungen des Unterhautfettgewebes.
Psychoonkologie bei Darmkrebs
Die Forschung hat gezeigt, dass es keine allgemeinen Faktoren gibt, die unsere Lebensqualität verbessern oder verschlechtern. Der Begriff Lebensqualität meint die persönliche Erfahrung der Krebserkrankung, Empfindungen und Beschwerden im seelischen, körperlichen und sozialen Leben. Zwischen verschiedenen Personen bestehen also große Unterschiede im Umgang mit der Erkrankung. Es kommt darauf an, wie der einzelne Patient die Belastungen verarbeitet, die die Erkrankung oder Behandlung verursachen kann. Viele dieser Belastungen sind vorübergehend, aber sie können auch anhalten und eine psychologische Behandlung erforderlich machen.
Während der Behandlung im Krankenhaus steht oft die Angst vor der Operation im Vordergrund. Wichtig ist es, in den Gesprächen mit dem behandelnden Arzt so viel zu fragen, wie man wissen und verstehen möchte, und auch seine Unruhe und Sorgen nicht zu verschweigen. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus werden die vielen Anforderungen oft eine Überforderung.
Studien haben gezeigt, dass eine Hauptsorge von allen Krebskranken ist, die Erkrankung könne wieder auftreten oder sich ausweiten („Progredienzangst“). Diese Sorge ist normal und angemessen, allerdings kann Sie auch überhand nehmen. In dieser Situation kann es hilfreich sein, darüber zu sprechen und sich der Angst anzunähern. Da die Bedeutung der psychischen Krankheitsverarbeitung zunehmend anerkannt wird, gibt es heute eine Vielzahl von entsprechenden Unterstützungsmöglichkeiten.
Darmkrebs – Symptome
Was sind die Anzeichen von Darmkrebs?
Am Anfang des Darmkrebses liegen meist noch keine oder nur sehr wenige Krankheitsbeschwerden (Symptome) vor. Im weiteren Verlauf können veränderte Stuhlgewohnheiten (Wechsel von Verstopfung und Durchfall, Veränderungen von Stuhlkonsistenz, -farbe, -geruch oder gehäufter Stuhldrang) oder Blut im Stuhl als erste Beschwerden auftreten. Der Nachweis von Blut im Stuhl bedeutet nicht zwangsläufig Darmkrebs, viel häufiger liegen andere Ursachen wie Hämorrhoiden, Polypen oder Entzündungen vor. Jedoch sollte in diesen Fällen immer eine Abklärung erfolgen! Weitere Warnzeichen sind ein plötzlicher Leistungsabfall, Gewichtsabnahme, nächtliches Schwitzen und Fieber. Da derartige Beschwerden aber keinesfalls beweisend für einen Darmkrebs sind und auch bei anderen Erkrankungen auftreten können, ist eine genaue Abklärung empfohlen.
Darmkrebs-Diagnostik und -Vorsorge
Die Heilungschancen für Darmkrebs sind umso besser, je früher er erkannt und behandelt wird. Durch regelmäßige Vorsorge-Untersuchungen könnte Darmkrebs nahezu komplett verhindert bzw. geheilt werden.
Das von den gesetzlichen Krankenkassen angebotene Darmkrebs-Vorsorgeprogramm kann und sollte ab dem 50. Lebensjahr genutzt werden. Bis zum 55. Lebensjahr hat man Anspruch auf eine Tastuntersuchung des Enddarmes und einen Test auf verstecktes Blut im Stuhl pro Jahr. Nach dem 55. Geburtstag wird zusätzlich eine Darmspiegelung (Koloskopie) als Vorsorge angeboten, auch wenn keine Beschwerden vorliegen. Sind in der Familie Darmkrebs-Erkrankungen bekannt, sollte die Koloskopie unter Umständen schon früher durchgeführt werden. Denn früh erkannt, hat Darmkrebs eine sehr gute Prognose und kann komplett geheilt werden.
Untersuchungsmethoden zur Vorsorge oder zum Nachweis des Darmkrebses:
- Tastuntersuchung des Enddarmes (digitale rektale Untersuchung). Der Enddarm, der Schließmuskel und die Prostata können mit dem Finger ausgetastet und beurteilt werden. Ein auffälliger Tastbefund muss mittels einer Darmspiegelung abgeklärt werden.
- Test auf verstecktes Blut im Stuhl (Okkultbluttest, Hämokkult). Drei aufeinander folgende Stuhlproben werden im Labor auf mit dem bloßen Auge nicht erkennbares Blut untersucht. Bei Nachweis von Blut im Stuhl muss sich zur weiteren Klärung eine Darmspiegelung anschließen.
- Darmspiegelung (Koloskopie). Nur durch die Darmspiegelung, in Verbindung mit der Entnahme einer Gewebeprobe, kann ein Darmkrebs sicher nachgewiesen werden. Zudem können Darmpolypen als mögliche Krebsvorstufen erkannt und sogleich entfernt werden. Die Darmspiegelung kann je nach dem untersuchten Darmabschnitt und dem verwendeten Endoskop (Kamera- und Lichtinstrument) noch weiter unterteilt werden in: Koloskopie (flexible Spiegelung des gesamten Dickdarms), Sigmoidoskopie (flexible Spiegelung des unteren Dickdarmes und des Enddarmes), Rektoskopie (starre Spiegelung des Enddarmes bis ca. 15-20cm).
- Virtuelle Darmspiegelung (CT- oder MR-Kolonographie) oder Röntgen-Untersuchung (Kolon-Kontrasteinlauf). Diese radiologischen Verfahren gehören nicht zur Routine-Vorsorge, können aber bei speziellen Fragestellungen wichtig sein. Bei der Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) werden Schichtaufnahmen des Körperinneren angefertigt und mit speziellen Computerprogrammen zu einer dreidimensionalen Ansicht des Darminneren weiterverarbeitet. Beim Kolon-Kontrasteinlauf wird der Dickdarm über den After mit Kontrastmittel gefüllt und auf Röntgenbildern dargestellt. Allerdings sind Entzündungen und kleinere Polypen schlechter beurteilbar als bei einer Koloskopie. Hinzu kommen die Strahlenbelastung und die eingeschränkte Anwendbarkeit des CT/MRT für Patienten mit Metallimplantaten, Herzschrittmachern oder Platzangst. Der größte Nachteil der virtuellen Darmspiegelung ist jedoch, dass verdächtige Befunde weder entfernt noch durch Entnahme einer Gewebeprobe weiter untersucht werden können. Die konventionelle Darmspiegelung bleibt somit die Methode der Wahl in der Diagnostik von Darmkrebs.
Ziel dieser Untersuchungen ist es festzustellen, ob tatsächlich ein Darmkrebs vorliegt (Tumornachweis), und wenn nachgewiesen, wie weit dieser fortgeschritten ist (Tumorstaging). In einem ausführlichen Gespräch mit dem behandelnden Arzt werden außerdem sowohl die aktuellen Beschwerden als auch die Begleiterkrankungen und Risikofaktoren erfasst.
Untersuchungsmethoden zur Erfassung des Krankheitsausmaßes bei Darmkrebs
- Ultraschalluntersuchung des Bauchraums. Der Ultraschall (Sonographie) ist eine einfache und risikolose Untersuchungsmethode, um innere Organe wie Leber, Nieren oder Milz darzustellen. Mit der Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes (Abdomen) wird geklärt, ob Darmkrebs-Metastasen in anderen Bauchorganen (z.B. Leber) vorliegen.
- Röntgenbild der Lunge und Computertomographie (CT). Das Röntgen der Lunge dient neben der allgemeinen Beurteilung von Herz und Lunge zusätzlich der Suche nach möglichen Darmkrebs-Metastasen in der Lunge. Die Computertomographie ist eine spezielle Röntgenuntersuchung, mit der der menschliche Körper in Schnittbildern dargestellt wird. Mit dieser Technik kann nicht nur der Tumor selbst sondern es können auch mögliche Lymphnotenvergrößerungen oder Metastasen abgebildet werden.
- Magnetresonanztomographie (MRT). Die Magnetresonanztomographie, auch Kernspintomographie genannt, ermöglicht ebenfalls eine schichtweise Darstellung des Körpers, wobei hier keine Röntgenstrahlen sondern wechselnde Magnetfelder verwendet werden. Mit dieser Technik ist die exakteste Darstellung der Ausdehnung und Anatomie eines Tumors möglich (wichtig zum Beispiel für die OP-Planung beim Enddarmkrebs). Wie beim CT, kann man auch hier vergrößerte Lymphknoten oder sonstige Organmetastasen (besonders in der Leber) gut erkennen.
- Blutuntersuchungen, inklusive Tumormarker (CEA). Neben den allgemeinen Blutuntersuchungen zur Funktionsprüfung einzelner Organe wie Nieren oder Leber, können im Rahmen der Behandlung von Krebserkrankungen zudem sogenannte Tumormarker bestimmt werden. Tumormarker sind Substanzen, die zwar verstärkt von Tumorzellen gebildet werden, jedoch auch bei Gesunden vorkommen können. Ein negativer oder normaler Tumormarker schließt eine Krebserkrankung weder aus, noch beweist ein erhöhter Tumormarker eine Krebserkrankung. Diese Werte dienen also hauptsächlich der Kontrolle des Krankheitsverlaufs (z.B. würde ein Anstieg der Werte nach erfolgter Tumoroperation auf ein Wiederauftreten der Krankheit hinweisen). Der wichtigste Tumormarker für Darmkrebs ist das CEA (carcino-embryonales Antigen).
- Positronen-Emissions-Tomographie (PET). Krebszellen wachsen schneller und verbrauchen deshalb mehr Energie und Zucker als normale Zellen. Bei der Positronen-Emissions-Tomographie wird dies sichtbar gemacht. Dazu wird ein markierter Zucker gespritzt, der von den aktiven Krebszellen stärker aufgenommen wird als von normalen Zellen. Auf einem speziellen Untersuchungsbild wird die unterschiedliche Verteilung des markierten Zuckers dann sichtbar gemacht. Die PET gehört nicht zu den Routineuntersuchungen bei Darmkrebs, sondern wird nur bei speziellen Fragestellungen (z.B. Ansprechens auf eine Chemo- oder Strahlentherapie oder Rezidivdiagnostik) eingesetzt.
Anhand der Untersuchungsergebnisse ist zugleich eine Risikoabschätzung für einen operativen Eingriff möglich (Operabilität). Dazu gehört auch, dass die lebenswichtigen Organe wie Herz und Lunge gründlich auf ihre Funktion überprüft werden.
Darmkrebs – Hintergrund
Spricht man von Darmkrebs, so meint man die Krebserkrankungen von Dickdarm (Kolonkarzinom) und Enddarm (Rektumkarzinom). Es kann natürlich auch Krebs in anderen Teilen des Darms entstehen, diese sind aber eher selten. Darmkrebs gehört in Europa zu den häufigsten Krebserkrankungen (Platz 2 der häufigsten Krebserkrankungen sowohl für Männer als auch für Frauen, Robert-Koch-Institut 2006). In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 73 000 Menschen an Darmkrebs und ca. 28 000 Menschen sterben daran. Statistisch gesehen erkranken im Laufe ihres Lebens in Deutschland 6 von 100 Menschen an Darmkrebs, d.h. jeder Siebzehnte von uns.
Hintergrund zu Darmkrebs: Was bedeutet Krebs allgemein?
Als Krebs bezeichnet man allgemein bösartige Neubildungen, die durch die Entartung körpereigener Zellen entstanden sind. Krebszellen zeichnen sich durch einen veränderten Zellaufbau, das Einwachsen in umliegendes Gewebe und die Fähigkeit, Tochtergeschwülste (Metastasen) auszubilden aus.
Je nachdem, aus welchen Ursprungszellen sich die Krebszellen entwickelt haben, teilt man sie in drei Krebsarten ein. Am häufigsten entstehen sie aus der obersten Deckschicht von Haut, Schleimhaut oder Drüsen (auch Epithel genannt), diese Krebsart bezeichnet man dann als Karzinome. Weniger häufig bilden sie sich aus Bindegewebs- oder Nervenzellen (Sarkome) oder aus den blutbildenden Zellen in Knochenmark, Milz und Lymphgewebe (Leukämien und Lymphome).
Wie entsteht Darmkrebs?
In der Regel entwickelt sich Darmkrebs aus gutartigen Darmpolypen. Die Entartung vom gutartigen Darmpolyp (Adenom) zum bösartigen Krebs (Karzinom) ist ein Prozess, der über viele Jahre laufen kann (Adenom-Karzinom-Sequenz). Die Entartung beruht auf vielen aufeinander folgenden Genveränderungen (Mutationen) an den Schleimhautzellen der Darmwand. Diese führen letztlich zum Verlust der Wachstumskontrolle der Zellen, sodass diese sich ungehindert teilen und bösartig ausbreiten können. Dies geschieht in mehreren Schritten:
Die Schleimhautzellen beginnen sich lokal übereinander zu schieben, sodass nach und nach eine kleine Geschwulst, ein so genanntes Adenom, entsteht. Das häufigste Erscheinungsbild eines solchen Adenoms ist der Darm-Polyp. Ein Polyp wächst als sichtbare Knospe in den Darm-Raum hinein, und kann daher bei einer Darmspiegelung gut erkannt und ggfs. auch abgetragen werden. Wird der Polyp jedoch nicht erkannt, so finden nach und nach immer mehr Genveränderungen in den Zellen statt, bis sie schließlich zu bösartigen Krebszellen geworden sind. Beginnen sie irgendwann in das umgebende Gewebe hinein zu wuchern, spricht man von einem „invasiven“ Tumorwachstum. Die Tumorzellen wachsen langsam in die gesamte Darmwand vor. Außerdem können sich einzelne Zellen lösen und sich von Blut oder Lymphflüssigkeit an andere Orte des Körpers treiben lassen und dort Tochtergeschwülste (Metastasen) bilden.
Was sind die Ursachen von Darmkrebs?
Dieser gesamte Prozess, vom Polypen bis zum Krebs, wird auf eine Zeitspanne über 5-10 Jahren geschätzt. Das Risiko für eine solche Entartung steigt mit dem Alter, die meisten Darmkrebs-Patienten sind über 50 Jahre alt. Die Genveränderungen können allerdings auch vererbt sein (ca. 20-30 % der Fälle), was zur Folge hat, dass sich der Krebs auch schon in jüngerem Alter ausbilden kann. Gibt es in einer Familie gehäuft Darmkrebs, ist also besondere Vorsicht geboten.
Weitere Faktoren, die Gene verändern und so die Krebsentstehung fördern können, sind unter anderem Tabakrauch, ein erhöhter Alkoholgenuss, Übergewicht, eine ungesunde Lebensweise und Ernährung (wenig Obst, Gemüse und Bewegung), chronische Entzündungen (M. Crohn, Colitis ulcerosa), verschiedene Chemikalien, radioaktive Strahlung und UV-Strahlen. Auch im Rahmen bestimmter anderer Krebserkrankungen wie Brust- oder Eierstockkrebs besteht ein erhöhtes Risiko, an Darmkrebs zu erkranken.
